Start Aktuelles Japan aktuell: Sonniger Japan-Tag 2014 zieht Besucher nach Düsseldorf

Japan aktuell: Sonniger Japan-Tag 2014 zieht Besucher nach Düsseldorf

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Artikelbild - Japan-Tag 2014 (Foro: Copyright by Eva Lenert)
Japan-Tag 2014 (Foto: Copyright by Eva Lenert)

War der Japan-Tag 2013 noch ein recht frostiges Ereignis, so zeigte sich das Wetter in diesem Jahr deutlich freundlicher. Sicher nicht zuletzt aus diesem Grund versammelten sich am 17. Mai erneut viele Freunde der japanischen Kultur, in der Rheinmetropole Düsseldorf zum Japan-Tag 2014 – und Eva Lenert war für Spreadnews vor Ort.

Ein „Konnichiwa“ vom Rhein an unsere Leser.

Mit etwa 600.000 Besuchern war dieses Jahr mehr als eine halbe Million Menschen vor Ort. Dennoch scheint das Event nicht jedem Düsseldorf-Besucher bekannt gewesen zu sein – kamen doch bei der Anfahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln getuschelte Gerüchte von einem „Junggesellenabschied“ auf, als die ersten kostümierten Fahrgäste einstiegen.

Vorgezogener Karneval? Vielleicht doch ein Junggesellenabschied? Nein, der heutige Japantag 2014 war der Grund, warum man in ganz Düsseldorf Menschen in den buntesten Verkleidungen sehen konnte.

Japan-Tag 2014: Tierische Kostüme (Foto: Copyright Eva Lenert)
Japan-Tag 2014: Tierische Kostüme (Foto: Copyright Eva Lenert)

Nach den kühleren Tagen der letzten Wochen, strahlte heute bei Temperaturen weit über 20 Grad die Sonne am blauen Himmel über Düsseldorf und lockte tausende Besucher an den Rhein. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Bereits so mancher Gast sorgte für erste Hingucker.

Der eine oder andere verkleidete Besucher wird unter seinem farbenfrohen und phantasievollen Kostüm ins Schwitzen gekommen sein, aber wie jedes Jahr zählt auch dieses Jahr der Spaß an den Kostümen und das Zeigen derselben. Sehen und gesehen werden.

Vielseitiges Angebot

Eröffnet wurde der 13. Japantag am Burgplatz unter anderem durch Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers und den japanischen Generalkonsul in Düsseldorf, Herrn Kaoru Shimazaki. Auf der Hauptbühne blieb es auch nach dem offiziellen Teil interessant, denn dort wurden den ganzen Tag über kulturelle Highlights und Konzerte geboten.

Wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, konnte sich unter anderem von den Rhythmen der traditionellen Taiko-Trommeln akustisch wachrütteln lassen.

Japan-Tag 2014: Krieger und Kunden-Karawanen (Foto: Copyright by Eva Lenert)
Japan-Tag 2014: Krieger und Kunden-Karawanen (Foto: Copyright by Eva Lenert)

Entlang der Rheinuferpromenade luden viele Pavillons zum Verweilen und stöbern ein. Oft wurden auch Wettbewerbe angeboten. So lud z.B. die Präfektur Chiba zu einem „Stein-Schere-Papier“-Turnier ein – das in Japan als „jan-ken-pon“ nicht weniger bekannt ist als hier.

In anderen Pavillons konnten die Besucher sich im Manga-Zeichnen oder im Go-Spiel messen. Gut besucht waren auch wieder die Stände für japanische Anime-Fans und Cosplayer. Dort anzustehen erforderte einen guten Kreislauf und viel Geduld.

Gleiches galt für die kulinarischen Angebote. Fast selbstverständlich gehörte auch japanischer Grüntee,  zu dessen Auswahl es sich zunächst von den Menschenmassen vorwärts zu schieben galt.

Die dortige Erfahrung konnte man auch problemlos auf andere Angebote übertragen:

Unbeeindruckt von allem Ansturm wurde man fachkundig beraten, so das nie der Eindruck entstand, lediglich „abgefertigt“ zu werden. Großes Kompliment an die Dienstleister und Anbieter.

Sport und Kampf

Japanische Kampfkünste konnte man am Johannes-Rau-Platz bestaunen. Über den Nachmittag verteilt, gab es dort Vorführungen von Judo, Karate und Aikido. Ebenso wurde dort besonders an die kleinen Besucher gedacht, die sich dort unter anderem an einem mobilen Hochseilgarten austoben konnten.

Japan-Tag 2014: Besucheransturm (Foto: Copyright by Eva Lenert)
Japan-Tag 2014: Kampf den Menschenmassen (Foto: Copyright by Eva Lenert)

Sowohl sportlich, als auch traditionell-martialisch wurde es dagegen auf der Wiese vor dem Landtag. Dort fand der interessierte Besucher neben einem deutsch-japanischen Street-Soccer-Turnier und Kyudo, dem traditionellen japanischen Bogenschießen auch ein komplettes Samurai-Heerlager.

Wie jedes Jahr wird der Japantag seinen krönenden Abschluss in einem japanischen Höhenfeuerwerk finden, das in diesem Jahr unter dem Thema „Japans vier Jahreszeiten“ steht.

Was bleibt abschließend zu sagen?

Auffallend dieses Jahr war, dass auch Besucher nicht-japanischen Cosplays sehr häufig anzutreffen waren. Aber wer sagt, dass nicht auch Kopfgeldjäger aus den Star Wars-Filmen oder Batman nicht Japan-Fans sein können, liegt falsch. Erlaubt ist, was gefällt und „Free Hugs“ – kostenlose Umarmungen – gehen am Japantag immer.

5 KOMMENTARE

  1. Guten Tag Redaktion,

    es war sehr schoen bei dem Japan-Tag. Ich habe sogar mit einigen deutschen Menschen, Japanisch sprechen koennen! Sie haben einen guten Artikel geschrieben. Dankeschoen.

    Deutschland ist sehr spannend! Und freundliche Menschen. Vielleicht habe ich Redakteurin mit weißen Hemd gesehen? Entschuldigung, mein Deutsch ist nicht gut. Bitte schreiben Sie weiter. Vielen Dank.

    • Guten Tag Frau Ito, 
      vielen Dank für ihr Lob.

      Es freut uns, wenn Ihnen Deutschland gefällt. Ja, eine Mitarbeiterin von Spreadnews war beim Japan-Tag.
      Ihr Deutsch ist sehr gut. Wir wünschen Ihnen noch schöne Tage in Deutschland.

  2. Guten Tag,

    ich bin auf der Suche nach Informationen zum Japantag 2015 erst jetzt hier auf beide Artikel gestoßen. Nicht nur für Manga-Otaku ein tolles Event.

    Das Gedränge fand ich übrigens gar nicht so gravierend. Das erlebt wohl jeder anders. Ansonsten schöner Bericht.

  3. Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr beim Japantag, obwohl ich gar nicht so weit weg von Düsseldorf wohne und eine Anreise auch mit Freunden darum kein Problem darstellt. Den sollte man natürlich unterstützen, denn – was man so im Bekanntenkreis gehört hat – haben wohl einige der Laden- oder Restaurantbetreiber im japanischen Viertel bei der großen Flutkatastrophe 2011 geliebte Mitmenschen in der Heimat verloren – so hat man es mir jedenfalls berichtet. Und die Leute dort im Viertel sind ja auch so etwas von gastfreundlich und liebenswürdig. Kannte einige von denen sogar einigermaßen persönlich, als ich da noch regelmäßiger Lebensmittel geshoppt habe, was ich auch mal unbedingt wieder machen sollte.
    Nur aus der Manga- und Animeszene bin ich inzwischen total raus. Aber notfalls geht es ja auch ganz ohne Kostümierung.

  4. Bin gerade durch eine Fragencommunity auf den Artikel gestoßßen. Genau so ein Bericht ohne Manga-Hype hab ich gesucht. Danke.

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