Start Aktuelles Japan aktuell: Lagertank-Leck am AKW Fukushima angeblich überschätzt

Japan aktuell: Lagertank-Leck am AKW Fukushima angeblich überschätzt

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AKW Fukushima: Unterirdischer Lagertank (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Unterirdischer Lagertank (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Unterirdischer Lagertank (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Unterirdischer Lagertank (Foto: TEPCO)

Die vom Betreiber des AKW Fukushima heute bekannt gemachte Entdeckung kommt ihm sicher nicht ungelegen, waren es doch vor allem diese Lecks, die Besorgnis vor einer möglichen Kontamination der Umwelt geweckt hatten.

Nun da diese Gefahr weniger bedrohlich scheint, könnten auch die Widerstände gegen die Verklappung von Grundwasser schwinden.

Gänzlich zufrieden kann der Konzern mit den Entwicklungen an der Anlage von Fukushima aktuell allerdings noch nicht sein, haben doch die jüngst begonnenen Arbeiten noch nicht den gewünschten Effekt gezeigt. Detailliertere Fukushima News und weitere Meldungen im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Mai 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Weniger Wasser aus unterirdischem Fukushima-Lagertank ausgetreten als gedacht
  • Einspeisung von Stickstoff in Fukushima-Reaktor nicht erfolgreich
  • Finanzhilfen für Tsunami-Umzug von Schulen erwogen

Weniger Wasser aus unterirdischem Fukushima-Lagertank ausgetreten als gedacht: Wie TEPCO, der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi heute mitteilte, soll beim ersten festgestellten Leck deutlich weniger radioaktiv kontaminiertes Wasser ausgetreten sein, als bislang vermutet.

AKW Fukushima: Lecksuchmessung an einem unterirdischen Lagertank (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Lecksuchmessung an einem unterirdischen Lagertank (Foto: TEPCO)

Nach Angaben des Unternehmens sind lediglich etwa 20 Liter aus dem Lagertank ausgetreten – was eine wesentlich geringere Menge wäre, als zunächst bekannt gegeben worden war. In seinen ersten Schätzungen war der AKW-Betreiber noch von etwa 120 Tonnen Wasser ausgegangen. Doch das Leck sei sogar noch weniger schwerwiegend.

Ein Großteil der 20 Liter, soll sogar innerhalb des Bereichs der Geräte zur Leck-Erfassung verblieben und nicht in das Erdreich gelangt sein. Dennoch erklärte TEPCO-Präsident Naomi Hirose auf einer heutigen Pressekonferenz, unabhängig von der Menge bleibe der Austritt von Wasser an der Anlage ein Fakt und versprach, den Lecks auf den Grund zu gehen. Das berichtet die Kyodo.

Im vergangenen Monat war es erstmals zu Wasserlecks in unterirdischen Lagertanks auf dem Gelände der Kraftwerksanlage gekommen (Spreadnews berichtete erstmals am 6. April 2013).

Einspeisung von Stickstoff in Fukushima-Reaktor nicht erfolgreich: Nach den positiven Neuigkeiten zur Wasserstoffmessung musste TEPCO praktisch im gleichen Atemzug einen Fehlschlag einräumen. So sei es bislang nicht gelungen, den Wasserstoff durch die Einspeisung von Stickstoff aus der Kondendensationskammer zu verdrängen.

Als Ursache gibt der Betreiber an, dass der Druck im Sicherheitsbehälter höher sei, als in der Kondensationskammer, so dass man nun die Menge an eingespeistem Stickstoff verdoppelt, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Dieser Fehlschlag zeigt, dass TEPCO offenbar immer noch keine genauen Vorstellungen über die Menge des explosionsgefährlichen Wasserstoffs hat.

Finanzhilfen für Tsunami-Umzug von Schulen erwogen: Wie Vertreter der japanischen Regierung heute mitteilten, erwägt die Koalition staatliche Finanzhilfen für den Standortwechsel von Einrichtungen für Kinder und Senioren aus Gebieten mit besonderer Tsunamigefahr, zur Verfügung zu stellen.

Japan: Japanische Yen-Banknoten (Foto: pd)
Regierung soll Präventiv-Evakuierung aus Risikogebieten mittragen (Symbolfoto: pd)

Einem Gesetzesentwurf zufolge, sollen mit den Staatsgeldern jeweils die Hälfte der Kosten zur Versetzung entsprechender Einrichtungen aus Küstenregionen gedeckt werden.

Die Finanzhilfe ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, welche die Regierung als Prävention vor dem erwarteten Nankai-Großbeben vorsieht.

Auch Forderungen, die Regierung solle zumindest ein Drittel der Kosten, die beim Standortwechsel von medizinischen Einrichtungen, wie etwa Kliniken entstehen, tragen. Das berichtet die jiji.

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