Start Aktuelles Japan aktuell: Taifun-Regenfälle lassen radioaktives Wasser in Fukushima steigen

Japan aktuell: Taifun-Regenfälle lassen radioaktives Wasser in Fukushima steigen

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Satellitenbild des Taifun Ma-On. Foto: NASA
Satellitenbild des Taifun Ma-On. Foto: NASA
Satellitenbild des Taifun Ma-On. Foto: NASA
Satellitenbild des Taifun Ma-On. Foto: NASA

Der Taifun Ma-On bereitet bereits jetzt am AKW Fukushima aktuell Sorgen, denn auch wenn die Windböen und die Meereswellen im Vergleich zum Rest des Landes vermutlich eher unspektakulär ausfallen, sorgen die Regenfälle bereits  jetzt für Probleme. Auch der Skandal um das Viehfutter, das unter freiem Himmel gelagert der radioaktiven Belastung durch die Atomruine von Fukushima Daiichi ausgesetzt war und so zum Verkauf von Rindfleisch führte, dessen Werte an radioaktivem Cäsium die zulässigen Höchstwerte überschreiben, ist als Folge des Unglücks von Fukushima noch nicht aus den Medien verschwunden.

Weitere aktuelle Informationen aus Japan und die Fukushima News nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. Juli 2011.

Wasserstand von radioaktivem Abwasser steigt durch Regen: Der Pegel an schwer radioaktiv belastetem Abwasser im Kellergeschoss von Reaktor 1 verzeichnete in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einen deutlich höheren Anstieg als bei den Messungen in der vorangegangenen Nacht. TEPCO gab zwar an, auch in anderen Gebäuden sei ein leichter Anstieg zu verzeichnen, jedoch bestünde noch etwa eine Spanne von 40cm bevor es zum Überlaufen des radioaktiven Wassers kommen würde. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jiji.

Fleischskandal: Landesweite Supermarktkette verkauft belastetes Fleisch: In zwei Filialen der landesweiten Supermarktkette Ito-Yokado wurde mit radioaktivem Cäsium belastetes Fleisch verkauft. Beide Läden befinden sich in der Präfektur Chiba, wie das Unternehmen mitteilte. Das Fleisch stammte, Angaben der Asahi Shimbun zufolge, vom selben Rind aus der Präfektur Fukushima, an dem die Präfekturalregierung von Tokyo eine Belastung von 2300 Becquerel radioaktives Cäsium pro Kilogramm Fleisch festgestellt hatte.

TEPCO soll auch für Kollateralschäden zahlen: Ein Ausschuss der Regierung befasst sich mit den Umständen, unter denen der Energiekonzern TEPCO auch Unternehmen entschädigen muss, die nur mittelbar durch die Krise am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi betroffen sind. Dies ist etwa der Fall, wenn Geschäftspartner die zuvor Abnehmer oder Lieferanten waren, aufgrund der Folgen nicht mehr als diese tätig sein können und auch kein gleichwertiger Ersatz besteht.

Zu den indirekten Schäden werden auch die Geschäftsverluste durch mangelnde Abnahme der Ware durch Verbraucher die eine radioaktive Belastung der Produkte fürchten gezählt, so ein Artikel der Asahi Shimbun.

Japans WM-Sieg baut Flüchtlinge und Opfer auf (Yomiuri): Neben dem Besuch von Japans Kronprinzen und dessen Frau ist es vor allem der Sieg der japanischen Frauen-Nationalmannschaft der auch in Flüchtlingslagern etwas Zuversicht vermittelt, so ein Bericht der Yomiuri Shimbun.

Besonders Aussagen wie die der Stürmerin Karina Maruyama, die erklärt hatte ihre Motivation „das Beste zu geben“ habe sie erfasst „als ich im Fernsehen sah, wie die Menschen in den von den Katastrophen getroffenen Gebieten die Herausforderung annahmen, der Katastrophe Herr zu werden“ haben viele Menschen bewegt.

Taifun wandert weiter: Der Taifun hat an einigen Orten zu Evakuierungen geführt, bislang gibt es ein Todesopfer und 60 Verletzte.

Die Region Kanto (Städte Tokyo, Yokohama) muss mit schweren, aber örtlich begrenzten Regenschauern rechnen. Die Windstärke in den Gebieten auf der südlichen Hauptinsel Shikoku, der Region Tokai (südlich von Tookyo am Pazifik verlaufend) und der Region Kinki (Städte Kyoto, Osaka, Kobe u.a.) hat nachgelassen, möglicherweise ist das Gröbste hier überstanden.

Problematisch sind jedoch auch die sommerlichen Temperaturen: Während in Tokyo viele in den Schwimmbecken die sich in Vergnügungsparks finden versuchen der Hitze zu entgehen, sind ähnliche Angebote in der Präfektur Fukushima aus Angst vor Radioaktivität im Freien praktisch ungenutzt. Vor allem im Süden und in der Mitte Japans ist mit Hitze zu rechnen und die Bevölkerung wird aufgefordert viel zu trinken und sich vor direkter Sonneineinstrahlung zu schützen.

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