Start Aktuelles Japan aktuell: Schutzmantelpläne für Fukushima und letzte Tests der Dekontaminationsanlage

Japan aktuell: Schutzmantelpläne für Fukushima und letzte Tests der Dekontaminationsanlage

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Tepco: Animationsgrafik zum Schutzmantelbau für Fukushima. Grafik: TEPCO
Animationsgrafik zum Schutzmantelbau für Fukushima. Grafik: TEPCO
Tepco: Animationsgrafik zum Schutzmantelbau für Fukushima. Grafik: TEPCO
Animationsgrafik zum Schutzmantelbau für Fukushima. Grafik: TEPCO

Am heutigen Donnerstag gibt es vor allem weitere Fukushima News – etwa Informationen zum geplanten Bau eines Schutzmantels gegen die austretende Radioaktivität am AKW Fukushima – ein Projekt das ehrgeizig ist und von hohen technischen Kenntnissen zeugt, dessen erhoffte Wirkung jedoch noch unklar ist.

Mehr dazu im aktuellen Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Juni 2011

 

 

Heutige Generalprobe für das Dekontaminationssystem: Heute soll der finale Test des Dekontaminationssystems für radioakives Wasser erfolgen. Sollten beim heutigen Testlauf keine Mängel auftreten, wird das System vermutlich fristgerecht am morgigen Freitag den regulären Betrieb aufnehmen, das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Das fertige System wird aus Komponenten des US-Herstellers Kurion Inc. und der französischen Areva SA bestehen.

Radioaktiver Abfall durch Dekontaminationsanlage: Die französische Areva- Anlage stellt TEPCO vor neue Probleme, fällt doch bei der Dekontamination des Wassers eine riesige Menge hochgradig radioaktiven Schlamms an, den es nach erfolgreicher Klärung zu entsorgen gilt.

Nach Angaben der Mainichi Shimbun sollen bis Jahresende 2000 Kubimeter Schlamm anfallen. Anders als etwa die bislang ins meer geleiteten mengen leicht radioaktiven Wassers, hat der radioaktive Schlamm der Dekontaminationsanlage eine schwere radioaktive Belastung von 100 Millionen Becquerel pro Kubizentimeter.

Fukushima-Arbeiter überschreitet Höchstwert: Bei einem der sechs Männer, bei denen laut einer Meldung vom Montag eine Überschreitung des Höchstwerts von 250 Milisievert wahrscheinlich erscheint, wurde als vorläufiger Wert für interne radioaktive Belastung 240 Milisievert angesetzt, die externe Strahlenbelastung beläuft sich auf etwa 110 Milisievert, so dass die Gesamtbelastung etwa 340 Milisievert betragen dürfte. Das meldet die Nachrichtenagentur Jiji.

Tests der Dekontaminationsanlage: Der Betreiber der Fukushima-Anlage, der Konzern TEPCO zeigt sich mit der Analyse der Ergebnisse des gestrigen Testlaufs zufrieden.

So sei etwa einer Meldung der Nachrichtenagentur Jiji zufolge, durch den Einsatz des Systems des französischen Weltmarkführers für Nukleartechnik, Areva der Anteil von radioaktivem Cäsium-134 bzw Cäsium-137 auf ein Achtzehntausendstel bzw. siebzehntausendstel des ursprünglichen Werts gesenkt worden.

Auch ein System des US-Spezialisten für die Entsorgung radioaktiver Abfälle, Kurion Incorporated wird zur Filterung von Cäsium getestet. Diese soll dann die übrige Dekontaminationsanlage des französischen Herstellers Areva ergänzen und dann neben radioaktivem Material auch Öl und Salz aus dem Wasser filtern.

Informationen zum Schutzmantelbau: Nachdem die Vorbereitungen bereits seit dem 12. Juni laufen, will Tepco am 27. Juni mit Arbeiten zum Bau einer vorläufigen Schutzhülle für Reaktor 1 des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi beginnen. Der Schutzmantel soll nach Angaben des Betreibers aus einem Stahlgerüst mit Platten aus Polyesterfasern bestehen.

Das Stecksystem der Schutzhülle aus 62 Einzelteilen und einem entfernbaren Dach soll ohne gefährlichen Einsatz menschlicher Hilfskräfte vor Ort durch Robotertechnik erfolgen. Es muss jedoch noch ermittelt werden, wie effektiv die Abschirmung der Radioaktivität durch die Polyesterelemente und das Stahlgerät tatsächlich ist.

Bei ausreichender Isolation solle die Idee des Kunststoff-Sargs beibehalten werden und identische Maßnahmen auch an den Reaktoren 3 und 4 des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi erfolgen, so ein Bericht der Asahi Shimbun.

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