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Japan aktuell: Neuer Roboter liefert Deckenbilder aus Fukushima-Reaktor 2

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Fukushima-Reaktor 2: Intakte Leitungen im oberen Bereich bei Roboterinspektion am 18. Juni 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Intakte Leitungen im oberen Bereich bei Roboterinspektion am 18. Juni 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Intakte Leitungen im oberen Bereich bei Roboterinspektion am 18. Juni 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Intakte Leitungen im oberen Bereich bei Roboterinspektion am 18. Juni 2013 (Foto: TEPCO)

TEPCO kann aus dem AKW Fukushima heute wieder neues Bildmaterial bieten, verlief doch der Einsatz des neuen Kameraroboters nach Betreiberangaben erfolgreich.

Ein derartiges Erfolgserlebnis hat das Unternehmen nach den Problemen, die das Kraftwerk Fukushima aktuell jüngst wieder durchlief, auch dringend nötig.

Detaillierte Fukushima News und weitere Meldungen im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. Juni 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Neuer Roboter liefert Deckenbilder aus Fukushima-Reaktor 2
  • Notfallreaktionszentrum  der Atomaufsicht in Tokyo eröffnet
  • Weiterbetriebserlaubnis für AKW Oi wahrscheinlich

Neuer Roboter liefert Deckenbilder aus Fukushima-Reaktor 2: Vor zwei Tagen hatte der Kraftwerksbetreiber TEPCO einen Roboter präsentiert, der von Honda Motors entwickelt worden war. TEPCO hatte angekündigt, den Roboter bereits in Kürze zum Einsatz kommen zu lassen  (Spreadnews berichtete am 18. Juni 2013)

Fukushima-Reaktor 2: Aufnahme von oberem Wandbereich am 18. Juni 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Aufnahme von oberem Wandbereich am 18. Juni 2013 (Foto: TEPCO)

Jetzt veröffentlichte das Energieunternehmen Videoaufnahmen und Fotos, die von dem Gerät innerhalb des Fukushima-Reaktors 2 gemacht worden waren.

Aufgrund eines flexibles Arms, der bis auf sieben Meter ausgefahren kann und neben der Kamera auch ein Dosimeter halten kann, wurden vor allem Aufnahmen in sechs Deckenbereichen gemacht.

Die Fotos zeigen, dass die Rohre und Leitungen innerhalb der aufgenommenen Bereiche offenbar unbeschädigt sind.

Fukushima-Reaktor 2: Deckenspalt zum Sicherheitsbehälter am 18. Juni 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Deckenspalt zum Sicherheitsbehälter am 18. Juni 2013 (Foto: TEPCO)

Allerdings wurde in der Innendecke eine Öffnung entdeckt, die eine Verbindung zum beschädigten Sicherheitsbehälter des Reaktors darstellt.

Bislang war es aufgrund der hohen Strahlungsbelastung für Arbeiter nicht möglich gewesen, solch genauen Untersuchungen durchzuführen.

Im Fall des neuen Roboters konnte dieser von Personal, das sich im örtlichen Stützpunkt befinden, ferngesteuert werden, so dass die Gefährdung deutlich geringer ist.

Nach Angaben des Betreibers wurden die höchsten Strahlungswerte in einer  Höhe von 4,3 Metern gemessen. Dort seien 19 Millisievert pro Stunde nachgewiesen worden. Man werde die erhaltenen Informationen nun auswerten und die Erkenntnisse in die künftigen Reparaturarbeiten an dem Objekt einfließen lassen.

Notfallreaktionszentrum  der Atomaufsicht in Tokyo eröffnet: Japans Atomaufsichtsbehörde NRA öffnete am heutigen Donnerstag ihr Notfallzentrum für Katastrophenfälle im Tokyoter Stadtteil Roppongi und gewährte auch den Medien einen Einblick.

Die Schaffung der 700 Quadratmeter umfassenden Einrichtung, ist eine Reaktion auf das schlechte Krisenmanagement der NRA-Vorgängerorganisation NISA und ist nicht nur dreimal größer als die zuvor genutzte Zentrale, sondern die 200 Beschäftigten sind über mehrere Systeme mit kritischen Einrichtungen vernetzt.

So besteht nicht nur eine Echtzeiterfassung der Daten aller landesweiten AKW und der Strahlung in deren Umgebung, sowie ein Videokonferenzsystem, sondern auch eine Vernetzung zu den Notfallzentren der Kernkraftwerke, den Gemeindeverwaltungen und dem Büro des Premierministers.

Auf diese Weise ist eine deutlich bessere Koordination möglich, als zum Zeitpunkt der Tohoku-Katastrophen, als es insbesondere zwischen dem Büro des Premierministers und anderen Stellen zu Kommunikationspannen gekommen war.

Die neue Effizienz wurde Medienvertretern durch eine Simulation demonstriert, in der gleichzeitig zum Notfallzentrum des AKW Oi und der dortigen Verwaltung eine Videokonferenz geschaltet wurde. Über die Eröffnung berichteten jiji und NHK.

Weiterbetriebserlaubnis für AKW Oi wahrscheinlich: Ein vorläufiger Testbericht der Atomaufsichtsbehörde NRA, lässt eine Genehmigung zum Weiterbetrieb von Japans derzeit einzig aktiven Reaktoren wahrscheinlich erscheinen.

Im Bericht heisst es, man habe keine unmittelbaren Sicherheitsrisiken gemäß den neuen Standards, die am 8. Juli in Kraft treten, gefunden.

Zwar bestünden noch Mängel beim Brandschutz, da entsprechende Vorrichtungen noch nicht angemessen eingebaut worden sind. Allerdings sei man der Ansicht, dass dies durch Maßnahmen wie häufigere Kontrollgänge in ausreichendem Maße zu kompensiert werden könne.

Sollten beim nächsten Treffen am Montag kommender Woche die Erlaubnis erteilt werden, blieben die Reaktoren 3 und 4 bis zu den Routine-Checks im September weiter am Netz. Über die Vorzeichen für einen Weiterbetrieb berichteten jiji und NHK.

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