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Japan aktuell: Pannen mit Pumpen am AKW Fukushima

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Entsalzungseinheit am AKW Fukushima - 09. November 2011 (Foto: TEPCO)
Entsalzungseinheit am AKW Fukushima - 09. November 2011 (Foto: TEPCO)
Entsalzungseinheit am AKW Fukushima - 09. November 2011 (Foto: TEPCO)
Entsalzungseinheit am AKW Fukushima - 09. November 2011 (Foto: TEPCO)

Pleiten, Pech und Pannen um Pumpen und Entsalzung, könnte man die jüngsten Meldungen des Energiekonzerns TEPCO zur Situation, wie sie sich am AKW Fukushima aktuell darstellt, zusammenfassen.

Das erneut ein Wundermittel gefunden wurde, mit dessen Hilfe die Dekontamination angeblich verbessert werden könnte, kompensiert diese Mängel auch nicht – zumal auch in diesem Fall die Lagerung des Materials ungeklärt wäre. Somit keine positiven Fukushima News, sondern weiterhin eher ernüchternde Meldungen – im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. November 2011.

Probleme mit Pumpen am AKW Fukushima: Bereits am 18. November war es am Abend zu einem Alarm gekommen, der vor hohem Druck des bereits behandelten Wassers warnte. In Folge stoppte eine Entsalzungseinheit, da sich eine Hochdruckpumpe und eine Druckerhöhungspumpe automatisch abschalteten. Auf die Zuführung von Wasser zum Reaktor habe dies jedoch keinen Einfluss gehabt, da es noch ausreichend Frischwasservorräte gebe.

Am 22. November überprüfte man die Einheit von außen und stellte nach Angaben von TEPCO keine Anomalien fest. Daher wurde das Wasser durch eine Ablaufleitung entfernt, der Alarm zurückgestellt und die Einheit neu gestartet. Trotz der Kontrolle wurde jedoch am 23. November erneut Alarm ausgelöst, der auf hohen Druck des behandelten Wassers hinwies. Auch diesmal hielt die Einheit automatisch. Die Ursache werde nun untersucht –  einen Einfluss auf die Wasserversorgung des Reaktors habe der erneute Zwischenfall jedoch nicht gehabt.

Doch damit nicht genug, gab es heute weitere Pannen: Nachdem man die Einheiten einer Entsalzungsanlage gestartet hatte, um zu überprüfen, ob das Wasser wie vorgesehen fliesst, wurde festgestellt, dass am Ausgangsende die Rohrleitung gebrochen war und dort bereits behandeltes Wasser leckte. Die Anlagen wurde sofort abgestellt. An den Einheiten der Anlage wurden 14 bzw. 15 Liter ausgetretenes Wasser entdeckt. Mittlerweile läuft dort jedoch kein Wasser mehr aus. Einen Einfluss auf die Reaktoren bestehe nicht, da die übrigen Entsalzungsanlagen weiterhin laufen und genug Wasser vorrätig sei.

Nadel-Sumpfbinse könnte bei Dekontamination helfen: Eine Pflanze die auf den lateinischen Namen Eleocharis acicularis hört, könnte nach Ansicht eines Professors für Biologie an der Universität Ehime dabei helfen, die Dekontamination zu erleichtern.

Bei Versuchen in Koriyama (Präf. Fukushima), die Teil der Wiederaufbaubemühungen sind, wurden insgesamt fünf Kilo der Pflanze, die dafür bekannt ist Schwermetalle wie Cadmium aufzunehmen, in Behälter mit Erdreich gepflanzt, die eine Belastung von 3.800 Becquerel pro Kilogramm aufwies.  Die Binse nahm ein Maximum von 1.071 Becquerel an radioaktivem Cäsium auf, berichtet die Asahi Shimbun. Aufgrund der schnellen Absorption hofft man eine brauchbare Unterstützung für die Dekontamination gefunden zu haben.

Giftgas-Sekte hätte Regierung gefährden können: Nach Einschätzung von Tatsuo Kainaka (71) damaliger stellvertretender Staatsanwalt in den Aum-Prozessen,  hätte die Sekte noch größeren Schaden anrichten können, erklärte er gegenüber der Yomiuri Shimbun.

So sei etwa ein Sarinattacke aus der Luft auf einen Stadtteil von Tokyo und den Kaiserpalast geplant gewesen, um dann im Durcheinander mit automatischen Waffen die Regierungsgewalt an sich zu reissen. Sowohl Helikopter-Anmietung als auch der Bau automatischer Waffen und das entsprechende Training seien bereits im Gange gewesen.

Im weiteren Verlauf des Interviews berichtete Kainaka über fehlende oder ungenaue gesetzliche Regelungen, sowie zu langsame Informationssammlung über die Aktivitäten der Sekte. Auch hätte das U-Bahn Attentat eventuell verhindert werden können, wenn man auf das Angebot eines fünf Jahre zuvor zum Tode verurteilten Sektenmitglieds, gegen eine Strafmilderung weitere Informationen zu geben, hätte zurückgreifen können – allerdings existierte eine entsprechende Regelung nicht im japanischen Rechtssystem.

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