Start Aktuelles Japan aktuell: Menge an radioaktivem Wasser in Fukushima sinkt

Japan aktuell: Menge an radioaktivem Wasser in Fukushima sinkt

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Fukushima Daiichi im Video vom 17. August 2011
Fukushima Daiichi am 17. August 2011 (Video: TEPCO)
Fukushima Daiichi im Video vom 17. August 2011
Fukushima Daiichi am 17. August 2011 (Video: TEPCO)

Auch wenn der Wunsch vieler Japaner vor allem darin besteht nach Beendigung aller Arbeiten in ihre Heimatorte zurückkehren zu können, so gibt es dennoch Zweifel.

Auch die Ankündigung der Regierung in naher Zukunft zumindest für Teile der bisherigen Gebiete die Evakuierungsaufforderung aufzuheben, bereitet durchaus auch Sorge.

Dagegen gibt es durchaus erfreuliche Fukushima News zu melden, auch wenn diese bereits wieder getrübt werden. Mehr Informationen darüber, was die Menschen in Fukushima aktuell beschäftigt, sowie Weiteres nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. August 2011.

Erste kurze Rückkehr der Einwohner in 3km Zone: Insgesamt 117 Personen aus Futaba und 30 aus Okuma trafen sich am Gymnasium von Hirono um von dort in Begleitung von fünf Verantwortlichen mt Bussen in die 3km messende Sperrzone gebracht werden und in ihren Häusern nach Gegenständen von persönlicher Bedeutung oder wichtigen Dokumenten suchen und diese mitnehmen zu können.

Insgesamt haben 279 Personen aus Futababa und 857 Personen aus Okuma das Recht dort zeitweise zurückzukehren, daher soll es eine weitere Aktion am 1. September geben.  Das berichtet die Yomiuri Shimbun. Insgesamt 1300 Personen wohnen in dem Gebiet, das vermutlich über viele Jahre hinweg Sperrgebiet bleiben wird.

So betrugen die Werte in Okuma 25 Mikrosievert pro Stunde, im Ortsteil Hosoya v0n Futaba 5 bis 6 Mikrosievert pro Stunde.

Eltern zögern bei Rückkehr in AKW-nahe Gebiete:Auch wenn ein Teil der bisherigen Evakuierungszone vermutlich Anfang September freigegeben werden wird, scheuen sich einem Artikel der Mainichi Shimbun zufolge besonders Eltern mit Kindern dorthin zurückzukehren.

Karte: Der Ort Hirono in der Präfektur Fukushima
Präfektur Fukushima: Bürger wollen nicht zurück nach Hirono

So haben seinerzeit 90 Prozent der bisherigen 5500 Einwohner den Ort Hirono verlassen und Bedenken über eine Rückkehr.

Bei den rund 300 dort verbliebenen handelt es sich mehrheitlich um ältere Menschen, welche durch den Betrieb der Geschäfte und Restaurants dort die Helfer, die zur Stabilisierung der Lage am AKW Fukushima Daiichi unterstützen möchten.

Hokkaido Electric möglicherweise auch mit Manipulationen: Ähnlich wie zuvor beim Versuch der Meinungsmache durch den Elektrizitätsanbieter Kyushu Electrics hat nun möglicherweise auch der Stromlieferant für Japans nördlichste Hauptinsel, Hokkaido Electrics, versucht bei einem Symposium Einfluss zu nehmen und eine breitere Unterstützung des AKW Tomari und der dort in der Bevölkerung vorzutäuschen.

Anders als in den Fällen zuvor, wo von missverstandenen Anregungen und Vorschlägen gesprochen wurde, spricht die an 21 Abteilungen versandte Aufforderung eine deutliche Sprache. In der E-Mail heisst es auszugsweise:

Um den reibungslosen Fortschritt des Programmes sicherstellen, hoffen wir, das möglichst viele von Ihnen am Symposium teilnehmen und Meinungen äußern werden, die sich vorteilhaft auf die Nutzung des pluthermalen Programms auswirken(pluthermale Systeme verwenden plutoniumhaltige MOX-Brennstäbe)

Radioaktives Wasser im AKW Fukushima nimmt ab: Die Menge des radioaktiv belasteten Wassers im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi nimmt ab, dies ist vor allem auf den Einsatz der Wasseraufbereitung  SARRY zurückzuführen. So habe sich die stündliche Leistung von 45 auf 70 Tonnen erhöht, in den vergangenen sieben Tagen nahm die Menge an hochgrad belastetem Wasser um 320 Tonnen gesunken.

Bereits Mitte bis Ende September hofft man nun den Wasserstand in den Kellern der Turbinengebäude 2 und 3 auf den gewünschten Wert senken zu können.

Überlastete Pumpe in Wasseraufbereitung: TEPCO berichtet,  durch eine Überlastung einer Pumpe die bereits von Cäsium gefiltertes Wasser ableiten sollte, sei es zu einem Halt der Filterung gekommen. Der Grund der Überlastung werde untersucht, die eigentliche Wassereinspeisung sei aber fortgesetzt worden.

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