Start Aktuelles Japan aktuell: NRA sieht keine Erdbebenschäden an Fukushima-Kühlsystem

Japan aktuell: NRA sieht keine Erdbebenschäden an Fukushima-Kühlsystem

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Die Reaktoren 1 und 1 des AKW Fukushima (Foto: TEPCO)
Die Fukushima-Reaktoren 1 und 2 am 6. Mai 2011 (Foto: TEPCO)
Die Reaktoren 1 und 1 des AKW Fukushima (Foto: TEPCO)
Die Fukushima-Reaktoren 1 und 2 am 6. Mai 2011 (Foto: TEPCO)

Neue Einschätzungen die zum AKW Fukushima heute vorliegen, könnten möglicherweise die Zukunft der Atomenergie in Japan beeinflussen.

Daneben präsentiert der Betreiber der Anlage in Fukushima aktuell auch eine mögliche Erklärung für bislang ungeklärte Kontamination von Arbeitern.

Weitere Fukushima News wie gewohnt im Spreadnews Japan-Ticker vom 30. August 2013.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • NRA sieht keine Erdbebenschäden an Fukushima-Kühlsystem
  • TEPCO erklärt Arbeiterkontamination vor Hauptgebäude
  • Daten der Fukushima-Arbeiter im Juli 2013

NRA sieht keine Erdbebenschäden an Fukushima-Kühlsystem: Als Reaktion auf eine Anfrage veröffentlichte Japans Atomaufsichtsbehörde NRA auf einem Treffen am heutigen Freitag einen vorläufigen Zwischenbericht, der sich vor allem mit der Frage befasst, ob das Kühlsystem von Reaktor 1 bereits durch das Tohoku-Erdbeben 2011 beschädigt wurde.

Gegenstand der Diskussion ist eine Wasserpfütze, die bereits kurz nach dem Erdbeben im März 2011 von Arbeitern im vierten Stock der Anlage entdeckt worden war. Ein Bericht des parlamentarischen Untersuchungsausschusses kommt zu dem Schluss, das Wasser könnte aus dem Kühlsystem stammen, wenn es durch das Erdbeben maßgeblich beschädigt wurde.

Die genauen Umstände zu ermitteln, könnte für alle Atomreaktoren des Landes von Bedeutung sein. Sollte das Kühlsystem tatsächlich bereits durch Erdbebenschäden derart kritisch getroffen worden sein, würde dies unter Umständen zu einer zwangsweisen Stilllegung aller Reaktoren in Japan führen.

Allerdings kommt die Atomaufsicht in ihrem jetzigen Entwurf zu dem Schluss, dass das Wasser aus einem Abklingbecken stamme, das bei dem Erdbeben übergelaufen war.

Für diese Ansicht spricht nach Angaben der NRA sprechen die Zeugenaussagen zur Fließrichtung des Wassers, sowie der Umstand, dass Kühlwasser durch die Hitze als Dampf ausgetreten wäre und nicht in flüssiger Form.

Dennoch zeigte sich einer der anwesenden Experten auf dem Treffen nicht überzeugt. Ohne eine genaue Untersuchungen der Rohrleitungen sei es verfrüht, relevante Schäden an der Kühlanlage auszuschließen.

Nach Angaben der NHK deutete auch Kommissionsmitglied Toyoshi Fuketa an, die Behörde werde die möglichen Folgen des Erdbebens weiter studieren.

TEPCO erklärt Arbeiterkontamination vor Hauptgebäude: Die Umstände der Kontamination von insgesamt 12 Arbeitern, die beim Aufenthalt vor dem erdbebensicheren Hauptgebäude radioaktiv kontaminiert worden waren, sind nach Angaben von TEPCO nun offenbar geklärt.

AKW Fukushima: Vernebler am 12. August 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Vernebler war nicht Ursache der Kontamination (Foto: TEPCO)

Zunächst war man davon ausgegangen, dass zehn Angestellte, die am 12. August 2013 auf den Bus gewartet hatten, durch den Wasserdunst zur Abkühlung der Arbeiter kontaminiert wurden (Spreadnews berichtete am selben Tag).

Nun scheint, als habe es, ebenso wie im Fall von zwei weiteren Arbeitern am 19. August, eine andere Ursache gegeben.

Nach den neuen Erkenntnissen von TEPCO war sowohl der Alarm wegen erhöhter Radioaktivität in der Luft, als auch die Kontamination der Arbeiter auf Staub zurückzuführen, der durch die Entfernung von Trümmern  vom Dach am Reaktor 3 aufgewirbelt worden war.

Den entscheidenden Hinweis hatten offenbar herabgefallene Trümmerstücke gegeben, die den Staub aufgewirbelt haben könnten. Auch habe sich die zweite Kontamination ereignet, ohne dass der Vernebler, der zuvor als Quelle der Kontamination galt, in Betrieb war.

Als Gegenmaßnahmen sollen die abgegrenzten Bereiche um derartige Baustellen vergrößert werden und der Eingang zum erdbebensicheren Hauptgebäude durch Planen abgedeckt werden. Das berichtet die NHK.

Daten der Fukushima-Arbeiter im Juli 2013: Am heutigen Freitag übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales für den Juli 2013.

AKW Fukushima: Arbeiter in Reaktor 2 am 19. Mai 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Arbeiter in Reaktor 2 am 19. Mai 2011 (Foto: TEPCO)

Nach Angaben von TEPCO , waren im Juli 2013 insgesamt 390 Arbeitskräfte für das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi neu eingestellt worden.

Die maximale Strahlungsbelastung lag bei 14.68 Millisievert.

Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden keine signifikanten Werte festgestellt.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende August befassen wird, soll gegen Ende September eingereicht werden.

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