Start Aktuelles Japan aktuell: Leistung des Kühlsystems im AKW Fukushima unzureichend

Japan aktuell: Leistung des Kühlsystems im AKW Fukushima unzureichend

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Tepco - Dekontaminationsanlage am 31-05-2011. Foto: TEPCO
Dekontaminationsanlage am 31.05.2011
Tepco - Dekontaminationsanlage am 31-05-2011. Foto: TEPCO
Dekontaminationsanlage: Leistung mit Kühlung enttäuschend. Foto: TEPCO

Offiziell ist die erste Stufe des Plans für die Kontrolle des AKW Fukushima aktuell abgeschlossen. Gleich mehrere Meldungen zeigen jedoch, dass sich die Lage im Land noch keineswegs normalisiert hat und neben anderen Meldungen auch die Fukushima News weiterhin einen wichtigen Teil der Nachrichten auf Spreadnews einnehmen werden.

Informationen über das Ausmaß der Radioaktivität sowie weitere Berichte nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 21. Juli 2011

Regierung kündigt neue Hotspots an: Regierungssprecher Yukio Edano erklärte, man werde innerhalb der nächsten Tage weitere „Hot Spots“ bekannt geben, zu deren Evakuierung geraten wird, so die Nachrichtenagentur Kyodo.  Als „Hot Spots“ bezeichnet man Bereiche in denen die Werte an radioaktiver Belastung höher sind, als die Umgebungsradioaktivität.

Der japanischen Regierung dient als Berechnungsgrundlage ein Wert von 20 Milisievert pro Jahr.  Ist es aufgrund der bestehenden Strahlung wahrscheinlich, dass dieser Wert überschritten wird, dann wird dieser Bereich als Hot Spot gekennzeichnet und die Evakuierung empfohlen, bei der auch Hilfe durch die Behörden erfolgt.

Fleischskandal: 43/45 von Japans 47 Präfekturen betroffen: Wie die Asahi Shimbun berichtet, ist aktuell in 43 Präfekturen des Landes das mit radioaktivem Cäsium belastete Rindfleisch nachgewiesen worden. Die Zahl der insgesamt betroffenen Rinder wird mit dem Stand vom 19. Juli unverändert mit 648 beziffert. Die Nachrichtenagentur Kyodo spricht von 45 Präfekturen und einer Zahl von 1430 Rindern die vermutlich mit belastetem Reisstroh gefüttert wurden.

Trauriger Rekord: Fukushima Kühlsystem erreicht neuen Tiefstand: Der Energiekonzern TEPCO, Betreiber des AKW Fukushima Daiichi hat eingeräumt, dass die kombinierte Wasserdekontaminations und Kühlanlage am Kernkraftwerk zwischen dem 14. und dem 19. Juli lediglich eine Leistung von 53, 7 Prozent erreichte – und damit einen neuen Tiefstand aufweist. Das meldet die Mainichi Shimbun.

TEPCO kündigte zwar an bis Ende des Monats die Leistung der Dekontamination und Kühlung auf 70 Prozent hochzufahren und im August sogar eine Leistung von 90 Prozent zu erzielen –  das Erreichen dieser Ziele ist jedoch bislang fraglich.

Immer noch schwierige Bedingungen für Arbeiter: Rund 1500 Angestellte arbeiten jeden Tag am AKW Fukushima Daiichi und sind dabei weiterhin extremen Umständen ausgesetzt. Am Montag war bei 32 Arbeitern ein Hitzschlag diagnostiziert worden. Am Dienstag ist ein Arbeiter wegen der gleichen Diagnose in ein Krankenhaus verbracht worden, berichtet ein Artikel der Yomiuri Shimbun.

Auch die Bemühungen, den Arbeitern den Aufenthalt zu erleichtern sind nicht in vollem Umfang erfolgreich. So müssen etwa Arbeiter im erdbebensicheren Gebäude  immer noch auf Decken am dem Boden schlafen, lediglich in einem 10 km entfernten Gymnasium gibt es Duschen und Stockbetten für 240 Personen. Angestellte klagen auch darüber, die ausgeteilten Kühlhilfen für die Anzüge funktionierten nicht richtig.

Asche in Tokyo stark mit radioaktivem Cäsium belastet: Wie am heutigen Donnerstag eine örtliche Entsorgergemeinschaft mitteilte, wurden in der Asche einer Müllverbrennungsanlage im Stadtbezirk Edogawa hohe Mengen an radioaktivem Cäsium festgestellt. Aus Filtern entnommene Proben wiesen eine Belastung von 11470 Becquerel pro Kilogramm Asche auf. Die Betreiber wurden angewiesen Material mit einer Belastung über 800 Bq/kg einzulagern.

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