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Japan Aktuell: Streit um Evakuierungszone von Fukushima

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Während Messwerte der Radioaktivität steigen und erneute Nachbeben das Inselreich erschüttern, diskutiert die japanische Regierung über den Umfang der Sperrzone und das Ausmaß der notwendigen Evakuierungsmaßnahmen.

Spreadnews berichtet in eine, Liveticker über die Entwicklungen in Japan.

00:00 Morgen bietet Spreadnews Ihnen an dieser Stelle neue Informationen und Hintergründe zu den Ereignissen in Japan. Kommen Sie gut durch die Nacht.

20:00 Iitate teilweise verlassen: Die Hälfte der Bewohner Einwohner haben den als radioaktiv stark belastet eingestuften Ort bereits verlassen, auch da dort Lebensmittel und Grundversorgung knapp werden. Doch vor allem ältere Menschen wollen ihre Häuser nicht zurücklassen – und ihre Nutztiere wie etwa Kühe. Das berichtet die japanische „Mainichi Shimbun“

18:21 Rindfleisch mit radioaktivem Cäsium belastet: Aus dem Gebiet um das Atomkraftwerk herum, werden Spuren von Cäsium in Rindfleisch gemeldet. Dabei sei die Dosis signifikant erhöht, so der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

17:10: Offenbar Radioaktivität im Grundwasser: Nach ersten Angaben des Betreibers TEPCO wurden in der Nähe des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi Strahlungswerte im Grundwasser gemessen, die das Maximum um das 10.000-fache überschreiten. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

15:06 Hilfsbedarf in Japan groß: Das Welternährungsprogramm (WFP) der UN erklärte, die Opfer der Naturkatastrophen in Japan seien auf ein großes Maß an internationaler Hilfe angewiesen.  Der Vizechef der WFP Amir Mahmud Abdulla sagte wörtlich: „Die Bedürfnisse sind immens. Sie sind riesig„. Die Versorgung vor Ort sei aufgrund der gesundheitlichen Risiken durch die Radioaktivität für die Helfer. schwierig.

14:41 Wetterprognose für Tokyo positiv: Zumindest bis Sonntag wird der Wind für Japans Hauptstadt vermutlich günstig wehen und einen großen Teil der radioaktiven Partikel die sonst möglicherweise in größerer Zahl das Stadtgebiet erreichen würden, auf das Meer hinaus wehen.

14:30 Radioaktivität verhindert Bergung von Leichen: Die Körper von schätzungsweise 1000 Menschen, die während des Tohoku-Erdbebens 2011 ums Leben kamen, können aus Sicherheitsgründen nicht aus der 20km Evakuierungszone geborgen werden, da unklar ist, wie die mittlerweile schwer verstrahlten Leichen sicher transportiert werden sollen, ohne Einsatzkräfte, Ärzte und Angehörige der Verstorbenen zu gefährden.

14:20 Stand der Evakuierungszone: Bislang unverändert befindet sich eine Sperrzone von 20km um das Kraftwerk Fukushima Daiichi, die Regierung empfiehlt, den Bereich nicht zu betreten. Einwohnern die zwischen 20-30km Entfernung wohnen rät sie in ihren Häusern zu bleiben. Eine Ausweitung auf 40km wie gefordert ist bislang nicht in Sicht.

14:05 Streit – Keine Evakuierung der Ortschaft Iitate: Während die internationale Atomenergiesicherheitsbehörde IAEA aufgrund stark erhöhter Werte eine Evakuierung der Einwohner dringend empfiehlt, sieht die japanische Atomsicherheitsbehörde keinen Grund zur Beunruhigung.

12:16 Differenzen über Abschaltung von Fukushima Daiichi: Während Japans Premierminister bei seiner Ankündigung bleibt, die Regierung wolle das schwer beschädigte Atomkraftwerk Fukushima 1 gänzlich aufgeben, erwägt der Betreiber TEPCO wie bereits Tags zuvor zumindest die Reaktoren 5 und 6 weiterhin zu nutzen.

11:59 Sarkozy propagiert bei Japan-Besuch die Atomkraft: Der französische Staatschef erklärte, Atomkraft sei als Mittel gegen den Klimawandeln nötig. Während Japans Premierminister Naoto Kan über regenerative Alternativen für sein Land nachdenkt, sagte Sarkozy man benötige lediglich neue Sicherheitsstandards.

10:00 Guido Westerwelle fliegt nach Japan: Der deutsche Außenminister will am Samstag zu einem Solidaritätsbesuch nach Japan fliegen und wird sich dort mit seinem japanischen Amtskollegen Takeaki Matsumoto treffen.

09:45 Streit – Immer noch keine Ausweitung der Sperrzone: Nachdem die internationale Atomenergieaufsichtsbehörde IAEA, US-Behörden, die Naturschutzorganisation Greenpeace und zuletzt sogar die nationale japanische Atomaufsicht NISA eine Ausweitung der Evakuierung empfahlen, bleibt die Regierung bei ihrer bisherigen Entscheidung

09:28 Starkes Nachbeben in Krisengebiet: Das Beben wird mit einer Stärke von 6,0 bewertet, eine Tsunami-Warnung wurde jedoch nicht herausgegeben, so der japanische Fernsehsender NHK.

08:50 Ursache der erhöhten Radioaktivität des Meeres unklar: Trotz aller Vermutungen über geschmolzene Brennstäbe ist die genaue Ursache der drastisch überhöhten Werte bislang weiterhin unklar.

8:00 Warnung vor weiteren schweren Nachbeben: Vor allem im Nordosten der japanischen Hauptinsel, der besonders schwer von den Naturgewalten getroffen wurde, drohen weitere, schwere Nachbeben. Auch das Wetter ist nach wie vor kalt, nass und teilweise frostig.

05:50 Streit – Japans Atombehörde fordert Ausweitung der Evakuierung:
Nach internationalen Empfehlungen, die von Japan bislang unberücksichtigt blieben, rät nun auch die Atombehörde Japans (NISA) der Regierung zur Ausweitung der 20km Evakuierungszone.

05:27 Neuer Höchststand bei radioaktiver Belastung des Meers: Die zulässigen Höchstwerte sind in der Nähe der Nuklearanlage Fukushima Daiichi um das 4385-fache überschritten worden. Das meldet die Betreiberfirma Tepco:

04:25 Streit – Keine Ausweitung der Sperrzone: Trotz internationaler Empfehlungen von staatlichen Stellen und unabhängigen Organisationen hält Japan an der bisherigen Sperrzone fest. Gestern hatte die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Evakuierung der Ortschaft Iitate, 40km vom AKW entfernt, wegen zu hoher Strahlung nahe gelegt.

04:22 Tenno besucht Überlebende: Der japanische Kaiser Akihito und dessen Frau Michiko haben Überlebenden der Flutkatastrophe einen einstündigen Besuch in einer Notunterkunft abgestattet und ihnen dabei Trost zugesprochen

01:41 Arbeiten werden fortgesetzt: Die Vorbereitungsarbeiten um radioaktiv belastetes Wasser aus den Turbinengebäuden der Reaktoren zu pumpen, werden fortgesetzt.

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