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Japan aktuell: Mehrfachalarm an Fukushima-Brandschutzsystem

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AW Fukushima: Anlage zur Überwachung der Luftwerte am Haupttor (Foto: TEPCO)
Anlage zur Überwachung der Luftwerte am Haupttor (Foto: TEPCO)
AW Fukushima: Anlage zur Überwachung der Luftwerte am Haupttor  (Foto: TEPCO)
Anlage zur Überwachung der Luftwerte am Haupttor (Foto: TEPCO)

Kurz vor dem Wochenende gibt es vom AKW Fukushima heute Meldungen über mehrfache Alarme des Brandschutzsystems und Rauchentwicklung auf dem Gelände der Anlage. Angesichts solcher Schlagzeilen rückt ein Ereignis von langfristiger Bedeutung in den Hintergrund – die zu erwartende Kontamination durch den Abriss eines Reaktor-Schutzmantels.

So zeigt sich wieder einmal, dass das Kernkraftwerk in Fukushima aktuell immer noch für Probleme sorgt, auch wenn offiziell die Lage unter Kontrolle ist.

Einzelheiten zu den Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 10. Mai 2013.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Mehrfachalarm an Fukushima-Brandschutzsystem
  • Rauchentwicklung auf Gelände AKW Fukushima
  • Schutzmantel von Fukushima-Reaktor 1 soll entfernt werden

Mehrfachalarm an Fukushima-Brandschutzsystem: Am heutigen Freitag ertönte gegen 8:01 Uhr am Haupttor ein Alarm, der auf einen „Brandprüfungsfehler“ des Multinuklidsystems  hinwies.

Der Zwischenfall wurde 8:06 Uhr der Feuerwehr gemeldet. Eine erste Untersuchung um 08:07 Uhr ergab jedoch keinen Hinweis auf Flammen oder Rauchentwicklung.

Da auch andere Alarme ausgegeben wurden – „Elektrische Einheiten des Multinuklidsystems„, „Sporthalle„, „Gebäude für Umweltmanagement“ und „Brandprüfungsfehler“ – wurden diese Gebiete ebenfalls untersucht, jedoch konnten auch hier vor Ort keine ungewöhnlichen Ereignisse entdeckt werden.

Neben den einzelnen Bezeichnungen, die sich jeweils auf bestimmte Areal und Gebäude beziehen, weist der „Brandprüfungsfehler“ darauf hin, dass das Testsignal der Brandmelder nicht korrekt übertragen wird. TEPCO kam aufgrund des Fehlens von Flammen oder Rauch zu dem Schluss, dass in keinem der Fälle ein Brand vorlag.

Rauchentwicklung auf Gelände des AKW Fukushima: Nachdem zuvor eine Reihe von offensichtlichen Fehlalarmen auf Probleme der Brandschutzanlage hingewiesen hatte, entdeckte der Angestellte eines Partnerunternehmens gegen 9:25 Uhr Rauch, der aus dem Motorgenerator, der als Teil der Entlüftung in der mobilen Toiletteneinheit auf der Nordseite außerhalb von Reaktor 6 angebracht war, drang.

Um 9:35 Uhr wurde die Rauchentwicklung der Feuerwehr gemeldet, nachdem es zuvor gelungen war, den Generator abzustellen. Bei einer Untersuchung vor Ort wurde der Rauch als regulärer Gasaustoß des Generators identifiziert, der durch auslaufendes Öl am Kolbenring eine schwarze  Farbe angenommen hatte. Daher wurde der Zwischenfall nicht als Brand klassifiziert.

Das Gerät wird im Normalfall mit Motoröl geschmiert, das beim Einfluss in die Brennkammer verbrannt wird.

Schutzmantel von Fukushima-Reaktor 1 soll entfernt werden: Kraftwerksbetreiber TEPCO gab gestern bekannt, man werde den im Oktober 2011 angebrachten Schutzmantel an Reaktor 1 der Anlage entfernen, um Betontrümmer und zerstörte Stahlbarren in den oberen Bereichen zu entfernen und anschließend Geräte zur Bergung von Brennelementen dort anbringen zu können.

Fukushima-Reaktor 1: Schutzmantel am 14. Oktober 2011 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: Schutzmantel am 14. Oktober 2011 (Foto: TEPCO)

Mit den Arbeiten zum Abriss der bisher genutzten Ummantelung, die sowohl Witterungseinflüsse wie Regen vom Reaktor abhalten, als auch die Strahlungsbelastung der Umgebung eindämmen sollte, soll noch in diesem Winter begonnen werden.

Zwar sei nach dem Abriss mit einem Anstieg radioaktiven Materials in der Luft zu rechnen, dies werde jedoch keine nennenswerten Abweichungen in den Strahlungseinschätzungen zur Folge haben, teilte der Betreiber mit.

Zudem würden Chemikalien zum Einsatz kommen, die eine Ausbreitung radioaktiver Substanzen eindämmen sollen.

Der Bau eines neuen Schutzmantels, werde aufgrund der Anbringung des Bergungsgeräts erst in vier Jahren erfolgen. Neben TEPCO berichteten unter anderem auch Kyodo, Asahi Shimbun und NHK über die Pläne.

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