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Japan aktuell: Störung an neuer ALPS-Filteranlage am AKW Fukushima

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AKW Fukushima: Steuerung des ALPS-Filtersystems am 4. April 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Letzte ALPS-Einheit C abgeschaltet (Symbolfoto: TEPCO)
AKW Fukushima: Steuerung des ALPS-Filtersystems am 4. April 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Steuerung des ALPS-Filtersystems am 4. April 2013 (Foto: TEPCO)

Japans Regierung erklärte heute anlässlich der Stationierung von Mittelstreckenraketen an der Küste durch Nordkorea, man werde alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Bevölkerung zu schützen.

Das aber auch Kernkraftwerke nie genug Schutz haben können, zeigt sich am AKW Fukushima aktuell durch eine Störung im Testbetrieb des neuen Filtersystems.

Neben diesen Schwierigkeiten, gibt es im Zusammenhang mit dem AKW Fukushima heute jedoch auch erfreuliches zu melden, könnte doch die Dekontamination durch eine Neuentwicklung erleichtert werden.

Einzelheiten zu den Fukushima News und den sonstigen Meldungen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 4. April 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Störung an ALPS-Filteranlage am AKW Fukushima
  • Neues Kombinationsabsorptionsmittel für AKW Fukushima entwickelt
  • Museum mit Katastrophenausstellung neu eröffnet

Störung an ALPS-Filteranlage am AKW Fukushima: TEPCO hatte Ende März den Start des mehrmonatigen Testlaufs einer neuen Filteranlage gemeldet. Das neue System soll insgesamt 62 radioaktive Bestandteile aus dem kontaminierten Wasser filtern können (Spreadnews berichtete).

AKW Fukushima: Bedienung des ALPS-Filtersystems am 4. April 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Bedienung des ALPS-Filtersystems am 4. April 2013 (Foto: TEPCO)

Heute wurde der Betrieb der Anlage, bei dem bereits gefilterte Abwässer genutzt werden, gegen 5:23 Uhr aufgrund einer fehlerhaften Funktion ausgesetzt Da jedoch keine Abweichungen festgestellt wurden, begann man gegen 6:33 Uhr mit der Verarbeitung des im System verbliebenen Wassers.

Der Vorgang soll um 17:00 Uhr abgeschlossen sein. An der Anlage traten währenddessen keine weiteren Störungen auf.

Maßnahmen die einen erneuten Auftritt von Problemen verhindern sollen, werden derzeit diskutiert und vor einem Neustart der Anlage entsprechend Anwendung finden.

Ersten Untersuchungen zufolge handelte es sich offenbar um den Fehler eines Angestellten bei der Steuerung der Anlage.

Neues Kombinationsabsorptionsmittel für AKW Fukushima entwickelt: Wie das Unternehmen Hitachi Ltd. heute mitteilte, habe man ein pulverförmiges Absorptionsmittel entwickelt, mit dem erstmals sowohl radioaktives Cäsium, als auch Strontium, erfolgreich aus Wasser gebunden werden konnten. Das berichtet die jiji.

Bislang hatte man zwei unterschiedliche Substanzen benötigt um beide radioaktive Stoffe im Wasser der Anlage des AKW Fukushima Daiichi zu reduzieren.

Museum mit Katastrophenausstellung neu eröffnet: Das „Rias Ark Museum of Art“ in der Präfektur Miyagi, das durch das Tohoku-Erdbeben vom März 2011 verwüstet worden war, eröffnete gestern mit einer Ausstellung zu den Folgen der Tohoku-Naturkatastrophen wieder vollständig seine Tore für die Öffentlichkeit.

Zwar war das Gebäude aufgrund seiner erhöhten Lage von den Fluten des Tsunami verschont geblieben, doch an dem Gebäude zeigte sich, welche Kraft bereits das Großbeben entwickelt hatte. So kam es zu Rissen in der Decke und Teile der Decke stürzten herab, was zur vorübergehenden Schließung führte.

Zwar konnte ein Teil des Gebäudes bereits seit Juli vergangenen Jahres wieder betreten werden, die vollständige Neueröffnung ermöglicht dem Besucher nun einen Blick auf die Ausstellungsstücke, die an die Katastrophe erinnern. Neben fast 200 Fotografien, die von Museumsbediensteten unmittelbar nach der Katastrophe gemacht wurden, finden sich dort auch Alltagsgegenstände wie Schulranzen, angeschwemmte Boote oder Reiskocher, die an die Zerstörungen erinnern sollen.

Nach Angaben der NHK ist daher auch eines der Ziele der Museumsleitung, dafür zu sorgen, dass die Katastrophen, welche die Sanriku-Region in der Vergangenheit bereits mehrfach trafen, nicht aus dem Gedächtnis der Menschen verschwinden.

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