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Japan aktuell: Roboteraufnahmen zeigen leichte Schäden im AKW Fukushima

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Aufnahme des Survey Walker: Schäden an der Ummantelung von Rohren in Reaktor 2 am 19. April 2012 (Foto: TEPCO)
Aufnahme des Roboters: Schäden an der Ummantelung von Rohren am 19. April 2012 (Foto: TEPCO)
Aufnahme des Survey Walker: Schäden an der Ummantelung von Rohren in Reaktor 2 am 19. April 2012 (Foto: TEPCO)
Aufnahme des Roboters: Schäden an der Ummantelung von Rohren am 19. April 2012 (Foto: TEPCO)

Japans Politiker diskutieren über den möglichen Ankauf der auch von China beanspruchten Senkaku-Inseln – und die Fremdenverkehrszentrale JNTO meldet, die Zahl ausländischer Touristen befinde fast wieder auf der Höhe vor dem Tohoku-Erdbeben.

Doch wie sieht es mit Meldungen rund um das AKW Fukushima aktuell aus? TEPCO bietet der Presse weiteres Material des Roboters – und Fotos, die den Fortschritt bei den Aufräumarbeiten auf dem Gelände dokumentieren sollen.

Einzelheiten zu den Fukushima News und Sonstiges kurz vor dem Wochenende – jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. April 2012.

Unsere heutigen Themen:

  • Video-Aufnahmen zeigen leichte Schäden im AKW Fukushima
  • Neustart-Verhandlungen mit Präfekturen Kyoto und Shiga geplant
  • „Cool Biz“-Kampagne wird vorverlegt
  • Erster vollständiger Lichtertest am Tokyo Sky Tree

Video-Aufnahmen zeigen leichte Schäden im AKW Fukushima: Nach den bisherigen Foto-Aufnahmen stellt der Betreiber des AKW Fukushima aktuell auch Videomaterial zur Verfügung, die Aufnahmen aus dem Inneren vo0n Reaktor 2 zeigen. TEPCO erklärte zwar, man habe keine schweren Schäden festgestellt – gänzlich unversehrt zeigt sich die Anlage jedoch nicht.

Aufnahme des Roboters: Schäden an Rohrisolierungen an der Decke am 19. April 2012 (Foto: TEPCO)
Aufnahme des Roboters: Schäden an Rohrisolierungen an der Decke am 19. April 2012 (Foto: TEPCO)

Die Aufnahmen vom 18. April die im Untergeschoss des Reaktors gemacht wurden zeigen etwa, dass Isoliermaterial von an der Decke verlaufenden Rohren im Raum der ringförmig verlaufenden Kondensationskammer  abgeplatzt ist und nun herunterhängt, während Teile des Blechs, das die Isolierung um die Rohre hielt, dort am Boden liegen. Die Strahlung in diesem Torus-Raum habe bis zu 118 Millisievert pro Stunde betragen.

TEPCO-Sprecher Junichi Matsumoto erklärte laut Asahi Shimbun, diese Aufnahmen widerlegen die Theorie einiger Experten, die vermutet hatten, in der Kondensationskammer könnte sich während des Höhepunkts der Krise eine Explosion ereignet haben.

Yukiko Kada, Gouverneurin der Präfektur Shiga, im Jahr 2007 (Foto: pd)
Yukiko Kada, Gouverneurin der Präfektur Shiga, im Jahr 2007 (Foto: pd)

Neustart-Verhandlungen mit Präfekturen Kyoto und Shiga geplant: Mit Seishu Makino,  Vizeminister für Wirtschaft, Handel und Industrie wird sich ein führendes Mitglied des japanischen Industrieministeriums am Montag mit den Gouverneuren der Präfekturen Shiga und Kyoto treffen um über die Pläne zum Neustart der Reaktoren 3 und 4 am AKW Oi in der benachbarten Präfektur Fukui zu unterrichten. Das erklärte Yukio Edano, Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie am heutigen Freitag.

Am Montag wird Makino zunächst die Gouverneurin von  Shiga, Yukiko Kada zu Gesprächen treffen, um dann am Nachmittag mit Keiji Yamada auch den Gouverneur der Präfektur Kyoto um Kooperation für die AKW Neustarts zu ersuchen. Beide hatten zuvor Besorgnis geäußert, da einige Grenzgebiete der Präfekturen nur 30 Kilometer vom AKW Oi entfernt liegen.

Es wird erwartet, dass Edano am Donnerstag  noch einen weiteren Stellvertreter, Mitsuyoshi Yanagisawa, entsenden wird, um Einwohnern vor Ort die Pläne zu erklären. Das berichtet die Nachrichtenagentur jiji.

„Cool Biz“-Kampagne wird vorverlegt: Die im Jahr 2005 in Japan eingeführte Energiesparregelung unter dem Motto „Cool Biz“ sieht vor, in den Sommermonaten die Leistung der omnipräsenten Klimaanlagen zu reduzieren, und Innenräume nur noch auf 28°Celsius herunterzukühlen. Als Kompensation hierzu, ist Angestellten das Tragen legerer Kleidung erlaubt, was meist im Ablegen der Krawatte resultiert.

Seit 2006 beginnt die Energiesparkampagne am 1. Juni und dauert bis zum September. Jetzt soll erstmals der Beginn um einen Monat vorverlegt und die Maßnahma bereits am 1. Mai anlaufen und bis Ende Oktober laufen.Das Umweltministerium erwägt zudem die Durchführung der „Super Cool Biz“ Kampagne ab 1. Juni. Dann dürfen und Sandalen am Arbeitsplatz getragen werden, so die NHK.

Da im Mai alle Atomkraftwerke Japans aufgrund von Sicherheitsfaktoren, oder für reguläre Wartungsarbeiten heruntergefahren sein werden, stellt dies eine Vorbereitung auf die befürchtete Elektrizitätsknappheit dar. Zwar sei die Nutzung der Klimaanlagen im Mai ohnehin gering, man hoffe jedoch, so das Bewusstsein für Energiesparmaßnahmen zu erhöhen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte man die Dauer nach der Katastrophe von Fukushima um zwei Monate verlängert und die „Super Cool Biz“ Kampagne mit der Erlaubnis zum Tragen von Polohemden und Turnschuhen eingeführt.

Tokyo: Blick auf den Tokyo Sky Tee von Asakusa aus (Foto: KJ)
Blick auf den Tokyo Sky Tee von Asakusa aus (Foto: KJ)

Erster vollständiger Lichtertest am Tokyo Sky Tree: Einwohner von Japans Hauptstadt Tokyo konnten gestern Abend gegen 19:00 Uhr bereits einen ersten Eindruck von der Beleuchtung des neuen Wahrzeichens der Stadt, dem Tokyo Sky Tree im Bezirk Sumida erhalten. Der Betreiber des 634 Meter hohen Turms, die Tobu Tower Sky Tree Co. liess den Turm in beiden Verfügbaren Beleuchtungssystemen – blau  und violett – erstrahlen.

Die Spitze soll in verschiedenen Weisstönen erstrahlen und den Berg Fuji repräsentieren, während das blau den nahe gelegenen Fluss Sumida widerspiegeln soll. Die violett-goldene Beleuchtung symbolisiert den traditionellen Farbton Edomurasaki. Beide Farbmuster sollen an den aufeinanderfolgenden Nächten abwechselnd das Gebäude erleuchten.

Das Schauspiel, bei dem erstmals alle 1.995 LEDs genutzt wurden, stellte einen Test der Farben und der Leuchkraft dar und dient als Vorbereitung für die offizielle Eröffnung des Bauwerks am 22. Mai 2012. Das berichten Asahi Shimbun und NHK.

1 KOMMENTAR

  1. Von welchen Akw haben sie die Bilder denn gemacht??????? Ist für mich nicht vorstellbar das diese Bilder von dem deartig zestörten Kraftwerk Daichii stammen.

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