Start Aktuelles Japan Aktuell: Schwarzer Rauch in Fukushima und höhere Radioaktivität im Trinkwasser von...

Japan Aktuell: Schwarzer Rauch in Fukushima und höhere Radioaktivität im Trinkwasser von Tokyo

1421
2
TEILEN

Ungeachtet anderer Geschehnisse auf der Welt, ist die Situation in den Nuklearanlagen des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi (Fukushima 1) in Japan aktuell weiterhin ernst, mittlerweile scheint es zu einer erneuten Zuspitzung der Lage vor Ort zu kommen – und deren Auswirkungen  sind längst nicht mehr lediglich auf die Sperrzone um das Reaktorgelände beschränkt. Spreadnews berichtet für Sie in einem Liveticker.

Spreadnews berichtet ab Morgen wieder über die aktuelle Situation der Erdbebenopfer und des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi.

00:00 Nun auch Dampf aus Reaktor 1: Weißer Dampf steigt über den Reaktoren 1, 2 und 4 auf, das zeigen aktuelle Aufnahmen des japanischen Senders NHK. Dies ist das erste Mal, dass auch aus Reaktor 1 Dampf aufsteigt, was für eine Verdunstung von Wasser im Abklingbecken und steigende Temperatur der Brennstäbe hindeuten könnte.

22:40 Stadtverwaltung von Tokyo teilt Wasser aus: Nachdem die Verwaltung von Tokyo davor gewarnt hatte, kleinen Kindern Leitungswasser zu trinken zu geben, da es zu stark radioaktiv belastet sei, hat nun die Verwaltung offiziell damit begonnen, 3,5 Liter Wasserflaschen an die betroffenen 80 000 Haushalte zu verteilen. Auch sollten Hersteller von Mineralwasser ihre Produktion steigern, so die Order.

21:27 Sängerin Gwen Stefani spendet: Neben anderen Sängern die eine Benefiz-CD aufnehmen, beteiligt sich nun auch Gwen Stefani an der Hilfe für die Opfer von Tsunami und Erdbeben – mit einer Spende in Höhe von einer Million US-Dollar. Die Summe soll einer Kinder-Hilfsorganisation zukommen.

20:26 Arbeiter gefährlich verstrahlt: Einer der Arbeiter im Kernkraftwerk Fukushima war nach Angaben der IAEA eine sehr kritische Dosis von Radioaktivität ausgesetzt. Dies erhöhe das Risiko einer Folgekrankung in Form von Krebs.

18:20 IAEA besorgt: Die IAEA schwankt zwischen Hoffnung und Sorge. Hiess es gegen 17:30 noch, es gäbe leichte Fortschritte, so herrscht nun wieder Sorge, besonders aufgrund des schwarzen Rauchs.

16:34 Zahl der Todesopfer angestiegen: Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo ist die Zahl der durch die nationale Polizeibehörde veröffentlichte Zahl der Toten auf 9523 angestiegen. Doch auch die Vermisstenzahl wurde nach oben korrigiert, demnach sollen annähernd 16.100 Menschen nach wie vor vermisst werden.

15:03 Kein Rekordhoch bei Radioaktivität: Die japanische Atomenergiebehörde revidiert ihre Aussage, am Reaktor 2 habe es  heute den höchsten Strahlenwert gegeben.

14:04 Hilfsgüter aus Europa: Die Europäische Union wird insgesamt 70 Tonnen an Hilfsgütern nach Japan schicken, die EU-Nothilfe-Kommissarin Kristalina Georgiewa will ebenfalls nach Japan fliegen um dort den Hilfseinsatz mit örtlichen Stellen zu koordinieren.

14:03 Bessere Winde: Nach Einschätzung von Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden die Bedingungen für Tokyo besser. Auch ein kurzes Drehen des Windes in südliche Richtung am Freitag ist nicht von langer Dauer. Ein großer Teil der radioaktiven Partikel wird daher vermutlich auf den Pazifik geblasen werden.

13:46 Reaktor 2: Gefährliches Rekordhoch der Radioaktivität: Wie die japanische Atomaufsichtsbehörde meldet, ist der Grad der gemessenen Strahlung im Bereich von Reaktor auf einem bislang dort noch nicht gemessenen Hoch.

13:00 Langfristige Stromsparmaßnahmen: Nach Angaben der japanischen Asahi Shimbun erklärte der Stromkonzern und Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima, es werde voraussichtlich noch ein Jahr lang Stromsparmaßnahmen geben, so dass den gesamten Sommer über sowie dem kommenden  Winter temporär in verschiedenen Landesteilen der Strom abgeschaltet werden wird.

13:00 Hamsterkäufe bei Mineralwasser: Trotz der Aufforderung der Regierung nicht übertrieben zu reagieren und stattdessen abgepacktes Wasser für die Opfer im Nordosten des Landes zu sparen, sind in Tokyo vielfach die Mineralwasserbestände in Läden ausverkauft.

12:03 Neue Zahlen zu Toten und Verletzten: Die Polizei spricht nun von 9408 Todesopfern, 14.706 Personen werden vermisst, die Chancen noch Überlebende zu finden sinkt.

11:07 Erdbeben um Fukushima: Das Beben wird zunächst mit einer Stärke von 4,7 angegeben, bislang wurden keine Schäden gemeldet, es erfolgte auch keine Tsunami-Warnung.

11:07 Externe Kühlung durch Feuerwehr abgesagt: Die für heute geplante Kühlung durch Fahrzeuge der Feuerwehr wurde verschoben, nachdem der schwarze Rauch zur Evakuierung des Geländes geführt hatte

10:34 Keine Ausweitung der Sperrzone: Im japanischen Parlament findet eine Diskussion statt, ob Frauen und Kinder aus der bisherigen 20km Sperrzone evakuiert und diese auf 30km ausgeweitet werden soll. Bislang ist jedoch keine Vergrößerung
der Evakuierungszone geplant. Abgeordnete protestierten gegen diese Regelung.

10:21 Schwarzer Rauch aus Reaktor 3 verringert: Nach Angaben des Betreibers lässt der schwarze Rauch der aus dem Reaktor 3 austritt langsam nach. Möglicherweise werden die aufgrund des Zwischenfalls unterbrochenen Arbeiten in Kürze wieder aufgenommen. Die Techniker der Reaktoren 1 bis 4 hatten sich zuvor in Sicherheit gebracht.

9:40 Hohe Radioaktivität auch außerhalb der Sperrzone: Wie Regierungssprecher Yukio Edano mitteilte, habe man auch in Orten die über 30km vom Atomkraftwerk Fukushima 1 entfernt liegen erhöhte Radioaktivitätswerte von mehr als 100 Milisievert pro Stunde gemessen. Als Vorsichtsmaßnahme sollten Anwohner die Fenster geschlossen halten. Die Strahlung könne je nach Windrichtung variieren.

9:37 Aufruf gegen Hamsterkäufe von Trinkwasser: Die Regierung rief die Bewohner des Großraums Tokyo dazu auf, von Hamsterkäufen bei Wasser in Flaschen abzusehen. In Anbetracht des teilweise völligen Trinkwassermangels in den Katastrophengebieten, müsse die dortige Wasserversorgung gewährleistet werden.

8:55 Schwarzer Rauch aus Reaktor 3: Wegen des Austretens von schwarzem Rauch ließ der Betreiber TEPCO den Reaktor 3 räumen und die Techniker an den Reaktoren 1-4 vorübergehend evakuieren. Bislang unklar ist, ob der Rauch möglicherweise von der Schutzhülle stammt, die den Reaktorkern umgibt.

7:00 Totenzahlen: Offiziellen Angaben der japanischen Polizeibehörde zufolge sind bislang 9400 Personen tot, etwa 13.000 werden noch vermisst.

6:34 Stärker verstrahltes Trinkwasser in Tokyo: Das Leitungswasser in Japans Hauptstadt Tokyo ist nun deutlich stärker radioaktiv belastet als bislang. Kleinkinder, Kranke und ältere Personen sollten aufgrund des Gehalts an radioaktivem Jod kein Leitungswasser mehr trinken, da die Höchstwerte für Kleinkinder überschritten wurden. 22 der insgesamt 23 Stadtbezirke von Tokyo sind hiervon betroffen.

4:07 Hohe Radioaktivität in Fukushima: Aufgrund zu starker Strahlung in Höhe von 500 Milisievert pro Stunde wurden die Arbeiten in Reaktor 2 vorübergehend unterbrochen und die Arbeiter von dort zurückgezogen

2 KOMMENTARE

  1. Die Lage ist leider viel zu offentsichtlich um ueberhaupt noch den

    Gedanken zu erwaehnen Kernkraft bzw. Atomstrom zu

    benutzen.

    Wir werden aber wie die Geschichte der Menschheit und dessen Gier zeigt sicher nicht rechtzeitig dieses Selbstmord Energie System beenden (wollen oder koennen).

    Wenn schon so gefaehrlich und weitreichend, warum dann nicht die Atommeiler wenn in der Naehe des Meeres wie in Japan, einfach in einen sogenannten Keller der auch tiefer als der Meeresspiegel liegt versenken? Natuerlich mit Schleusen fuer einen solchen Notfall zum fluten des Reaktorkerns. Das alles verbunden mit einem Kanalsystem zum Meer und bei richtiger Planung kann im Notfall eventuell
    ohne solche massiven Verseuchungen das abgeleitete Wasser ins Meer eingedaemmt werden.
    Als Abschluss, um den ganzen Wahnsinn dann auch noch zu sichern, koennte man ja grosse Schiebetueren aus stabilem und ausreichendem Material so anbringen, dass sie sich auch ohne
    Elektrizitaet im Notfall bewegen lassen und somit als Verschluss dienen. (Schraeg Fall Anordnung)

    Das bringt sicher viel wenn z.B. ein Sunami ueber das in der

    Erde gebaute Kraftwerk zieht und durch die Dachklappen nicht wesentlich beschaedigt werden kann. (Sofern sie dann auch zu sind)

    Weiterhin duerfte dann auch erstens der Untergrund und zweitens die direkte Umgebung des Reaktors sicherer sein, da er ja sozusagen nochmals von einer Kellerwand und Erdschicht umgeben ist. Das muesste sich auch positiv bei Erdbeben auswirken, da 10-20 Meter hoeher oder tiefer bei einer solchen Naturkatastrophe sicher keinen Unterschied machen. Ich bin absolut kein Kernkraft Spezialist und versuche die Sache sozusagen phys. logisch zu sehen. Von den zusaetzlichen Kosten nicht abgesehen, weil wie wir sehen sich im Fall jeder
    Preis fuer Sicherheit und Vorsorge in der Planung bezahlt macht.
    Warum in aller Welt wird beim Bau (wenn es sich schon nicht vermeiden laesst) nicht sowas in dieser Art gemacht? Und selbst wenn es nicht am Meer ist kann man mit Planung und genuegend Vorsorge ein Super Gau Grab integrieren, das sicher viel Schaden eindaemmen kann. Wenn man sowas machen koennte und ich muesste waehlen,
    dann am liebsten mehrere Keller ineiander und ganz in der Mitte die Dinge die wir nicht im Griff haben wenn unser Planet ein bisschen ruckelt als Vergleich zu der kompletten Masse.

    Wenn wir nicht gemeinsam wirklich umdenken und umkehren nuetzt uns auch unsere tolle Technology nicht mehr viel, – Weil wir dann alle verstrahlt sind …

    Alternativen gibt es sicher genug (siehe die Webseite von energie.cybermart.org)- wenn jeder vernuenftig mit den Energien die wir haben umgeht.

    Ich hoffe von tiefstem Herzen fuer die betroffenen Menschen in Japan und anderswo…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here