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Japan aktuell: Neues Thermometer in AKW Fukushima angebracht

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Fukushima-Reaktor 2: Gerät zur Einführung des Thermometers in den Druckbehälter am 3. Oktober 2012 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Gerät zur Einführung des Thermometers in den Druckbehälter am 3. Oktober 2012 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Gerät zur Einführung des Thermometers in den Druckbehälter am 3. Oktober 2012 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Gerät zur Einführung des Thermometers in den Druckbehälter am 3. Oktober 2012 (Foto: TEPCO)

Nach dem gestrigen Feiertag gönnt sich die Spreadnews-Redaktion heute keinen Brückentag, sondern berichtet darüber, was am AKW Fukushima aktuell geschieht. So findet sich in einem Reaktor nun ein dringend benötigtes neues Thermometer und auch politisch gibt es im Zusammenhang mit dem Kernkraftwerk in Fukushima heute einige interessante Informationen.

Somit also neben anderen Nachrichten auch wieder Fukushima News, wie immer im Spreadnews Japan-Ticker vom 4. Oktober 2012.

Unsere heutigen Themen:

  • Neues Thermometer in Fukushima-Reaktor 2
  • NRA-Planentwurf mit starken Auswirkungen auf Präfekturen
  • Bislang unbekannte Verwerfung möglicherweise für Tohoku-Erdbeben verantwortlich
  • Kontrolle der NRA am AKW Oma denkbar
  • Präfektur Fukushima hielt Geheimtreffen zu gesundheitlichen Folgen ab
  • Polizei-Großübung vor IWF-Treffen in Tokyo
  • Japans neuer Justizminister für Durchführung der Todesstrafe
  • Weitere Territorialverletzung im Senkaku-Streit
    • Erneut drei chinesische Schiffe in japanischen Gewässern
    • Chinesische Schiffe verlassen japanische Gewässer
    • Japan fordert Zurückhaltung und betont Gesprächsbereitschaft
    • Senkaku-Zeitungsaktion nun auch von Japan geplant
    • China blockiert Lieferung japanischer Zeitungen
    • Chinesische Krawalle führten zu Millionenschäden
    • Südkorea wiill halbe Million Dollar für Medienpropaganda ausgeben
    • China boykottiert IWF-Treffen
    • IWF ruft China und Japan zu Toleranz auf

Neues Thermometer in Fukushima-Reaktor 2: Der Kraftwerksbetreiber TEPCO veröffentlichte am Mittwoch Material, in dem die Anbringung eines neuen Thermometers im Druckbehälter von Reaktor 2 des AKW Fukushima Daiichi beschrieben wird, sowie entsprechende Fotos. In der Vergangenheit hatten Thermometer teils extrem widersprüchliche Daten geliefert.

Fukushima-Reaktor 2: Endoskopie vor Thermometer-Einführung in den Druckbehälter (Foto: TEPCO-Partnerunternehmen)
Fukushima-Reaktor 2: Endoskopie vor Thermometer-Einführung in den Druckbehälter (Foto: TEPCO-Partnerunternehmen)

Das neue Thermometer wurde, nachdem am Dienstag eine erste endoskopische Untersuchung durchgeführt worden war, unterhalb der Position des vorhandenen Thermometers angebracht und soll dort,  ähnlich wie das bereits vorhandene Thermometer, die Wärme des Oberflächenmaterials der Wand messen.

Eine Besonderheit gab es allerdings, denn es wurde festgestellt, dass bei den Arbeiten der Druck im Behälter höher war, als bei dem zuvor durchgeführten Versuch mit einer Attrappe. Dieser Versuch sollte sicherstellen, dass das Thermometer in der Lage ist, die Temperatur korrekt zu messen, so lange ein Kontakt zur Wand besteht – selbst wenn es nicht am Metall anliegen sollte.

Sobald sich das neue Gerät als vertrauenswürdig erweist, wird man es bei künftigen Berechnungen mit einbeziehen.

Vergleichende Messwerte beider Thermometer liegen bereits vor und lassen nach Angaben von TEPCO einen korrekten Betrieb wahrscheinlich erscheinen. Während das obere Thermometer um 11:00 Uhr eine Temperatur von 46,1 GradCelsius angab, wurde mit dem neuen 42,6 GradCelsius gemessen.

NRA-Planentwurf mit starken Auswirkungen auf Präfekturen: In einem gestern vorgelegten Entwurf regt die neue Atomaufsicht NRA dazu an, zusätzliche Notfallzentralen außerhalb eines 30-Kilometer-Radius einzurichten, statt wie bislang 20 Kilometer. Auch soll die Einrichtung dieser AKW-Krisenstützpunkte innerhalb eines 5-Kilometer-Radius aus Sicherheitsgründen verboten werden

Symbol: Atomreaktoren in ganz Japan (Grafik: pd)
Folgen der Neuregelung von Atomsicherheitsrichtlinien (Grafik: pd)

Diese Regelung wurde getroffen, nachdem bei der Fukushima-Katastrophe das fünf Kilometer entfernte Gebäude, in dem die provisorische Leitzentrale arbeiten sollte, derart starker Strahlung ausgesetzt war, dass ein Betrieb unmöglich wurde.

Sollten die Richtlinien wie geplant umgesetzt werden, so würde die Zahl der betroffenen Präfekturen und Gemeinden deutlich steigen.

Im Fall der Präfekturen wäre dies ein Anstieg von 15 auf 21.

Bei den sechs neu hinzukommenden Präfekturen handelt es sich um Fukuoka, Gifu, Shiga und Tottori, sowie Toyama und Yamaguchi.

Statt bislang 45, wären zudem 135 Gemeinden von den Neuregelung betroffen. Damit würde die Neuregelung auch eine Hürde für AKW-Neustarts darstellen, da die Kernkraftswerkebtreiber von allen betroffenen Gemeinden das Einverständnis einholen müssten.

Dadurch ergeben sich jedoch auch Herausforderungen für Gemeinden, die nun Katastrophenschutzpläne und Maßnahmen ausarbeiten müssen, die zuvor aufgrund der geltenden Regelung nicht als Risikobereich eines Kernkraftwerks galten.

Insbesondere die Anzahl der Personen, die innerhalb der “Urgent Protective Action Planning Zone” (UPZ), in deren Bereich bei einem Störfall die Evakuierungsaufforderung erfolgt, stellt die Präfekturen und Gemeindeverwaltungen vor neue Probleme.

  • In der Präfektur Ibaraki befinden sich mit der geplanten Neuregelung 930.000 Einwohner in der UPZ des AKW Tokai 2. Allerdings sind die vorhandenen 7.080 Busse der Präfektur nur in der Lage bis zu 240.000 Personen zu transportieren.
  • In der Präfektur Shizuoka beliefe sich die Zahl der Einwohner, die innerhalb der UPZ des AKW Hamaoka leben auf 740.000 Personen. Eine genaue Festlegung der Zone sei hier aufgrund fehlender Angaben der Regierung schwierig, auch müsse ein bereits vorhandener Krisenstützpunkt, dass nur 2,3 Kilometer vom AKW entfernt liegt, verlegt werden.
  • In der Präfektur Kyoto hat man aufgrund der räumlichen Nähe zum 4,4 Kilometer entfernt liegenden AKW Takahama (Präf. Fukui) bereits Katastrophenschutzmaßnahmen unter Berücksichtigung der UPZ getroffen, jedoch gleichzeitig verärgert über die Verzögerungen bei der Aushändigung benötigter Daten der Regierung.Insbesondere die Stadt Kyoto, die in der UPZ des AKW Oi (Präf. Fukui) liegt, hatte im März einen provisorischen Plan entworfen und am 1. September Dosimetertests an Personen in der Nähe der Zone durchgeführt.
  • In der Präfektur Shiga, die lediglich in 13 Kilometern Entfernung zum AKW Tsuruga (Präf. Fukui) liegt, war in der bisherigen Regelung nicht dafür vorgesehen, Daten des SPEEDI-Systems zu nutzen und daher auf eigene Berechnungen angewiesen, die ein Gebiet von 43 Kilometern um das AKW als UPZ ausgewiesen hatten.

Weitere Maßnahmen die sich in dem Entwurf finden, ist die Ausweitung der Evakuierungszonen von bislang 10 auf 30 Kilometer. Personen die in einem Umkreis von fünf Kilometern leben, müssen bei einem ernsten Störfall sofort das Gebiet verlassen und evakuiert werden.

Auch sollten die Jodtabletten, die im Krisenfall zum Schutz der Schilddrüse dienen, bereits im Voraus in den potentiell betroffenen Haushalten vorrätig sein. Zuvor hatten die Regelung eine Ausgabe erst nach einer Reaktorkatastrophe vorgesehen, was im Fall des AKW Fukushima zu einer langsamen Auslieferung geführt hatte.

Als Beleg für die Wirksamkeit guter Katastrophenprävention nennt der Bericht das so genannte „Kamaishi-Wunder“, bei dem beständige Katastrophenübungen und die Vermittlung notwendiger Kenntnisse es fast allen Schülern in der Stadt Kamaishi (Präf. Iwate) gelungen war, dem todbringenden Tsunami des Tohoku-Erdbebens zu entkommen.

Die NRA will den Bericht mit den neuen Richtlinien, die etwa 450 Seiten umfassen sollen, noch bis Ende des Monats ausarbeiten und dabei auch die Meinung der betroffenen Verwaltungen einholen. Das Material soll dann den Teilnehmern eines Internationalen Katastrophenschutztreffens in Sendai (Präf. Miyagi) vorgelegt werden, berichten die NHK und die Nachrichtenagentur jiji, sowie Yomiuri Shimbun und Asahi Shimbun.

Bislang unbekannte Verwerfung möglicherweise für Tohoku-Erdbeben verantwortlich: Ursprünglich waren Wissenschaftler davon ausgegangen, das Erdbeben vom 3/11 und der dadurch ausgelösten Tsunami wären vor allem auf die Bewegung einer tektonischen, sowie einer darüber liegenden Platte zurückzuführen.

Trümmer in Minamisanriku (Foto: youngfield cc-by)
Trümmer in Minamisanriku (Foto: youngfield cc-by)

Dieses Szenario hatte jedoch bislang nicht ausreichend erklärt, wie ein 20 Meter hoher Tsunami entlang der nordöstlichen Küsten der Tohoku-Region hatte entstehen können.

Nun behauptet ein Forscherteam unter Leitung des emeritierten Professors Takashi Nakata, von der Universität Hiroshima, die Lösung gefunden zu haben.

Nach Ansicht der Wissenschaftler habe man eine bislang unbekannte aktive geologische Verwerfung entdeckt, die etwa 500 Kilometer von Norden nach Süden, entlang der Küsten der Präfekturen Iwate bis Ibaraki verlaufe. Diese unterseeische Verwerfung könnte den Tsunami noch verstärkt haben, berichtet die NHK.

Darüber hinaus habe man in anderen Teilen der japanischen Pazifikküste eine Anzahl weiterer Verwerfungen entdeckt. Eben jene Regionen sollen auch von den für die Zukunft erwarteten Großbeben betroffen sein, so dass Professor Nakata zu weiteren Forschungen anregt.

Japans AKW möglicherweise überflüssig: Chefkabinettssekretär Osamu Fujimura sagte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, bei einer Nutzung regenerativer Energien und fortschrittlicher Energiesparmethoden sei es möglich, dass Japans Regierung einen Neustart von Kernkraftwerken als überflüssig ansieht.

Die aktuelle Energiepolitik sieht zwar einen Atomausstieg im Verlauf der 2030er vor, jedoch würden, nachdem ihre Sicherheit durch die NRA bestätigt wurde, bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin Atomkraftwerke eine der Hauptenergiequellen darstellen.

Die Regierung hatte bereits erklärt, man wolle sich nicht in die Entscheidungsfindung zum Neustart einmischen und auch Fujimura sagte, es bestünden derzeit keine Pläne für ein Kabinettstreffen für derartige Entscheidungen. Hierüber berichteten mehrere japanische Medien, darunter die jiji.

The Nuclear Regulation Authority will consider an on-site investigation of possible active faults near a nuclear power plant under construction in Aomori Prefecture.

Kontrolle der NRA am AKW Oma denkbar: Shunichi Tanaka, Vorsitzender der Atomaufsicht NRA stellte am gestrigen Mittwoch klar., man müsse alle Unklarheiten über die mögliche Existenz von aktiven Verwerfungen in der Nähe von Atomanlagen ausräumen. Aus diesem Grund will die Instanz den Betreiber des AKW Oma dazu auffordern, noch einmal entsprechende Überprüfungen durchzuführen.

Außerdem erwäge man, so die Information der NHK, stattdessen eigene Untersuchungen im Bereich des Kernkraftwerks in der Präfektur Aomori anzustellen, da ohnehin sechs weitere Anlagen, darunter des AKW Oi mit Japans einzigen derzeit aktiven Reaktoren, untersucht würden. Die Betreiberfirma bestreitet die Existenz aktiver Verwerfungen unter dem Gelände.

Präfektur Fukushima hielt Geheimtreffen zu gesundheitlichen Folgen ab: Unter Berufung auf ungenannte Quellen, berichtet die Mainichi Shimbun über geheime Treffen der Präfekturverwaltung Fukushima mit einem im Mai gegründeten Expertenausschuss zu gesundheitlichen Folgen der Krise.

Gemeinsam hätten sie Szenarien für  öffentliche Beratungssitzungen entworfen – und dabei schließlich die Ansicht, es bestehe kein kausaler Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und der Reaktorkatastrophe, als Grundlage genutzt.

Ein Mitglied des Gesundheitsbehörde der Präfekturverwaltung behauptet gegenüber der Zeitung derartige Treffen. Diese dienten der Absprache um Widersprüchlichkeiten bei offiziellen Treffen und Angst in der Bevölkerung zu vermeiden. Allerdings seien diese Treffen unangemessen gewesen und würden daher nicht mehr stattfinden.

Der Vorsitzende des beratenden Expertenausschusses, Shunichi Yamashita erklärte, er verstehe das Abhalten vorbereitender Treffen, um über die Ergebnisse von gesundheitlichen Untersuchungen informiert zu werden. Dabei seien keine Entschlüsse gefasst worden, auch würde er sie nicht als geheim bezeichnen.

Die Inhalte der bislang acht offiziellen Sitzungen des Ausschusses, der die Ergebnisse von Untersuchungen beratend kommentierte, wurden größtenteils veröffentlicht, doch nun scheint es so, als ob kurz zuvor jeweils heimlich vorbereitende Gespräche stattgefunden hätten. Alle dabei ausgegebenen Dokumente wurden wieder eingesammelt und das Anfertigen von Notizen war verboten.

Vor dem achten Treffen wurde ein Fall von Schilddrüsenkrebs bei einem Kind in der Präfektur bekannt und in der geheimen Vorbereitungssitzung waren die Mitglieder der gemeinsamen Ansicht, dass kein kausaler Zusammenhang zwischen AKW-Unfall und der Erkrankungen bestehe, so dass eine entsprechende Antwort auf eine derartige Frage formuliert wurde.

Tatsächlich stellte ein Ausschussmitglied wie erwartet die Frage nach einem möglichen Zusammenhang und ein Professor der medizinischen Universität Fukushima bestritt diesen – unter Berufung auf die langen Abstände nach der Tschernobyl-Katastrophe.

Polizei-Großübung vor IWF-Treffen in Tokyo: Am Mittwoch führte die japanische Polizei nach 250 Einsatzübungen seit Beginn des Jahres eine abschließende Übung durch, so dass man sich für das kommende jährliche Treffen der Vertreter des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank gut vorbereitet weiß. 800 Beamte übten die Verhinderung von illegalen Demonstrationen und die Bekämpfung gewalttätiger Proteste.

Während des vom 9. bis 14. Oktober dauernden Ereignisses werden etwa 5.000 Polizeibeamte sowohl am Veranstaltungsort, als auch an Botschaften und Flughäfen im Einsatz sein, meldet die Nachrichtenagenturen Kyodo und jiji.

Japans neuer Justizminister für Durchführung der Todesstrafe: Der von Premierminister Yoshihiko Noda als Justizminister eingesetzte Keishu Tanaka, lehnte gestern einen Vorschlag zur Abschaffung der Todesstrafe ab. Der 74 jährige Tanaka erklärte, nach Meldung der Mainichi Shimbun, Japan sei ein gesetzestreues Land, so dass man getroffene Urteile umsetzen müsse.

Nun könnte er selber juristische, oder zumindest politische Probleme bekommen, hat doch offenbar ein Verwaltungsortsbüro zwischen 2006 und 2009 Spenden eines taiwanesischen Unternehmenseigentümers erhalten, was nach japanischem Recht illegal ist. Trotz der jetzigen Rückzahlungen werden Rücktrittsforderungen laut.

Weitere Territorialverletzung im Senkaku-Streit: China beabsichtigt offenbar, in bewährter Art eines trotzigen Kindes, seine Strategie provokativer Nadelstiche in Form illegaler Schiffsaktionen fortzuführen. Einzelheiten zu den neusten Entwicklungen nun in Kurzmeldungen:

Japans Aussenminister Koichiro Gemba Im Jahr 2011 (Foto: pd)
Japans Aussenminister Koichiro Gemba Im Jahr 2011 (Foto: pd)

Erneut drei chinesische Schiffe in japanischen Gewässern: Dienstag erst hatte China seine letzte Provokation mit vier Schiffen durchgeführt, nun drangen am gestrigen Mittwoch zwischen 12:30 Uhr und 12:50 Uhr trotz Warnungen der Küstenwache erneut drei chinesische Schiffe in japanisches Hoheitsgebiet ein. Ein weiteres Schiff wurde in der Grenzzone gesichtet.

Chinesische Schiffe verlassen japanische Gewässer: Gegen 15:20 Uhr verliessen die Schiffe die japanischen Gewässer. Zuvor hatte lediglich eines der Schiffe auf die Forderungen der japanischen Küstenwache reagiert und seinerseits gefordert, das Küstenwachschiff solle sich aus chinesischem Hoheitsgebiet zurückziehen.

Japan fordert Zurückhaltung und betont Gesprächsbereitschaft: Japans Außenminister Koichiro Gemba drängte gestern auf einer Pressekonferenz die chinesische Seite, sich selbst zurückzunehmen, so dass man friedliche Gespräche führen könne. Er erklärte allerdings auch, trotz enger Handelsbeziehungen,werde Japan sein Eigentum nicht abgeben.

Vier Chinesische Schiffe in Grenzzone gesichtet: Am heutigen Donnerstagmorgen wurden gegen 10:00 Uhr chinesische Patrouillenschiffe in der Grenzzone, nahe Kubajima gesichtet.

Drei dieser Schiffe waren schon am Dienstag und Mittwoch gesichtet worden. Ein taiwanesisches Schiff war bereits gegen 00:45 Uhr in der Nähe von Uotsurijima gesehen worden – hatte das Grenzgebiet jedoch wieder verlassen.

Senkaku-Zeitungsaktion nun auch von Japan geplant: Nachdem die China Daily zuvor ganzseitige Anzeigen mit chinesischer Propaganda zu den Senkaku-Inseln in der New York Times und der Washington Post veröffentlichen liess, werde man ähnliche Schritte erwägen, so Außenminister Gemba in einer gestrigen Pressekonferenz.

China blockiert Lieferung japanischer Zeitungen: Die chinesischen Zollbehörden haben die Einführung, von per Luftfracht gelieferten japanischer Zeitungen unterbunden. Dies ist ein neuer Schritt in Chinas Zensurpolitik, hatte man sich doch bislang damit begnügt, einzelne Artikel zu schwärzen oder gänzlich zu entfernen. Für die Einfuhrbehinderung gab es keine offizielle Begründung.

In den aktuellen Ausgaben waren Berichte über ein Treffen zwischen Jia Qinglin, hochrangiger Vertreter der chinesischen Staatspartei und einer Delegation japanischer Geschäftsmänner und Rechtsanwälte zu finden. In diesen forderte Jia die Japaner zur Anerkennung des Vorhandenseins eines Territorialkonflikts auf.

Chinesische Krawalle führten zu Millionenschäden: Das japanische Unternehmen Aeon, dessen großer Supermarkt in Qingdao (Prov. Shandong) Mitte September von einem fanatischen, chinesischen Mob ausgeplündert und schwer beschädigt wurde, beziffert die Schäden auf 8,9 Millionen US-Dollar. Ende November soll die Wiedereröffnung möglich sein.

Südkorea will halbe Million Dollar für Medienpropaganda ausgeben: Sollte der Antrag bewilligt werden, so wird Südkorea mit Hilfe weltweit bekannter PR-Agenturen und Dokumentarfilmer sowohl national, als auch international Zeitungsanzeigen und Fernsehpropaganda verbreiten. Bereits jetzt werden 350.000 Broschüren verteilt und die Erstellung von propagandistischen Webseiten in zehn Sprachen ist ebenfalls geplant. Angesichts der politischen Lage wären auch sie ein lohnendes Ziel für nationalistische chinesische Internetkriminelle, die sich bislang mit Angriffen auf japanische Webseiten beschäftigten

China boykottiert IWF-Treffen: Mehrere chinesische Banken in Staatsbesitz haben ihre geplante Teilnahme am Jahrestreffen der Vertreter des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank für kommende Woche in Tokyo abgesagt.

IWF ruft China und Japan zu Toleranz auf: Die geschäftsführende Direktorin des IWF,  Christine Lagarde, sagte am Dienstag, die Koexistenz mit Nachbarn setze ein gewisses Maß an Toleranz voraus. Beide Staaten dürften sich nicht von territorialen Differenzen stören lassen, da sie entscheidende Wirtschaftskräfte darstellten.

2 KOMMENTARE

  1. Sicherlich nur ein Tippfehler: Das AKW Takahama befindet sich in der Präfektur Fukui, nicht Fukushima.

    • Hallo qgy,

      sieht ganz so aus, als hätten wir uns doch mal einen Brückentag zur Erholung gönnen sollen. Vielen Dank für den Hinweis.

      Die Redaktion.

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