Start Aktuelles Japan aktuell: Mit Stickstoff präventiv gegen mögliche Explosionen in Fukushima

Japan aktuell: Mit Stickstoff präventiv gegen mögliche Explosionen in Fukushima

712
0
TEILEN

Nachdem noch gestern Nacht das Leck durch das radioaktives Wasser ausgetreten war, durch die Kombination von Natriumsilicaten und einer weiteren bislang nicht benannten Substanz offenbar erfolgreich abgedichtet werden konnte, versucht die Betreiberfirma nun, durch Einleitung von Stickstoff in Reaktoren, dort das Risiko für Wasserstoffexplosionen zu verringern (über entsprechende Pläne berichtete Spreadnews bereits).

Wir halten Sie mit einem Liveticker zur Situation am 06. April auf dem Laufenden.

00:00 Auch wenn selbst in japanischen Medien die Menge an aktuellen und relevanten Informationen abnimmt, bleibt Spreadnews für Sie am Ball und berichtet auch Morgen soweit möglich über die aktuelle Lage. Kommen Sie gut durch die Nacht.

21:00 NISA bestätigt Explosionsprävention: Der Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde bestätigte die Angaben das betreibers TEPCO, die Einleitung voN Stickstoff die für die Reaktoren 1-4 vorgesehen ist, sei eine reine Präventionsmaßnahme, es bestehe keine aktuelle Gefahr.

18:00 EU-Parlament will Schließung riskanter Anlagen: Abgeordnete verschiedener Fraktionen fordern die Abschaltung von Atomanlagen innerhalb der EU, die nicht modernen Sicherheitsstandards entsprechen und bei den geplanten Sicherheitstests versagen.

16:05 Das Wetter: Anders als zunächst prognostiziert bleibt der Großraum Tokyo vermutlich bis Samstag von erhöhter Radioaktivität verschont, bevor dann der Wind auf nordöstliche Richtung dreht. Ein Regengebiet könnte am Freitag jedoch zu einem Fallout im Bereich des AKW Fukushima Daiichi führen.

15:58 Gravierende Auswirkungen als Tschernobyl : Die Gesellschaft für Strahlenschutz befürchtet schwerwiegendere gesundheitliche Auswirkungen in japan als beim Reaktorunglück von Tschernobyl . Ursache hierfür sei vor allem die hohe Bevölkerungsdichte Japans, so dass vermutlich bis zu 40 mal mehr Menschen von den Folgen der Radioaktivität betroffen wären.

15:41 TEPCO beginnt Stickstoff-Injektion: Der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi hat damit begonnen, Stickstoff in Reaktor 1 einzuleiten um das Risiko von Wasserstoffexplosionen zu verringern.

15:17 Erdbeben verschiebt Japan: Die durch das Erdbeben verursachte Verschiebung des Meeresbodens beträgt in Nähe des Epizentrums 24 Meter. Die japanische Hauptinsel Honshu verschob sich um 2,4 Meter. Die Insel Oshika, in der besonders schwer getroffenen Präfektur Miyagi bewegte sich um 5,3 Meter.

14:19 Arbeitsgruppe für Krisenschäden: Die japanische Regierung will eine Arbeitsgruppe einrichten die sich mit den durch die Nuklearkrise entstandenen Schäden befasst. Diese dürfte sich vermutlich auch um Ausfälle die etwa Landwirten entstanden sind befassen müssen.

13:46 Erneut Plutoniumspuren in Fukushima: In Bodenproben vom 25. und 28. März die an vier Stellen auf dem Gelände des AKW entnommen worden waren, wurden erneut geringe Mengen von Plutonium entdeckt. Zuletzt hätten Bodenproben vom 21. und 22. März ähnlich geringe Spuren von Plutonium 238, 239 und 240 gegeben. Diese hätten jedoch keine Gesundheitsgefahr dargestellt.

12:50 Regierung überdenkt jährliche Strahlendosis: Japans Regierung erwägt eine Anpassung der bestehenden Höchstwerte, da diese auf Berechnungen beruhen die lediglich einen kurzen Zeitrum radioaktiver Strahlung berücksichtigen und nicht auf langfristige Einwirkung anwendbar sind.

12:40 Kaiserlicher Hoflieferant für Seetang betroffen: Neben der Zerstörung von Anlagen zur Zucht und Verarbeitung werden auch spezialisierte Landwirte vermisst. Die Region Yamoto (Präfektur Miyagi) ist als Lieferant des Tenno berühmt, man bedürfe jetzt unbedingt staatlicher Hilfe, so ein Landwirt gegenüber der Jiji Press. Algen wie Nori, Wakame und Kombu sind Bestandteil der traditionellen Küche.

09:20 Touristen meiden Japan:
Die Naturkatastrophen und die Nuklearkrise haben zu einem erheblichen Sinken des Touristenzustroms geführt. Im Zeitraum zwischen dem Beben am 11. März und dem 31. März seien 75 Prozent weniger Personen eingereist, als dies im Vorjahreszeitraum der Fall war.

7:20 Japanische Fischer extrem verägert: Nachdem der Fischmarkt Tsukiji keine Waren mehr aus der Krisenregion akzeptiert, sehen dortige Fische ihre Lebensgrundlage gefährdet und zeigten sich wütend. Noch am selben Tag erklärte Regierungssprecher Yukio Edano, erste Schadensersatzzahlungen würden an die Fischer geleistet.

6:47 Stickstoff gegen weitere Explosionen: Durch die Einleitung von Stickstoff sollen weitere Wasserstoffverpuffungen und die damit verbundene explosionsartige Wirkung verhindert werden. Mit den Maßnahmen an Reaktor 1 werde noch an diesem Abend begonnen, so die japanische Tageszeitung Yomiuri Shimbun.

3:46 Evakuierte Kinder haben wieder Unterricht: Kinder die aus der 20km Bannmeile um das AKW Fukushima stammen können nun wieder an Schulunterricht teilnehmen. Hierzu wurden sie in der Stadt Fukushima (in der gleichnamigen Präfektur) erneut eingeschult. Aufgrund des Schülerzuwachses wurden neue Lehrer eingestellt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here