Start Aktuelles Japan aktuell: Strahlungskamera soll Dekontamination nach Fukushima-Katastrophe erleichtern

Japan aktuell: Strahlungskamera soll Dekontamination nach Fukushima-Katastrophe erleichtern

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Aufnahme der JAXA Gamma-Kamera in Iitate am 11. Februar 2012 (Foto: JAXA/TEPCO)
Aufnahme der JAXA Gamma-Kamera in Iitate am 11. Februar 2012 (Foto: JAXA/TEPCO)
Aufnahme der JAXA Gamma-Kamera in Iitate am 11. Februar 2012 (Foto: JAXA/TEPCO)
Aufnahme der JAXA Gamma-Kamera in Iitate am 11. Februar 2012 (Foto: JAXA/TEPCO)

Wenn unseren Lesern das heutige Artikelbild bekannt vorkommen sollte, dann liegt dies daran, dass die heute behandelte Technologie bereits zu Beginn der Jahres im Zusammenhang mit der Freisetzung von Radioaktivität am AKW Fukushima aktuell war.

Doch tatsächlich gibt es im Zusammenhang mit dem Kernkraftwerk in Fukushima heute auch weitere Informationen, die sich auf bereits vergangenes Geschehen beziehen und dennoch aufgrund der jüngsten Entwicklungen wieder aktuell wurden.

Somit auch heute wieder alte und neue Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. November 2012.

Unsere heutigen Themen:

  • Strahlungskamera soll verfügbar werden
  • Arbeitssicherheit nach Unfall am AKW Fukushima verbessert
  • Bericht zu Verwerfungen unter AKW Tsuruga verzögert sich
  • Neue Präsenz im Senkaku-Konflikt
    • China schickt großes Beobachtungsschiff
    • Schiff der Bahamas in Grenzzone aktiv
    • Schiff der Bahamas führt Untersuchung durch

Strahlungskamera soll verfügbar werden: Der Prototyp einer Kamera, die in Kooperation mit der Weltraumbehörde JAXA entwickelt worden war, ist in der Lage, die Konzentration radioaktiver Substanz visuell wiederzugeben.

Straßenaufnahme der Radioaktivitäts-Kamera im Februar 2012 (Foto: JAXA/TEPCO)
Straßenaufnahme der Strahlungskamera im Februar 2012 (Foto: JAXA/TEPCO)

Spreadnews berichtete bereits am 29. März 2012 über das entsprechende Projekt, doch nun plant der Konzern Mitsubishi Heavy Industries Ltd. ab Februar oder März kommenden Jahres das Produkt zum Verkauf anbieten zu können.

Eine Ware für den Hausgebrauch wird das acht Kilo schwere Gerät mit Kosten von mehreren zehn Millionen Yen jedoch nicht werden.

Die Kamera verfügt über einen Blickwinkel von bis zu 180 Grad und soll noch aus einer Entfernung von 30 Metern zuverlässige Bilder liefern können.

Zudem wären auch Aufnahmen der Strahlung, die in höheren Bereichen wie etwa Dächern liegen, möglich, ohne Arbeiter in zusätzliche Gefahr bringen zu müssen.

Die über zwei verschiedene Halbleitersensoren können Richtung und Stärke der Gammastrahlung radioaktiver Substanzen gemessen und ähnlich wie bei einer Wärmebildkamera in verschiedenen Farben – rot, gelb und grün – abhängig von der Stärke der Strahlung, dargestellt werden.

Entwickler und Wissenschaftler hoffen,  dass mit dieser Erfindung die Dekontaminationsarbeiten an Kraftwerken und in den Präfekturen für die Mitarbeiter deutlich sicherer werden und das Gefahr einer zu hohen Strahlungsbelastung verringert werden kann.

Mitsubishi Heavy Industries will daher das Gerät nicht nur an Behörden verkaufen, sondern erwägt aufgrund der hohen Kosten auch die Möglichkeit eines zeitweisen Leasings der Geräte. Mit dem Thema befassten sich etwa die NHK und die Asahi Shimbun.

Bericht zu Verwerfungen unter AKW Tsuruga verzögert sich: Nachdem der Betreiber des AKW Tsuruga (Präf. Fukui) von der früheren Atomaufsicht NISA die Anweisung zur Durchführung von Tests auf die mögliche Aktivität von Bruchzonen unter der Anlage erhalten hatte, sollte nun die Atomaufsicht NRA die Ergebnisse kontrollieren.

Die Fertigstellung der Berichte ist eine Voraussetzung für die Einschätzung der Sicherheit der Anlage. Diese Berichte verzögern sich nun jedoch bis Ende Januar kommenden Jahres, wie die Betreiberfirma heute mitteilte. Ursache für die Verschiebung ist nach Angaben der jiji, dass die notwendigen Bohrungen von 30 bis 50 Metern Tiefe noch nicht abgeschlossen sind.

Ursprünglich hätten die Ergebnisse Ende dieses Monats zur Kontrolle vorliegen sollen.

Arbeitssichherheit nach Unfall am AKW Fukushima verbessert: Am 5. Oktober 2012 war gegen 14:25 Uhr ein Angestellter des AKW-Betreibers TEPCO aus vier Metern Höhe durch eine ungesicherte Öffnung, außerhalb von Reaktor 4 gestürzt. Später waren Knochenbrüche im Lendenwirbelbereich diagnostiziert worden.

Jetzt veröffentlichte TEPCO neue Informationen über die Ursachen des Unfalls, sowie Ankündigungen über künftige Maßnahmen zur Verhinderung eines derartigen Zwischenfalls.

Ursächlich war demnach der Umstand, dass die Öffnung nach der Entfernung des Deckels nicht durch ein Warnschild gekennzeichnet worden war, sowie Mängel bei der Einweisung der Arbeiter, so dass etwa Erfahrungsgrad und Aufklärung über Risiken wie Stürze nicht berücksichtigt worden waren.

Als Präventionsmaßnahme werden künftige alle Öffnungen im Bodenbereich durch geglühten Draht verschlossen und Hinweisschilder mit der Aufschrift „Nicht öffnen“ aufgestellt werden sollen. Auch eine Kontrolle der Arbeitsumgebung und die Einsetzung einer Kontrollperson für Arbeiten in riskanten Gebieten, gehört zu den Maßnahmen.

Zudem sollen alle Mitglieder der Arbeitstrupps möglicherweise riskante Bereiche melden, so dass entsprechende Vorkehrungen getroffen werden können, um die Arbeiter zu schützen, heisst es in dem Bericht von TEPCO.

Neue Präsenz im Senkaku-Konflikt: Neben der Volksrepublik China, Südkorea und Taiwan, zeigt nun auch eine weitere Nation provokativ Präsenz vor Japans Gewässern. Aktuelle Einzelheiten an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

Japanische Nationalflagge (Originalfoto: Toshihiro Oimatsu cc-by)
Japanische Nationalflagge (Originalfoto: Toshihiro Oimatsu cc-by)

China schickt großes Beobachtungsschiff: Mit der Hajian 137 will China ein 3.000 Tonnen Schiff den bisherigen Patrouillenkräften im Ostchinesischen Meer hinzufügen, Medien sprechen von einem weiteren Versuch, Japan unter Druck zu setzen.

Schiff der Bahamas in Grenzzone aktiv: Am Freitagmorgen wurden nicht nur gegen 9:00 Uhr die Haijian 51, 66, 75 und 84 vor Uotsurijima und Minamikojima gesichtet, sondern zuvor um 2:05 Uhr vor Kubajima auch die „Discoverer 2“ ein Schiff, das unter der Flagge der Bahamas registriert ist. Es ist seit August 2010 das erste Schiff dieser Nationalität in diesem Gebiet.

Schiff der Bahamas führt Untersuchung durch: Offenbar führte das im Grenzgebiet zu den Senkaku-Inseln gesichtete Schiff dort ohne die erforderliche Genehmigung japanischer Stellen Untersuchungen durch. Erst nach einer Warnung durch die Küstenwache wurde gegen 3:40 Uhr ein Kabel wieder eingeholt.

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