Start Aktuelles Japan aktuell: Regierung bestätigt Kernschmelze in Fukushima

Japan aktuell: Regierung bestätigt Kernschmelze in Fukushima

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Während vielerorts die aktuelle Politik im Inland im Mittelpunkt des Interesses steht, berichtet Spreadnews weiterhin über die Entwicklung der Lage im stark in Mitleidenschaft gezogenen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im Norden der Hauptinsel Honshu.

00:00 Morgen ist Spreadnews wieder mit den aktuellen Informationen zur Lage in Japan wieder da – ohne überflüssige Sensationsmeldungen doch stets auf dem aktuellen Stand. Kommen Sie gut durch die Nacht.

18:43 Französische Firmen zur Hilfe bereit: Hatte der französische Stromkonzern EDF zunächst Roboter und technisches Material geliefert, schickt der Atomkonzern Areva jetzt zwei Experten nach Japan. Damit entsprechen sie einer zuvor geäußerten Bitte des Fukushima-Betreibers TEPCO.

17:46 Schaden an Brennstäben vermutet: Der Fund von Plutonium legt eine Beschädigung der Brennstäbe nahe, so die japanische Atomaufsicht.

17:37 Spuren von Xenon-133 in Südkorea: In der Atmosphäre des Landes sind im Nordosten winzige Mengen des radioaktiven Isotops des gleichnamigen Edelgases entdeckt worden, es besteht jedoch aufgrund der geringen Konzentration keine Gesundheitsgefahr.

17:36 Herkunft der Plutonium-Spuren bislang unbekannt: Die Überwachung der Anlage wurde nach dem Fund von Plutoniumspuren in der Erde verschärft, noch ist unklar aus welchem Reaktor es stammt

17:20 Plutonium außerhalb des Kraftwerks entdeckt: Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo wurde das extrem giftige, radioaktive Schwermetall Plutonium an fünf Stellen im Erdreich nachgewiesen. Es ist Bestandteil der eingelagerten MOX-Brennstäbe in Reaktor 3.

16:17 Japans Sozialministerium will Waisen helfen: Das japanische Sozialministerium will unter Mithilfe von 400 Experten den Waisen und Halbwaisen des Unglücks helfen und nach Pflegeeltern sowie Kinderheimen suchen.

16:00 Warnung der Regierung vor Rückkehr in die Evakuierungszone Die japanische Regierung warnt erneut davor, in die 20km Evakuierungszone um das Kernkraftwerk zurückzukehren. Besonders ältere Menschen sind wieder auf dem Weg in Städte und Dörfer, da sie ihre Häuser nicht aufgeben wollen.

15:10 Tunnel mit radioaktivem Wasser: Möglicherweise ist stark radioaktives Wasser durch einen Wartungstunnel aus dem Trakt von Reaktor 2 hinaus gelangt. Trotz Küstennähe, habe man keine höheren Werte im Meer festgestellt. Messwerte im Tunnel hätten eine Radioaktivität von 1000 Millisievert ergeben – die gleiche Konzentration wie beim ausgetretenen Wasser im Turbinengebäude von Reaktor 2..

13:41 Deutsche Bundesregierung schätzt Schäden ein: Nach Ansicht des Bundesumweltministeriums sind in den Reaktoren 1,2 und 3 die Brennstäbe selbst beschädigt, in Reaktor 4 gebe es vermutlich Schäden am Abklingbecken. Grundlage für diese Einschätzungen sind Angaben der IAEO und der Gesellschaft für Reaktorsicherheit.

13:30 Rückkehr in die Gefahrenzone: Noch ist die Gefahr im Gebiet um das AKW Fukushima nicht gebannt, da kehren vor allem ältere Japaner aus Sorge um ihr Hab und Gut aus den Notunterkünften zurück in die Gefahrenzone.

12:30 TEPCO wendet sich an Unternehmen in Frankreich: Zur Unterstützung bittet der Betreiber der Anlage in Fukushima nun französische Firmen wie Areva und EDF um Hilfe.

11:14 Weiterer Strahlungsanstieg: Die Belastung mit Radioaktivität im Atomkraft Fukushima steigt. Im Reaktor 2 wurden bis zu 1000 Millisievert pro Stunde gemessen.

9:10 Verbot von Regenwasser zur Trinkwassergewinnung: Landesweit dürfen Wasseraufbereitungsanlagen nicht mehr auf Wasser aus natürlichen Quellen wie etwa Regen und Flüssen zurückgreifen, um eine Kontamination mit Radioaktivität auszuschließen. Entsprechende Auffangbecken müssen abgedeckt werden, so eine Order des Gesundheitsministeriums.

09:29 Eine Kernschmelze fand bereits statt: Vermutlich war es bereits kurz nach dem Zwischenfall am 11. März 2011 zu einer ersten Kernschmelze gekommen, räumte Regierungssprecher Yukio Edano ein. Dies meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Dennoch wird der Kampf gegen weitere Schäden fortgeführt.

5:26: Regierung: Teilweise Kernschmelze in Reaktor 2: Regierungssprecher Yukio Edano erklärte, aufgrund der hohen Radioaktivität des im Turbinengebäude von Reaktor zwei festgestellten Wassers gehen man gegenwärtig davon aus, dass dort eine „teilweise“ bzw „zeitweise Kernschmelze“ eingesetzt habe.

3:52: Versuchter Einsatz elektrischer Kühlpumpen: Um eine konstantere Kühlung zu erreichen, versucht man vor Ort auf elektrische Pumpen umzusteigen. Diese sollen dann Süßwasser in die Druckbehälter der Reaktoren pumpen. In Reaktor 2 sei dies bereits erfolgreich durchgeführt worden.

03:19 Erdbebenstärke abgestuft: Zwischenzeitlich wurde die Stärke der Erdbebens leicht herabgestuft, man spricht nun von einem Beben der Stärke 6,1. Auch die Tsunami-Warnung wurde im weiteren Verlauf wieder aufgehoben

01:28 Keine Berichte über Schäden: Bislang gibt es keine Berichte über schwere Schäden oder Verletzte, die Höhe der Tsunami-Welle werde weniger als einen Meter ausfallen, so die Prognose.

00:58 Schweres Erdbeben mit Tsunami-Warnung: Ein Erdbeben der Stärke 6,5, dessen Epizentrum 163 Kilometer von Fukushima lag, führte am Montagmorgen zu einer Tsunami-Warnung der japanischen Regierung