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Japan aktuell: TEPCO bestreitet neues Leck im AKW Fukushima

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Die japanische Regierung ruft Unternehmen und Bevölkerung zum Energiespraren auf, da besonders durch die zahlreichen Kühleinrichtungen im Sommer mir Engpässen bei der Energieversorgung gerechnet werden müsse, warnte jedoch zugleich davor, gänzlich auf Kühlung durch Klimaanlagen zu verzichten um angesichts der sommerlichen Hitze ,Gesundheitsprobleme zu vermeiden.

Derweil gibt es Berichte über den erneuten Fund radioaktiver Substanzen – wo diese festgestellt wurden und um welche es sich handelt, erfahren Sie nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 1. Juli 2011

TEPCO bestreitet nach Tellur-Fund neues Leck: Am 29. Juni meldete TEPCO, Betreiber des AKW Fukushima Daiichi erstmals den Fund von radioaktivem Tellur-129m in der Nähe des Wasserzulaufs. Insgesamt seien in der Probe vom 7. Juni 720 Becquerel pro Liter Wasser gemessen worden, so eine aktuelle Meldung der Asahi Shimbun.

Da Tellur eine recht kurze Halbwertszeit von etwa 34 Tagen hat, scheint ein neues Leck zwar denkbar, TEPCO hält dies jedoch offiziell für unwahrscheinlich, da bislang nur an dieser einen Stelle eine entsprechende Konzentration festgestellt wurde.

Radioaktivität in Kinderurin keine Gesundheitsgefahr: Einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge, erklärte Yoshiaki Tagaki, Minister für Bildung und Wissenschaft, die Menge an Radioaktivität die im Urin von zehn Kindern aus Fukushima nachgewiesen wurde, stelle keine Gesundheitsgefahr dar. Damit versucht er vermutlich Bedenken besorgter Eltern zu zerstreuen. Medizinische Untersuchung seien zwar für eine genauere Analyse erforderlich, es bestehe jedoch keine unmittelbare Dringlichkeit.

Klage zur Stillegung von AKW Hamaoka: Insgesamt 43 Personen strengen eine Klage gegen Chubu Electrics, den Betreiber des AKW Hamaoka an und fordern dessen Stilllegung, da das Kernkraftwerk in der Präfektur Shizuoka durch seine Lage extrem anfällig für Erdbeben sei. Zu den Unterzeichnern gehört auch der Bürgermeister der Stadt Kosai (Präfektur Shizuoka).

Das AKW ruht seit einer Anordnung von Japans Premierminister Naoto Kan Anfang Mai, der aus Sicherheitsgründen die Nuklearanlage bis zur Schaffung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen temporär stillegen liess.

Schwierige DNA-Erfassung behindert Identifizierung: Aufgrund des Umstands, das viele Gegenstände wie Haarbürsten, durch die eine Identifikation von Opfern der Naturkatastrophen anhand von DNA-Vergleichen erleichtert worden wäre, den Fluten des Tsunami zum Opfer fielen, ist die Identität vieler Toter nach wie vor ungeklärt.

Von den mehr als 15.000 offiziellen Todesopfern, sind immer noch 1664 Leichen unidentifiziert, erklärte die nationale Polizeibehörde, einem Artikel der Yomiuri Shimbun zufolge. Nun sollen Abgleiche mit Blutspenden und Abstriche aus der Mundhöhle von Angehörigen die Zuordnung der Körper erleichtern. Die Mehrzahl, 869 der bislang unbekannten Toten stammen aus der Präfektur Miyagi, weitere 708 Leichen aus der Präfektur Iwate und 87 Körper aus der Präfektur Fukushima.

Hot Spot Bewohner beunruhigt über Rat zur Evakuierung: Da sich radioaktive Hot Spots – Gebiete mit erhöhten Werten im Vergleich zur Umgebungsradioaktivität – in der Stadt Date (Präf. Fukushima) teilweise lediglich in kleineren Ortsteilen von Stadtbezirken befinden, verunsichert die Evakuierungsempfehlung der Verwaltung  die Bewohner. 

Aufgrund der räumlichen Begrenztheit der Gebiete müssten etwa Umschulungen einzelner Schüler erfolgen, auch nachbarschaftliche Verbindungen würden so zerstört. Experten wünschen mehr Aufklärung über die Hintergründe für die Bevölkerung. Das meldet die Mainichi Shimbun

Erlaubnis für Neustart von AKW Genkai erwartet: Hideo Kishimoto, Bürgermeister der Stadt Genkai in der Präfektur Sakai im Südwesten von Japans Hauptinsel Honshu, hat sein OK zum Neustart zweier Reaktoren des gleichnamigen Kernkraftwerks, des AKW Genkai gegeben, so die Yomiuri Shimbun.

Der Gouverneur der Präfektur Saga, Yasushi Furukawa drückte zwar bei einem Besuch von Banri Kaieda, Minister für  Wirtschaft, Industrie und Handel seine Bersorgnis hierüber aus, nach Angaben der Asahi Shimbun werde er jedoch ebenfalls grünes Licht geben. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, er werde die Entscheidung Mitte Juli, nach einem Gespräch mit Japans Premierminister treffen.

Bei dem Besuch in Genkai handelt sich um den ersten Besuch eines Wirtschaftsministers bei einer Stadtverwaltung unter dessen Aufsicht ein Atomkraftwerk fällt, und dort um Einverständnis für den  Neustart von Reaktoren zu bitten, so die japanische Yomiuri Shimbun.

Grüner Tee aus Tokyo mit radioaktivem Cäsium belastet: In grünem Tee der aus Blättern gekocht wurde, die im Rahmen des Schulunterichts von Grundschülern in Tokyo auf einem zur freien Pflückung freigegebenem Feld gesammelt worden waren, haben Tests eine Belastung mit Cäsium in Höhevon 2700 Bq/kg nachgewiesen. Es handelt sich um den ersten Fund radioaktiv belasteten Tees aus dem Großraum Tokyo.

Einem Artikel der Mainichi Shimbun zufolge wurden in den 20kg verarbeiterem Grüntee, der aus insgesamt 80kg Teeblättern aus erster Pflückung am 9. Mai  gewonnen worden waren, insgesam Werte von 1300 Bq/kg Cäsium-134und 1400 Bq/kg Cäsium-137 ermittelt. Keiner der an der Pflückung beteiligten Schüler klage über gesundheitliche Beschwerden.

1 KOMMENTAR

  1. Das Thema fukushima wird todgeschwiegen, heruntergespielt, und mit unendlichen Lügen seit beginn an bedacht. Die angeblichen ständigen kleinen Fortschritte und Siege entpuppen sich als Flopp. Das ganze wird von der Regierung auch noch gedeckelt. Das ist so wie bei uns bei der Finanzkrise.

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