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Japan aktuell: Neue Meldungen aus den Präfekturen

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Nach der offiziellen Bekanntgabe der Tötung des religiösen Führers der islamistischen Terrororganisation Al-Qaida erhöhte Japan nicht nur seine die inländische Terrorwarnstufe – auch die radioaktive Belastung  im Bereich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi ist erhöht. Mehr Informationen zur Situation in Japan im Spreadnews Japan News-Ticker vom 03. Mai 2011.

13:26 Arbeiten an Belüftung aufgenommen: Wie die Nachrichtenagentur Jiji berichtet, soll ein Ventilationssystem die Zahl radioaktiven Partikel in einem der Reaktorgebäude senken. Zunächst wird an den Doppeltüren des Nordeingangs eine Druckschleuse eingerichtet, um ein Entweichen beim Öffnen der Tür zu verhindern. Sechs Ventilatoren sollen zum Einsatz kommen – zwei um den Druck zu erhöhen, die übrigen um die Partikel in Filter zu blasen

Verstrahlung des Seebodens: Nach Angaben des AKW-Betreibers TEPCO wurden am Meeresboden in Nähe des schwer beschädigten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi Werte an Radioaktivität gemessen, welche die Norm um das 100-1000 fache überschritten. Diese Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu behandeln, hatte TEPCO doch bereits mehrfach bei Messungen gepatzt. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Erhöhte Radioaktivität in Abwasserschlamm: Nach Angaben der japanischen Tageszeitung Asahi Shimbun wurde in der Abwasseraufbereitungsanlage der Stadt Koriyama (Präf. Fukushima) radioaktives Cäsium im Klärschlamm festgestellt, auch die Werte an Radioaktivität in der Umgebungsluft seien deutlich erhöht. Die Gemeinden im Landesteil wird nun zur Überprüfung ihrer Kläranlagen geraten werden.

Viele Boote wieder nutzbar: Beim Tsunami des Tohoku-Erdbebens waren von den rund 13.00 Booten der Präfektur Miyagi 3165 an Land gespült worden, der Großteil davon Fischerboote. Insgesamt 68 Prozent können nach Reparaturarbeiten wieder eingesetzt werden,  so das bisherige Ergebnis einer Untersuchung nach Meldung der Nachrichtenagentur Jiji. Auch  die Großzahl der Eigentümer sei bereits  ermittelt.

DNA-Datenbank zur Identifizierung: Die Angehörigen von vermissten Personen in den Präfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi werden in Kürze um DNA-Proben der vermutlichen Todesopfer gebeten, um die Identifizierung von Leichen zu erleichtern, bevor diese stark verwesen. Zu diesem Zweck soll eine DNA-Datenbank erstellt werden.

Erhöhte Radioaktivitätv in Muttermilch: In sieben von 23 Muttermilchproben  in der Präfektur Fukushima die am 24. und 25. April genommen wurden, konnten Spuren von radioaktivem Jod festgestellt werden, es bestehe jedoch auch beim Stillen keine Gesundheitsgefahr für Mutter und Kind. Das meldet die Asahi Shimbun.

Weitere Arbeiterin verstrahlt: Am gestrigen Montag wurde bekannt gegeben, dass bereits am Sonntag eine 40-Jährige Arbeiterin einer Strahlung von 7,49 Milisievert ausgesetzt war. Zuvor hatte am 23. März eine Arbeiterin mit 17,55  Milisievert ebenfalls den 3-Monats Maximalwert für weibliche Mitarbeiter von 5 Milisievert überschritten.

 

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