Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO beginnt mit ersten Entschädigungszahlungen an Haushalte

Japan aktuell: TEPCO beginnt mit ersten Entschädigungszahlungen an Haushalte

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50 Yen Münze (Foto: pd)
Rückkehrwille trotz finanzieller Nachteile gering (Symbolfoto: pd)
50 Yen Münze
TEPCO beginnt mit geringen Entschädigungssummen

Nach Protesten vor dem Gebäude des Energiekonzerns TEPCO hat dieser nun mit der versprochenen, ersten Auszahlung begonnen – doch vielerorts ist nach wie vor Geld das Geringste was die Menschen benötigen.

Seit dem Tohoku-Erdbeben 2011 fehlt es in den  japanischen Krisengebieten an Nahrung und Ausrüstung.

Wir berichten so gut es die Informationslage zulässt über die aktuelle Situation vor Ort – im Spreadnews Japan Live-Ticker vom 15. April 2011.

 

00:00 Das Wochenende hat begonnen und so bietet es sich an, einmal auszuschlafen. Spreadnews ist jedoch morgen wieder für Sie da um Sie, soweit möglich, über die aktuellen Ereignisse in Japan auf dem Laufenden zu halten. Kommen Sie gut durch die Nacht.

18:49 Proteste gegen Importstopps: Die Asahi Shimbun meldet Proteste der  japanischen Industrie und Handelskammer gegen unsinnige Importstopps von Produkten. Nach Angaben des Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie schränken mindestens acht Länder oder Regionen den Import von japanischen Waren, bei denen es sich nicht um Lebensmittel handelt, ein.

16:53 Weitere 21 Leichen gefunden: Im 10km Radius um das schwer beschädigte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wurden 21 weitere Körper gefunden, damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 31. Bislang wurden 27 von ihnen geborgen, da keine Dekontamination notwendig war.

15:38 Regierung will eher zahlen als TEPCO: Die Regierung ist bereit, schon im Voraus Landwirten und kleinen Unternehmen mit Entschädigungszahlungen zu helfen. Regierungssprecher Yukio Edano betonte, die Betroffenen könnten nicht bis zum Ende von Verhandlungen warten. Die Regierung müsse den schnellsten Zahlungsweg finden und  möglicherweise bereits vor TEPCO entsprechende Zahlungen tätigen, so die Agentur Jiji.

14:33 Zeolith gegen radioaktives Meerwasser: Nach Informationen der Nachrichtenagentur Kyodo will TEPCO dem Meerwasser in unmittelbarer Nähe des Kraftwerk Radioaktivität entziehen, indem Sandsäcke die mit synthetisch hergestelltem Zeolith gefüllt sind, ins Meer geworfen werden. Die Substanz absorbiert bestimmte radioaktive Substanzen.

13:25 Schäden an Brennstäben gering: Die Asahi Shimbun meldet, der Betreiber TEPCO schätzt den Schaden an den in Reaktor 4 gelagerten Brennstäben als gering ein.  Die Konzentration radioaktiver Stoffe überschreite den Normwert zwar um das Doppelte, Die gemessenen Werte sind nicht hoch genug, die Wahrscheinlichkeit auf eine Kernschmelze zu erhöhen.

13:14 Disneyland Tokyo neu eröffnet: Zum ersten Mal seit dem Tsunami  hat das Disneyland seine Tore wieder für Besucher geöffnet – am ersten Tag wurden bislang rund 10.000 Besucher gezählt. Auch dies ist einer der vielen Versuche, nach den schweren Naturkatastrophen und trotz der nuklearen Bedrohung wieder zum Alltag zu finden.

13:12 Mehr Polizisten in Reaktornähe: Nachdem gestern erstmals Polizeikräfte in einen 10km Radius um das teilweise zerstörte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi vordringen konnten, werden nun mehr Polizisten für Verkehrskontrollen und Patrouillengänge im 10-30km Umkreis Gebiet eingesetzt um Plünderungen der verlassenen Häuser zu verhindern.

13:11 Schulsport bleibt drinnen: Auch Schulen in der präfektur Fukushima die weit außerhalb jeglicher Gefahrenzone liegen, haben aus Sorge vor Radioaktivität den Sportunterricht im Freien eingestellt. Die festgestellte Belastung sei keineswegs gesundheitsschädlich, dennoch hofft man auf baldige gesetzliche Regelungen

13:10 Probleme der Kliniken: Nach telefonischen Umfragen der japanischen Zeitung Yomiuri Shimbun sind 70% der insgesamt 380 befragten Krankenhäuser in den Präfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi in ihrem Betrieb zumindest eingeschränkt 20% haben bislang den normalen Betrieb nicht aufnehmen können.

13:00 Geringe Menge geschmolzener Brennelemente: Nach Ansicht von Wissenschaftlern der Atomic Energy Society of Japan hat sich in den Reaktoren 1-3 bislang nur eine kleine Menge geschmolzener Bestandteile der Brennstäbe in der Größe weniger Millimeter bis zu einem Zentimeter gelöst und sind auf den Boden des Druckkessels gesunken. Eine größere Menge hätte das vermehrte Risiko radioaktiver Lecks mit sich gebracht, das jetzige Absinken mache eine Kettenreaktion unwahrscheinlich.

13:00 Wasserstand steigt: Wie die Nachrichtenagentur Jiji berichtet, ist der Stand des aus Reaktor 2 stammenden radioaktiven Wassers in einem Tunnel unterhalb der Anlage offenbar gestiegen. Nachdem zuvor der Wasserstand dort ebenso wie im Keller des Turbinengebäudes gesunken war, schließt man auf eine Verbindung. Bis zur Versiegelung des Lecks am 6. April waren aus dem Tunnel Abwässer ins Meer gelangt.

12:54 Gasturbinen gegen Stromknappheit: An zwei seiner Wärmekraftwerke will der Energiekonzern TEPCO Gasturbinen anbringen. Durch die zusätzlich erzeugte Energie soll weiteren Energieengpässen vorgebeugt werden.

11:50 Stammzellenspende für Fukushima-Arbeiter: Arbeiter die im verstrahlten Gebiet agieren, sollten zuvor periphere Stammzellen abgeben, um für den Fall einer späteren Krebserkrankung und der damit verbundenen Chemotherapie sich selbst Stammzellen spenden zu können. Die Blutstammzellenspende kommt etwa bei der Therapie von Leukämie zum Einsatz

10:13 TEPCO beginnt Zahlungen: Nach Protesten hat TEPCO mit Entschädigungszahlungen in Höhe von 50 Milliarden Yen (etwa 415 Millionen Euro) begonnen. Die 50.00 Haushalte, die zuvor im nun evakuierten 30km Umkreis um das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi existierten, erhalten nun zunächst eine Million Yen (etwa 8300 Euro) über die endgültige Höhe der Zahlungen wird jedoch noch diskutiert

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