Start Aktuelles Japan aktuell: Neue Filtertechnik für AKW Fukushima in Sicht?

Japan aktuell: Neue Filtertechnik für AKW Fukushima in Sicht?

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Das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan. (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Brennstäbe-Bergung begonnen
Tepco: Das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan. Foto: Tepco
Fukushima: Dekontamination weiterhin schwierig

Chubu Electrics konnte 17 Jahre lang Brennstab nicht bergen: Wie Chubu Electrics nun einräumte, war das Unternehmen mehrere Jahre lang trotz verschiedener Fachberatungen nicht dazu in der Lage, einen durch einen Unfall beschädigten abgebrannten Brennstab in einem speziellen Container aus dem Abklingbecken des außer Betrieb genommenen Reaktor 1 des AKW Hamaoka zu bergen. Das Berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Fischmarkt Tsukiji wieder offen: Wie die Asahi Shimbun berichtet ist der Fischmarkt Tsukiji in Tokyo, nun auch wieder für Besucher geöffnet. Der größte Fischmarkt der Welt hatte beim Erdbeben vom 11. März bauliche Schäden erlitten. Die Öffnung der Thunfischauktionen für Besucher gilt für viele als Zeichen der Rückkehr zur Normalität.

Rücktritt nach Manipulationsskandal unklar: Das Schicksal von Toshio Manabe, Präsident des Elektrizitätsanbieters Kyushu Electrics wird erst Ende September entschieden werden. Nach dem Manipulations-Skandal, bei dem durch massenhaften E-Mail-Versand bei einer TV-Show eine größere Unterstützung für den Neustart von AKW vorgetäuscht werden sollte, verlangen viele nun den Rücktritt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jiji.

Solarkraftwerk in Kawasaki: Mitte August soll in Kawasaki, im Großraum Tokyo ein Solarkraftwerk ans Netz gehen. Das Kraftwerk wurde in einer Zusammenarbeit der Stadt Kawasaki und der Tokyo Electric Power (TEPCO) erbaut. Bereits im Dezember soll ein weiteres Solarkraftwerk im Distrikt Ougishima ans Netz gehen. Das berichtet die NHK. Mit einer Jahresleistung von 21 Millionen Kilowatt wird das Duo die leistungsstärkste Anlage dieser Art in ganz Japan.

Neue Substanz zur Wasserdekontamination entwickelt: Das Nationale Materialforschungsinstitut (NIMS) hat ein neues Material entwickelt, das die Filterung und Dekontamination von radioaktiv belastetem Wasser verbessern soll. Es besteht aus Quarz mit einer großen Anzahl von kleinen Löchern die jeweils nur zwischen 2 und 20 Nanometer Durchmesser haben.

Der Vorteil gegenüber dem bisherigen Filtermaterial liegt darin, dass aus dem Meerwasser stammendes Chlor, Magnesium und Kalzium, die aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu radioaktivem Jod und Strontium bislang die Filterleistung dieser Substanzen verschlechterte, nun keine Auswirkung mehr auf die Dekontaminationswirkung haben. Das berichtet die Mainichi Shimbun.

Zur Filterleistung: Ein Gramm des neuen Materials kann 2 Miligram radioaktives Jod oder 13 Miligram Strontium oder  65 Milliarden Becquerel von Strontium 90 absorbieren.

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