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Japan aktuell: Radioaktivität in Grundwasser von AKW Fukushima nachgewiesen

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AKW Fukushima: Blick bei IAEA-Tour auf unterirdische Lagertanks am 17. Aprill 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Blick auf Lagertanks bei IAEA-Tour am 17. Aprill 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Blick bei IAEA-Tour auf unterirdische Lagertanks am 17. Aprill 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Blick bei IAEA-Tour auf unterirdische Lagertanks am 17. April 2013 (Foto: TEPCO)

Mit dem Beginn der „Goldenen Woche“ am Samstag, startete Japan in eine der großen Reiseperioden des Landes.

Die am AKW Fukushima aktuell nachgewiesene radioaktive Kontamination von Grundwasser fällt zwar weniger groß aus, bietet jedoch erneut einigen Stoff für Spekulationen über die Sicherheit der Anlage.

Doch bleibt die Situation in Fukushima heute nicht das einzige Thema, denn Naturkatastrophen bedrohen auch andere Strukturen. Somit neben den Fukushima News weitere Informationen, wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. April 2013.

Unsere Meldungen zu Wochenbeginn:

  • Radioaktivität in Grundwasser von AKW Fukushima
  • Weitere Regierungshilfen für TEPCO
  • Tokyo ergreift Maßnahmen gegen Brandgefahr bei Großbeben
  • Bürger missachteten Erdbebenwarnungen
  • Nach Senkaku nun auch Nördliche Territorien wieder Thema
    • Weiterer Minister besucht Yasukuni
    • Russische Flugzeuge nahe japanischem Luftraum
    • Japan und Russland für Territorialgespräche
    • Drei chinesische Schiffe nahe Senkaku

Radioaktivität in Grundwasser von Fukushima: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO am Samstag mitteilte, wurde in einigen Wasserproben, die an 13 Kontrollpunkten im Bereich der unterirdischen Lagertanks auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi entnommen worden waren, geringe Mengen radioaktiver Substanzen im Grundwasser nachgewiesen

Messungen am Freitag hatten geringe Mengen radioaktive Substanzen, darunter Strontium, mit Werten zwischen 0,03 und 0,048 Becquerel pro Milliliter, im Grundwasser ergeben.

Es ist nach Angaben von TEPCO unklar, ob der Fund in Zusammenhang mit den Lecks in den Lagertanks stehen, da die Menge so gering sei, dass sie innerhalb der Spanne normaler Schwankungen liege. Über den Fund berichteten etwa NHK und jiji.

Weitere Regierungshilfen für TEPCO: Premierminister Shinzo Abe erklärte, die Regierung werde ihre Anstrengungen, den Kraftwerksbetreiber bei den Entschädigungszahlungen an betroffene Bürger zu unterstützen, fortsetzen und dem Unternehmen auch weitere Hilfen zukommen lassen. Auf einer Pressekonferenz erklärte Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga, die Regierung sei zur Mobilisierung weiterer Finanzmittel für das Unternehmen bereit.

Tokyo ergreift Maßnahmen gegen Brandgefahr bei Großbeben: Auch wenn die Skyline von Japans Hauptstadt es nicht vermuten lassen würde, besteht in Tokyo auf einer Gesamtfläche von 620 Quadratkilometern eine besonders hohe Brandgefahr bei Erdbeben, da in den 23 Bezirken der Stadt nach wie vor alte Holzhäuser zu finden sind.

Altes Holzhaus (Foto: KJ)
Altes Holzhaus: Brandgefahr in Japans Städten (Foto: KJ)

Bereits im vergangenen Jahr hatte man insgesamt vier Quadratkilometer in 12 Gebieten als Sonderzonen bestimmt, die wirtschaftliche Erleichterungen erhalten, damit dies einen Anreiz für die Durchführung von Brandschutzmaßnahmen, oder den Abriss von Holzgebäuden darstellt. Nun sollen im Fiskaljahr 2013 weitere Sonderbeiche folgen.

Der Brandschutz hat nicht zuletzt aufgrund einer Katastrophenkalkulation aus dem Vorjahr besondere Bedeutung. Damals war man zu dem Schluss gekommen, dass ein Erdbeben der Magnitude 7,3 und einem Epizentrum im Norden der Bucht von Tokyo, insgesamt 9.700 Menschenleben fordern würde – 4.100 der Todesfälle wären dann auf Brände zurückzuführen, berichtet die jiji.

Bürger missachteten Erdbebenwarnungen: Im Rahmen einer vier Tage dauernden Online-Umfrage unter 2.000 Einwohnern von 16 Präfekturen in Westjapan, das vor zwei Wochen von einem starken Erdbeben getroffen worden war, stellte die Wetterbehörde fest, das weniger als die Hälfte der Einwohner auf Frühwarnungen reagiert hatte.

Etwa 70 Prozent befragt, sie hätten die Frühwarnung vor dem Awaji-Erdbeben der Magnitude 6,3 durch Fernsehen oder den SMS-Warndienst erhalten, jedoch gingen nur 45,8 Prozent davon aus, dass das Erdbeben sich tatsächlich ereignen würde. Das berichtet die NHK.

Zu den getroffenen Selbstschutzmaßnahmen befrag,t gaben nur ein paar Prozent an, Schutz unter einem Tisch gesucht, oder den Kopf mit einem Kissen geschützt zu haben. Bei dem Erdbeben am 13. April waren 33 Personen verletzt und mehrere Gebäude beschädigt worden. Nun müsse den Menschen offenbar die Bedeutung des Frühwarnsystems besser vermittelt werden.

Im Fall des für die nahe Zukunft erwarteten Nankai-Großbebens könnte eine derartige Nachlässigkeit die Zahl der Opfer noch erhöhen.

Nach Senkaku nun auch Nördliche Territorien wieder Thema: Während China und Südkorea gereizt auf die innenpolitischen Aktionen Japans reagieren, das seinerseits Dialogbereitschaft fordert, signalisiert zumindest Russland, das ebenfalls noch japanische Ansprüche ablehnt, deutlicheren Willen zu Gesprächen. Die aktuellen Meldungen für Sie zusammengefasst:

Von Russland besetzt: Insel Araido mit Vulkan Oyakoba (Foto: pd)
Von Russland besetzt: Insel Araido mit Vulkan Oyakoba (Foto: pd)

Weiterer Minister besucht Yasukuni: Mit Tomomi Inada, besuchte am Sonntag ein weiterer Minister des Kabinetts von Premierminister Abe den umstrittenen Yasukuni-Schrein, der den Kriegstoten gewidmet ist und auch Personen die nach dem Zweiten Weltkrieg von den US-Besatzern als Kriegsverbrecher hingerichtet wurden, in Form shintoistischer Götter verehrt werden.

Russische Flugzeuge nahe japanischem Luftraum: Am Samstag stiegen zwei Kampfjets der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte auf, als sich zwei russische Maschinen über das japanische Meer näherten, bevor sie nach einigen Manövern umkehrten. Japanisches Hoheitsgebiet wurde nicht verletzt.

Japan und Russland für Territorialgespräche: Russlands Präsident Wladimir Putin und Japans Premierminister Shinzo Abe, werden bei dessen Besuch in Moskau die Wiederaufnahme der Gespräche um Japans nördliche Territorien und Bemühungen um die Schaffung eines Friedensvertrags bekannt geben. Seit 1945 besteht lediglich ein Waffenstillstandsabkommen.

Drei chinesische Schiffe nahe Senkaku: Am heutigen Montag wurden drei chinesische Schiffe beobachtet, die sich in der Nähe der Senkaku, jedoch außerhalb japanischer Gewässer befanden. Es ist der zehnte Tag in Folge, an dem Chinas Schiffe dort gesichtet werden.

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