Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO erwägt teilweisen Weiterbetrieb von Fukushima-Reaktoren

Japan aktuell: TEPCO erwägt teilweisen Weiterbetrieb von Fukushima-Reaktoren

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Während die Opfer des Tohoku-Erdbebens 2011 in Notunterkünften darauf warten, was die Zukunft bringen wird, bleibt die allgemeine Aufmerksamkeit auf die Situation des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi im Nordosten von Japans Hauptinsel Honshu gerichtet.

Während dessen laufen Überlegungen zur Stabilisierung der Lage, zur Einsparung von Energie – und zu einem möglichen erneuten Betrieb von zwei Reaktoren des Fukushima Atomkraftwerks.

Spreadnews berichtet über die Situation in Japan aktuell in einem Nachrichten-Liveticker.

00:00 Morgen ist Spreadnews wieder für Sie da – mit neuen Informationen zur Situation in den japanischen Atomkraftwerken und den Opfern der Naturkatastrophen. Kommen Sie gut durch die Nacht.

21:07 Japan erhöht Sicherheitsstandards der AKW: Für japanische Verhältnisse ungewöhnlich schnell wurde eine gesetzliche Regelung erlassen. Bis Ende April muss in allen 55 Kraftwerken des Landes die Energieversorgung auch während eines Stromausfalls gewährleistet sein.

17:17 IAEA empfiehlt Evakuierung von Iitate: Verschiedene Experten hatten zuvor die Ausweitung der Evakuierungszone gefordert, nun rät die  internationale Atomenergieaufsichtsbehörde aufgrund der starken Strahlung  zur Evakuierung der 7000 Einwohner und zur Vergrößerung der Evakuierungszone.

15:40 Totenzahlen: Offiziellen Angaben zufolge haben Erdbeben und Tsunami bislang 11.258 bestätigte Todesopfer gefordert, 16.344 gelten noch als vermisst.

15:30 Kunstharz-Spray über Reaktoren: Mittels eines ferngesteuerten Flugzeugs soll ein Kunstharz über der Anlage versprüht werden, dass die radioaktiven Partikel an die Überresten der Anlage bindet und so das weitertragen durch Winde reduziert wird. Mit der Maßnahme werde vermutlich am Donnerstag begonnen.

15:23 Deutsche Pumpen zur Kühlung: Der deutsche Pumpenhersteller Putzmeister kündigte an, man werde nun vier weitere Pumpen nach Japan schicken um die Kühlarbeiten zu unterstützen und bei einer evtl. erfolgenden Betonierung zu helfen. Eine Pumpe des Unternehmens ist bereits seit mehr als einer Woche im Einsatz.

14:28 Mögliche politische Trennung der Atombehörde: Japans Premierminister Naoto Kan stellt Überlegungen an, die Atombehörde und das Ministerium für Industrie künftig voneinander zu trennen um ihre Arbeit effizienter zu machen . Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

14:03 Fukushima Daini: Rauch über Fukushima 2: Der etwa eine Stunde lang aus dem zweiten Atomkraftwerk aufsteigende Rauch stamme aus einer Stromverteiler-Einheit in einem Turbinenraum, der sich im ersten Stock befindet. Mittlerweile sei der Rauch wieder verschwunden, die genaue Ursache noch unklar, so TEPCO. Die Anlagen Fukushima 1 und Fukushima 2 trennen etwa 10km voneinander.

11:30 TEPCO spricht von Besserung der Lage: Die allgemeine Situation bessere sich, dennoch sei keiner der kritischen Reaktorblöcke 1 bis 4 wieder unter Kontrolle, so die widersprüchliche Aussage des Kraftwerkbetreibers TEPCO.

11:21 Planungen zu Abdeckplanen: Bei der zuvor aufgegriffenen Idee, spezielle Planen zur Reduzierung der austretenden Strahlung einzusetzen, wird nun offenbar an Möglichkeiten zur Umsetzung gearbeitet. So wird nun anscheinend geprüft, welches Spezialgewebe sich dafür am besten eignet.

11:20 Japans Regierung fordert sofortige AKW-Kontrollen: Banri Kaieda, Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie fordert die Betreiber von Atomkraftwerken zu einer Überprüfung aller nationalen Nuklearanlagen auf und erklärte, bevor abgeschaltete oder noch in der Bauphase steckende Kernkraftwerke in Betrieb gingen, sei ebenfalls eine entsprechende Kontrolle erforderlich

10:59 Regierung will komplette Stilllegung: Nach dem Willen der Regierung soll die gesamte Anlage von Fukushima 1 stillgelegt werden. Das teilte Regierungssprecher Yukio Edano mit. Dagegen hält der Betreiber zumindest den Weiterbetrieb der Reaktoren 5 und 6 für denkbar.

09:55 Überlegungen zum Weiterbetrieb von zwei Fukushima-Reaktoren: Die Reaktorblöcke 1 bis 4 sollen laut TEPCO stillgelegt werden, die Zukunft der Reaktoren 5 und 6 werde noch entschieden. Dabei müssen Regierung als auch Anwohner einbezogen werden.  Auch über die zweite Fukushima-Anlage, das AKW Fukushima Daini, soll erst nach einer Stellungnahme der Regierung entschieden werden.

08:27 Pläne zu Tanker-Pumpen und Reaktor-Abdeckplanen: Die Abdeckung soll den Austritt radioaktiver Strahlung zumindest einzudämmen, auch die Verwendung eines Tankers wird erwogen, um das in den Gebäuden verbliebene radioaktive Wasser abzupumpen.

05:54 Konzernchef von TEPCO in Klinik: Masataka Shimizu, Chef der Tokyo Electric Power Co. (TEPCO) ist mit Bluthochdruck und starken Schwindelgefühlen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

05:46 Greenpeace misst erhöhte Strahlungswerte: In der Ortschaft Iitate 40km nordwestlich der Fukushima-Anlage wurden bis zu 10 Mikrosievert pro Stunde gemessen, im Bereich um die Kleinstadt Tsushima betrug die radioaktive Belastung sogar 100 Mikrosievert in der Stunde, meldet die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

04:48 Rückgang von Radioaktivität In Reaktor 1: Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, das radioaktiv stark belastete Wasser, das bislang die Arbeiten in Reaktoren teilweise extrem erschwerte sei in Reaktor 1 um die Hälfte zurückgegangen. Zuvor hatte der Wasserstand in den Kellern der Turbinenhäuser bis zu einem Meter betragen.

04:20 Radioaktivität im Meerwasser 3355-fach erhöht: Die japanische Nachrichtenagentur meldet, 300km südlich der Atommeiler sei eine Konzentration von radioaktivem Jod-131 im Meer gemessen worden, die den Höchstwert um das 3355-fache übersteigt.

03:22 Sommerzeit-Einführung zur Energieersparnis erwogen: Um große Unternehmen zum Energiesparen zu bewegen, überlegt die japanische Regierung die bislang im Land noch nicht existierende Unterteilung in Sommer- und Winterzeit einzuführen. Aufgrund der Sommerzeit könnten dann Firmen indirekt zum Sparen von Energie genötigt werden.

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