Start Aktuelles Japan aktuell: Reis aus Fukushima überschreitet Grenzwert

Japan aktuell: Reis aus Fukushima überschreitet Grenzwert

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Eine Reis-Rispe
Erstmals Testanbau von Reis in einstiger Sperrgebietsgemeinde Tonioka (Symbolfoto: pd)
Eine Reis-Rispe
Hohe Radioaktivität in Reis aus Fukushima (Foto: public domain)

Nachdem sich Viehzüchter aus der Präfektur Fukushima weigerten ihre  Tiere zu schlachten, sondern stattdessen anboten, sie weiter zu füttern und für Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen (spreadnews berichtete am 7. November) kommt man nun offenbar auf das Angebot zurück. Weitere Informationen aus Japan, insbesondere natürlich zu den Folgen der Naturkatastrophen und Auswirkungen die Fukushima aktuell immer noch hat, wie üblich als Teil der täglichen Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. November 2011.

Grenzwertüberschreitung bei Reis aus Fukushima: Wie die Nachrichtenagentur jiji berichtet, hat in der Präfektur Fukushima geernteter Reis den Grenzwert von 500 Becquerel pro Kilogramm Reis überschritten. Bei einer Überprüfung waren 640 Becquerel pro Kilogramm nachgewiesen worden. Insgesamt sollen bislang 840 Kilogramm Reis geerntet worden sein. Allerdings wird auch in diesem Fall beruhigt, der Reis sei noch nicht in den Handel gelangt.

Tenno bleibt mit hohem Fieber in Klinik: Die Bronchitis des Tenno ist möglicherweise gravierender als gedacht. Der Herrscher war vor etwa einer Woche in die Klinik gebracht worden, nachdem eine zunächst diagnostizierte Erkältung als Bronchitis herausgestellt hatte.  War nach einer Besserung zunächst eine Rückkehr in die Ämter am 11. November vorgesehen, so musste etwa gestern Prinz Akishino, jüngerer Sohn des Tenno, dessen administrative Aufgaben beim Empfang von Preisträgern übernehmen, da dessen sonstiger Stellvertreter Kronprinz Naruhito die Präfektur Nagano besuchte.

Der Tenno habe nun Fieber bis zu 39°C teilte das kaiserliche Hofamt mit. Selbst wenn es ihm möglich sein sollte Ende kommender Woche das Krankenhaus zu verlassen, so werde er sich noch bis Ende des Monats schonen, erklärte der medizinische Leiter des Hofamtes. Die Entscheidung zum weiteren Klinikaufenthalt war getroffen worden, als am Morgen des 11. November das zuvor erfolgreich gesenkte Fieber über 37°C anstieg und sich auch der Husten verschlechterte. Mittlerweile wurden aufgrund der Hartnäckigkeit der Erkrankung die Antbiotika gewechselt. Das berichten unter anderem die Asahi Shimbun und die Nachrichtenagentur jiji.

Neuer Fall anonymer Spenden durch fiktiven Charakter: Seitdem im Dezember 2010 ein Unbekannter der nach dem Charakter einer Manga-Serie „Tiger Mask“ genannt wird, damit begann, anonym Schulranzen und sonstigen Schulbedarf in Maebashi (Präf. Gunma) zu spenden, kommt es immer wieder zu Geld- und Sachspenden die unter dem Pseudonym populärer, meist aus Animationsfilmen stammender Personen abgegeben werden.

Nun wurde eine Einrichtung in Muroran (Präf. Hokkaido) die sich um Kinder kümmert die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren Eltern leben können (etwa aufgrund von Misshandlungen) mit einer Spende von einer Million Yen beglückt. In diesem Fall wies sich der Unbekannte in einem Begleitschreiben als TV-Superheld Ultra Seven aus und nannte Beispiele, wie das Geld genutzt werden könne.

Der Mainichi Shimbun zufolge, bedanke sich die Leitung des Wakasugi Gakuen bei dem Spender und kündigte an, das Geld wie gewünscht für die Kinder zu nutzen, ein Teil werde auch für eine Weihnachtsfeier verwendet werden, die für die 33 Kinder ausgerichtet werden soll.

Letzte Prozesse um Giftgas-Sekte: Die letzten Urteile im Fall der international fälschlich „Aum-Sekte“ genannten Ōmu Shinrikyō sollen noch im November gesprochen werden. Mitglieder der Sekte hatten 1994 bei einen ersten Anschlag mit dem Kampfstoff Sarin sieben Menschen getötet, bei einem weiteren Anschlag 1995 auf die U-Bahn von Japans Hauptstadt Tokyo waren 13 Menschen gestorben. Zudem wurden mehrere Morde an Gegner des Kults verübt. Die endgültige Entscheidung über die Todesstrafe für die Sektenmitglieder Tomomasa Nakagawa and Seiichi Endo werden am 18. beziehungsweise 21. November gesprochen.

Aussagen von Fukushima-Arbeitern vorgestellt: Einige Aussagen der Fukushima-Arbeiter die unmittelbar nach der Katastrophe in der Anlage arbeiteten, verdeutlichen die Umstände die zu diesem Zeitpunkt dort herrschten. Einige dieser Aussagen wurde vom Vizepräsidenten des Betreibers TEPCO, Zengo Aizawa auf einem Symposium an der Universität von Tokyo am 4. November veröffentlicht.

Die Arbeiter berichten von Angst vor elektrischen Schlägen bei nächtlicher Kabelverlegung, da der Tsunami entsprechend viel Wasser hinterlassen habe. Ein Arbeiter berichtet, als er in einem der Reaktorgebäude ein Ventil von Hand öffnen musste, sei die Temperatur durch freiliegende Brennstäbe so hoch gewesen, dass beim Betreten eines Gerüstes seine Schuhsohlen sofort geschmolzen seien.

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