Start Aktuelles Japan Aktuell: Radioaktive Belastung des Trinkwassers und Rauchentwicklung

Japan Aktuell: Radioaktive Belastung des Trinkwassers und Rauchentwicklung

797
0
TEILEN

Die Probleme um das stark beschädigte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan reißen nicht ab. Nachdem in der bisherigen Akutphase vor allem über die Möglichkeit einer Kernschmelze im Mittelpunkt des Medieninteresses lag, wird nun im weiteren Verlauf immer deutlicher, dass bereits jetzt erste Anzeichen der langfristigen Folgen für Mensch und Umwelt zu sehen sind.

Verbote aufgrund von Radioaktivität in Lebensmitteln: Die Berichte über teils stark radioaktiv belastete Lebensmittel mehren sich und auch die Warnungen vor einer Gesundheitsgefahr nehmen zu.

Hieß es zunächst, es werde vom Verzehr von Milch aus den bereits jetzt von der Strahlung betroffenen Gebieten lediglich abgeraten, existiert seit heute ein Verbot zum Vertrieb von Milch aus Fukushima von Frischmilch aus der Präfektur Fukushima, als auch von Spinat aus mehreren nahe gelegenen Präfekturen.

Warnung vor Radioaktivität im Trinkwasser: Für die Bewohner des Dorfes Iitate, das innerhalb der 30km Zone um das AKW Fukushima liegt, wurde eine Warnung vor Trinkwasser erlassen.

In einer Meldung um 8:40 MEZ wurde berichtet, auch das Leitungswasser des Dorfes sei in sehr hohem Maße von radioaktivem Jod belastet, dessen Wert von 965 Becquerel Jod pro Liter deutlich den gesetzlichen Grenzwert von 300 Becquerel übersteigt.

Rauch aus Atomkraftwerken: Während die japanische Atomsicherheitsbehörde gegen 11:30 unserer Zeit meldete, der zunächst festgestellte Rauch über Reaktor 2 sei verflogen,  folgte kurz darauf die Information, stattdessen trete nun Rauch aus Reaktor 3 aus.

Aufgrund des Rauches aus Reaktor 3 wurden Arbeiter von dort abgezogen. Zwischenzeitlich soll nun Rauch aus beiden Reaktoren aufsteigen, dessen Ursache bislang unklar ist.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here