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Japan aktuell: Strahlung außerhalb der Sperrzone in Fukushima hoch, Meerwasser in AKW Hamaoka

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Erste Stock von Reaktorgebäude Zwei am 18. Mai 2011
Radioaktives Wasser: Nicht nur in Fukushima ein Problem. Foto: Tepco
Erste Stock von Reaktorgebäude Zwei am 18. Mai 2011
Radioaktives Wasser: Nicht nur in Fukushimas Reaktor 2 ein Problem. Foto: Tepco

Die unmittelbar freigesetzte Strahlung des stark beschädigten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi hat nach neusten Erkenntnissen einen größeren Radius als bislang gedacht, darauf weisen erhöhte Werte außerhalb der Sperrzone hin. Unterdessen gibt es aus einem anderen AKW eine Meldung über eingedrungenes Meerwasser.

Über diese und weitere Geschehnisse in Japan informiert Sie an dieser Stelle der Spreadnews Japan-Ticker vom 19. Mai 2011.

00:00 Am morgigen Freitag ist Spreadnews wieder mit neuen Informationen für Sie da. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Angst vor Erdrutschen: In den vom Erdbeben besonders schwer getroffenen Gebieten herrscht nun Angst vor Erdrutschen. An insgesamt 1061 Stellen in den Präfekturen Iwate, Miyagi, Fukushima, Tochigi, und Ibaraki wurden entsprechend riskante Schäden des Bodens festgestellt. In 41 Fällen müssen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden,  die jedoch vermutlich nicht vor Ende der Regenzeit und der Taifunsaison beginnen werden. In Otsuchi (Präf. Iwate) rutsche ein Abhang, die Gefahr wurde jedoch als „gering“ eingestuft. Das Berichtet die Mainichi Shimbun.

Weitere Einwohner dürfen kurzzeitig zurück: Einige der 120 Einwohner des Ortes Futaba (Präf. Fukushima) dürfen am 26.-27.  kurzzeitig in ihre Häuser zurückkehren um wichtige Dokumente und Gegenstände zu bergen, das meldet die Nachrichtenagentur Jiji. Welche Einwohner dies sein werden, muss der Bürgermeister des Ortes entscheiden, dessen Verwaltung nun in Kazo (Präf. Saitama) liegt.

Radioaktivität außerhalb der Sperrzone: Die Auswirkungen der Radioaktivität die beim Störfall des AKW Fukushima Daiichi freigesetzt wurde, reicht offenbar weiter als bislang offiziell angenommen. So überschreitet das Weidegras in der Präfektur Miyagi, 60km von der Anlage entfernt, den zulässigen Höchstwert um das Fünffache.

Meerwasser in AKW Hamaoka eingedrungen: Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo sind fünf Tonnen Meerwasser in einem Reaktor des AKW Hamaoka (Präfektur Shizuoka) gefunden worden, ebenso wie 400 Tonnen im Dampfkondensator der Anlage. Es stammt vermutlich aus einem beschädigten Rohr des Kondensators der Dampfkühlung. Ein Herunterfahren sei nicht erforderlich, da das Wasser dort verdünnt und entsalzen werde um Korrosion zu verhindern.

USA für Meerwassereinleitung verantwortlich: Wie die Nachrichtenagentur Jiji meldet, hat der Sonderberater des Kabinetts, Oriza Hirata öffentlich erklärt, die US-amerikanische Führung die japanische Regierung zur Einleitung leicht radioaktiven Reaktorwassers ins Meer gedrängt. Regierungssprecher Yukio Edano erklärte, er wisse weder von der Aussage, noch sei ihm ein entsprechendes Schreiben der US-Regierung bekannt.

Arbeiter nicht auf Inkorporation getestet: Knapp zwei Monate nach dem Störfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi sind lediglich zehn Prozent der Arbeiter auf Inkorporation von Radioaktivität, also die Aufnahme durch Einatmen oder Nahrung, getestet worden, wie die Yomiuri Shimbun berichtet. Als Begründung nannte TEPCO einen Mangel an Geräten. Arbeiter fürchten, die Höchstmenge überschritten zu haben

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