Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO-Dokumente belegen chaotische Zustände nach dem Erdbeben

Japan aktuell: TEPCO-Dokumente belegen chaotische Zustände nach dem Erdbeben

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Bild der TEPCO Notfallzentrale Foto: TEPCO
Arbeiter in der TEPCO-Notfallzentrale (Foto: TEPCO)

Bild der TEPCO Notfallzentrale Foto: TEPCO
TEPCO-Notfallzentrale: Hatte man alles im Griff? Foto: TEPCO

Nach den dramatischen Berichten der bisher vergangenen Wochen, nutzen viele Medien die scheinbare Ruhe in den Krisenregionen Japans für eine Retrospektive.

Unterdessen muss der Betreiber des stark zerstörten AKW Fukushima Daiichi, die Tokyo Electric Power Company (TEPCO) zunehmend Sachverhalte eingestehen, die das Unternehmen erneut in keinem günstigen Licht erscheinen  lassen. Mehr Informationen finden Sie im folgenden Spreadnews Japan-Ticker vom 17. Mai 2011

00:00 Mit diesen Meldungen ist der heutige Artikel geschlossen, ab morgen finden Sie auf Spreadnews weitere Informationen zur Lage in Japan. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Grüntee radioaktiv belastet: In Grünteeblättern einer Probe vom 15. Mai aus Sakai (Präfektur Fukui) wurden 894 Bequerel/Kilogramm radioaktives Cäsium gemessen, bei Grünteeblättern aus Daigo (Präf. Ibaraki) wurden 570 Bq/kg festgestellt. In beiden Fällen wird die zulässige Höchstmenge von 500 Bq/kg überschritten. Das japanische Gesundheitsminsterium ergriff bereits Maßnahmen, meldet die Mainichi Shimbun.

Erdbeben-Krankenhäuser nicht erdbebensicher: Eine Umfrage der japanischen Tageszeitung Yomiuri Shimbun zeigt, dass etwa 40 Prozent der Krankenhäuser, die als Drehkreuz für die Behandlung von Opfern nach einem Erdbeben dienen sollen, selbst nicht vollständig erdbebensicher sind. Dazu zählten auch die schwer beschädigten Kliniken der Präfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi.

TEPCO-Dokumente belegen chaotische Zustände: Am gestrigen Tag präsentierte Papiere belegen das Chaos unmittelbar nach Erdbeben und Tsunami. So blieben etwa Lastwagen mit Stromgeneratoren für die Kühlung im Verkehr oder auf zerstörten Straßen stecken, so dass Generatoren eines anderen Unternehmens angefordert werden mussten, welche wiederum Verzögerung hatten und  Kühlungsarbeiten aufgrund der Radioaktivität eingestellt wurden.

Bislang unveröffentlicht ist jedoch die Korrespondenz zwischen TEPCO und dem Büro des Premierministers, so dass im Dunkeln bleibt, wer für kritische Entscheidungen wie die Meerwasserkühlung verantwortlich ist.

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