Start Aktuelles Japan aktuell: Starke Strahlenbelastung durch Radioaktivität im Meerwasser vor Fukushima

Japan aktuell: Starke Strahlenbelastung durch Radioaktivität im Meerwasser vor Fukushima

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Die Lage in Japan aktuell als schwierig zu bezeichnen ist untertrieben, gibt es doch immer neue besorgniserregende Meldungen aus dem durch einen Tsunami stark beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im Norden von Japans Hauptinsel Honshu.

Besonders der Austritt von radioaktiv belasteten Wasser in einigen der Reaktoren bereitet den bereitet den Arbeiten Sorgen.

Spreadnews berichtet in einem Liveticker über die Lage vor Ort und die Situation der Rettungsarbeiten in den Krisengebieten.. Alle Angaben in Mitteleuropäischer Zeit.

00:00 Es ist 00:00 und da um 2:00 die Sommerzeit beginnt, vergessen Sie nicht Ihre Uhren eine Stunde vorzustellen um mehr vom Sommertag zu haben.

23:00 Erdbeben behindert Abpumpen: Während die Techniker mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, das freigesetzte radioaktive Wasser abzupumpen, ereignete sich ein kleineres Beben der Stärke 4,2 durch dass die Arbeiten kurzzeitig unterbrochen werden mussten

20:00 Totenzahlen: Offizielle Stellen sprechen mittlerweile von 10.489 menschen die Erdbeben und Tsunami zum Opfer gefallen sind, 16.621 werden noch vermisst, mit jedem Tag sinkt jedoch die Wahrscheinlichkeit noch Überlebende zu finden.

19:00 Süßwasserkühlung auf Reaktoren 1-3: Wie die IAEA mitteilte, werden die Reaktoren 1 bis 3 nach Angaben japanischer Behörden nun mit Süßwasser gekühlt. Offenbar bestehen bedenken, die Reaktorhülle könne in Mitleidenschaft gezogen werden und bei der Nutzung neuer Pumpen könne das bisher genutzte Meerwasser zu Problemen führen.

16:50 Reedereien meiden japanische Häfen: Große Reedereien vermeiden es aus Angst vor radioaktiver Kontamination die Häfen von Tokyo und Yokohama anzulaufen. Auch wenn die weiter westlich gelegenen Häfen Osaka und Kobe weiterhin beliefert werden, könnte es dennoch zu Lieferengpässen kommen.

14:15 Wetterprognose für Tokyo bleibt günstig: Japans Hauptstadt wird auch das Wochenende über von radioaktiven Partikeln Großteils verschont werden, der Wind weht hierzu günstig.

11:30 TEPCO nutzt Jahrestag zur Entschuldigung: Den Jahrestag des Reaktors Nummer 1 der seit nunmehr genau 40 Jahren in Betrieb ist, nutzte Vize-Chef des Betreibers TEPCO um sich für die Probleme die dieser verursacht zu entschuldigen.

10:38 Reaktor 2 hat wieder Strom: Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, ist die Versorgung mit Elektrizität in Reaktor 2 wieder hergestellt worden. Dort brenne Licht. Der elektrische Strom ist die Voraussetzung für den betrieb der Kühlpumpen, auf deren Anlieferung man warte.

9:10 Regierung meldet: Lage verschlechtert sich aktuell nicht: Nach Angaben des Regierungssprechers Yukio Edano sei zwar ein Ende der Krise jetzt noch nicht abzusehen, allerdings sei die Lage nicht schlechter geworden, auch wenn es nach wie vor „höchster Wachsamkeit“ bedürfe und die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung groß sei.

8:50 Bau von Behelfsunterkünften läuft:Nachdem der Tsunami eine Gesamtfläche von 470 Quadratkilometern überflutet hatte, beginnt nun in der besonders schwer getroffenen Präfektur Iwate die Stadt Rikuzentakata damit, Anträge auf Behelfsunterkünfte entgegen zu nehmen. Die Bauarbeiten für die Behelfsunterkünfte sind angelaufen

5:49 Greenpeace startet eigene Messungen: Um neben Betreiberangaben auch unabhängige Aussagen über den Grad der Radioaktivität zur Verfügung zu haben, hat die Umweltschutzorganisation damit begonnen, eigene Messungen durchzuführen.

5:30 Versuche zum Abpumpen des radioaktiven Wassers: Techniker und Ingenieure versuchen auf biegen und brechen das Wasser aus den 3 betroffenen Reaktoren zu entfernen damit die Arbeiten dort fortgesetzt werden können.

4:32 Schnee und Frost erschweren Aufräumarbeiten: Temperaturen sowie immer wieder einsetzender lang anhaltender Schneefall behindern die Aufräumarbeiten. Gegenüber dem Fernsehsender NHK berichtet ein Überlebender „Es ist so kalt, dass wir nichts machen können.

3:52 Weiteres radioaktives Wasser entdeckt: Wie das im Keller des Turbinengebäudes von Reaktor 1 gefundene radioaktiv verseuchte Wasser stammt, ist nach Angaben der NISA noch unklar.

3:10 1250-fache Radioaktivität im Meerwasser: Die vom Betreiber TEPCO in Meerwasserproben aus der Nähe der Anlage gemessenen Werte des radioaktiven Jod-131 übertreffen den Höchstwert um das 1250-fache, das teilte die japanische Atomenergiebehörde NISA mit.

2:03 Versuch verstrahltes Wasser zu entfernen: Es werden Anstrengungen unternommen das ausgetretene radioaktive Wasser zu beseitigen, damit die Elektroarbeiten der Verkabelung weitergehen können. Unterdessen werden die Blöcke 1 und 3 mit Süßwasser gekühlt.

1:14 Bislang 17 Arbeiter verstrahlt: Bei den Arbeiten an den beschädigten Reaktoren der Fukushima-Anlage wurden bereits mindestens 17 Arbeiter verstrahlt. Als Verstrahlung gilt ein Wert, der über dem Jahreslimit von 100 Milisievert/Jahr liegt. Da dieser Grenzwert für Fukushima jedoch auf 250 angehoben wurde, dürfte die Zahl verstrahlter Arbeiter höher sein.

4 KOMMENTARE

  1. Unglaublich – gemäss einer neuen Umfrage sind in der Schweiz immer noch 20 % der Stimmberechtigten für den Bau neuer AKWs. Wie soll man eine derartige Haltung benennen? Grenzenlose Dummheit oder bestrafenswürdige Skrupelosigkeit?

    • Weil Sie Schlau sind. Solange die Kernfusion die in der Sonne stattfindet, noch nicht beherschbar ist, brauchen wir die AKW’s.
      Oder wie sollen Fünfmilliarden Menschen mit Energie versorgt werden?

  2. Arroganz sondergleichen: Die Atomlobby lügt uns seit Jahrzehnten vor, dass es ohne Atomstrom nicht ginge und kassiert und kassiert und kassiert ohne Ende. Wieviel davon hat sie in die Forschung und Entwicklung alternativer Stromgewinnung (Fotovoltaik, Wind)reinvesiert? Nada, nichts!!! Wäre ja schade um die fetten Gewinne!

  3. Jaja, Starti, diese vermeintlich Superschlauen! Sie sind nur so viel schlau, als unschlaue Gutgläubige ihren Lügen vertrauen. Die Menschen um Tschernobyl und Harrisburg (wo besonders viel gelogen und verschwiegen wurde) und Sellafield und jetzt auch in Japan können auf solche Schlauen vermutlich gerne verzichten – wie ich auch. Und auch auf so Sprüche wie du einen von dir gibst. Uebrigens: mit fünf Milliarden liegst Du (ebenfalls) falsch. Ca. sieben milliarden sind es, die die Schlauen auf ihre verbrecherische Profitgier setzen.

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