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Japan aktuell: Schweigeminute für Katastrophenopfer

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Um 14:46 Uhr Ortszeit heulten die Sirenen in Japan. Die Menschen gedachten in einer Schweigeminute der Opfer des Erdbebens und des darauffolgenden Tsunami. Am 11. März – vor einem halben Jahr – lösten die Naturgewalten eine Atomkatastrophe in Fukushima aus.

In Minamisanriku, das von einer 15 Meter hohen Flutwelle überspült wurde, kamen heute etwa 2000 schwarzgekleidete Menschen in einer Schule zusammen um der 900 Opfer zu gedenken. Bürgermeister Jin Sato sagte in seiner Gedenkrede: Wir werden die Hoffnung niemals aufgeben und schwören, dass wir vereint eine neue Stadt aufbauen werden.

In Tokyo gingen Menschen auf die Straße, bildeten Menschenketten und demonstrierten gegen Japans Atompolitik.

Die Naturkatastrophe in Fukushima beschädigte Teile des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi (Fukushima 1). Dabei kam es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze. Die Katastrophe gilt als der schwerste Reaktorunfall nach Tschernobyl, manche Meldungen gehen langfristig sogar von schwereren Folgeschäden aus.

Weite Teile der Gegend um das AKW Fukushima wurden radioaktiv verseucht. Zehntausende Menschen mußten das Gebiet verlassen und leben noch heute in Notunterkünften und schnell zusammmengebauten Übergangshäusern.

Ein nicht geringer Teil von ihnen wird trotz aller Bemühungen um Dekontamination vermutlich nie wieder in ihre Heimatorte zurückkehren können.

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