Start Aktuelles Japan aktuell: Möglicher Austritt von radioaktivem Wasser durch Leck in Auffangbehälter

Japan aktuell: Möglicher Austritt von radioaktivem Wasser durch Leck in Auffangbehälter

794
0
TEILEN
Schwimmende Barrieren am 6. Mai 2011. (Foto: TEPCO)
Aufnahme vom Mai 2011: Erste Barrieren gegen Kontamination von Meerwasser (Foto: TEPCO)
Schwimmende Barrieren am 6. Mai 2011. Foto: Tepco
Droht erneut radioaktive Belastung des Meeres? Foto: Tepco

Für Besorgnis im japanischen AKW Fukushima Daiichi sorgt derzeit der sinkende Wasserstand in einem der großen Wasserbehälter in den radioaktive Abwässer, die aus dem Turbinengebäude von Reaktor 3 stammen, gepumpt werden. Die Vermutung eines Lecks konnte zunächst nicht bestätigt werden.

Zusätzliche Informationen an dieser Stelle im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. Mai 2011

00:00 Spreadnews bietet ihnen auch morgen wieder Aktuelles zur Lage in den japanischen Atomkraftwerken und der Situation der Menschen in den Krisengebieten. Kommen Sie gut durch die Nacht.

IAEA erstmals in japanischem AKW: Erstmals haben Inspektoren der Internationalen Atomenergieaufsichtsbehörde (IAEA) ein japanisches Kernkraftwerk besichtigt. Nach einer Untersuchung im AKW Tokai (Präf. Ibaraki) wo im Zuge des Tsunami einer der drei Dieselgeneratoren für Notstrom ausgefallen war, will die Delegation am morgigen Tag auch die Nuklearanlage von Fukushima zu inspizieren. Das meldet die Mainichi Shimbun.

Erneut kurzzeitige Rückkehr in Sperrzone: Nach japanischen Medienberichten sind gestern Einwohner von Minamisoma und Tomioka kurzzeitig in ihre Häuser zurückgekehrt um wichtige Dinge zu Bergen. Bei der Reise der 120 Personen in die Sperrzone handelt es sich um die vierte Rückkehraktion dieser Art.

Verwirrung um Meerwasserkühlung: Während die Regierung unzufrieden über das Hin-und-Her bei der Meerwasserkühlung ist, erklärte Tepco gestern, man habe die Atomsicherheitsbehörde 3 1/2 Stunden vor Beginn per Fax informiert und dann kontinuierlich gekühlt, während das Fax offenbar nicht an das Büro des Premierminjisters weitergeleitet wurde.

Greenpeace weist Belastung von Meerestieren nach: Noch ist ein Leck nicht gefunden, da melden die Umwelt-Aktivisten bereits erhöhte Werte von Radioaktivität. Bei Seetang, einer beliebten Zutat der japanischen Küche, werde der Grenzwert an radioaktivem Jod um das 60-fache überschritten. Die Umweltschützer fanden auch in Meerestieren überhöhte Werte an Cäsium 134, Cäsium 137 und Jod.

Besorgnis um Meeresbelastung: Umweltschützer sehen die Tier- und Pflanzenwelt des Pazifik bedroht, sollten tatsächlich große Mengen radioaktiven Wassers ins Meer gelangen. Die Betreiberfirma des AKW Fukushima Daiichi, der Energiekonzern TEPCO hatte bereits vor einigen Wochen kontrolliert schwach radioaktive Abwässer eingeleitet.

Sinken des Wasserstands in Auffangbehälter: Vermutlich aufgrund eines noch unentdeckten Lecks ist der Pegel innerhalb eines Auffangbehälters für radioaktives Wasser gesunken. Zuvor war die Befüllung eingestellt worden, da sich die Menge der Maximalfüllung von 4000 Tonnen genähert hatte. Die genaue Ursache für das Absinken ist noch unklar, der Behälter werde nun beobachtet. TEPCO meldet jedoch, man habe keine Veränderung im Grundwasser oder der Umgebung festgestellt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here