Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO mit neuen Informationen zur Explosion von Reaktor 4

Japan aktuell: TEPCO mit neuen Informationen zur Explosion von Reaktor 4

1045
1
TEILEN
Fukushima-Reaktor 4: Nach Oben gebogene Stahlrippen der Betonkonstruktion im fünften Stock (Foto: TEPCO)
Reaktor 4: Nach Oben gebogene Stahlrippen der Betonkonstruktion im fünften Stock (Foto: TEPCO)
Reaktor 4: Nach außen gedrücktes Drahtgeflecht der Belüftung am Abklingbecken im fünften Stock (Foto: TEPCO)

Während Japans älteste Überreste mit einem Alter von 24.000 Jahren, die nun in einer Höhle auf der Insel Ishigaki aufgefunden wurden, schon einige Jahrtausende überstanden haben, hält die Krise um Fukushima aktuell immer noch an. Um Aussagen zur Explosionsursache von Reaktor 4 zu untermauern hat der Fukushima-Betreiber TEPCO eine Reihe neuer Bilder veröffentlicht, von denen wir an dieser Stelle einige zeigen möchten.

Informationen von TEPCO sowie weitere Fukushima News sowie einige sonstige Neuigkeiten aus Japan nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 10. November 2011.

 

 

Fukushima-Reaktor 4: Nach oben gebogene Stahlrippen der Betonkonstruktion im fünften Stock (Foto: TEPCO)
Reaktor 4: Nach oben gebogene Stahlrippen der Betonkonstruktion im fünften Stock (Foto: TEPCO)

Wasserstoff aus Reaktor 3 war Explosionsursache von Reaktor 4: DerBetreiber TEPCO hat auf einer heutigen Pressekonferenz nun genauere Angabe zur Explosionsursache von Reaktor 4 des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi am 15. März 2011 gemacht. Diese Informationen sind besonders interessant, da sich zum Zeitpunkt der Explosion keine Brennelemente im Reaktorkern befunden haben sollen, sondern in einem Abklingbecken berichtet die Nachrichtenagentur jiji.

Die Explosion sei nach Aussage von TEPCO durch eine Wasserstoffverpuffung entstanden. Der hierzu notwendige Waserstoff stamme aus Reaktor 3 in dem eine Kernschmelze stattgefunden habe. Der Wasserstoff habe sich dann bei einem Rückfluss in den Ventilen und Leitungen des Belüftungssystems angesammelt.

Nachdem TEPCO in der Vergangenheit ähnliche Behauptungen aufgestellt hatte, gingen Experten eher von einer Wasserstoffentwicklung durch eine mangelnde Kühlung der Brennstäbe im Abklingbecken aus, dessen Kühlung bereits zu Beginn der Krise ausgefallen sei.

Fukushima-Arbeiter die das Gebäude von Reaktor 4 am Dienstag betreten hatten um die wirkliche Ursache festzustellen, bemerkten dabei, dass das fünfte Stockwerk deutlich schwerer beschädigt war als der vierte Stock, wo sich eines der Abklingbecken befindet und die dortigen Brennelemente intakt seien. Die Arbeiter berichteten zudem, dass eine Belüftungsleitung schwerwiegende Schäden aufwies. Diese Schilderungen würden die Angaben des Betreiber stützen. Entsprechende Meldungen machten die NHK sowie die Nachrichtenagentur jiji.

Reaktor vier: Ursprünglicher Ort der Belüftung im vierten Stock (Foto: TEPCO)

Auffanglager in Onagawa geschlossen: Acht Monate nach dem Tohoku-Erdbeben sind alle Auffanglager in Onagawa (Präf. Miyagi) geschlossen worden. Die dortigen 25 Auffanglager hatten seit dem Tohoku-Erdbeben vom März 2011  insgesamt 5.720 Personen Unterkunft und Versorgung geboten. Die früheren Bewohner sind nun entweder bei Verwandten untergekommen, oder wohnen seit dem 6. November in den dreistöckigen Übergangshäusern, die am 4. November fertiggestellt worden waren. Das berichtet die Mainichi Shimbun.

Da in den ersten Regionen Japans bereits der Herbst zu spüren ist, sind beheizte Wohnmöglichkeiten von besonderer Bedeutung. So wurden in der Ortschaft Shibecha auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido bereits eine Temperatur von Minus 5,9 Grad Celsius gemessen.

Insgesamt 449 Einwohner von Onagawa waren bei den Naturkatastrophen getötet worden, 378 Personen gelten weiterhin als vermisst (Stand 9. November 2011).

Dekontamination und Aufbau bestimmende Fukushima-Wahlthemen: Bereits mit dem offiziellen Beginn des Wahlkampfes der Gemeinden in der Präfektur Fukushima am heutigen Dienstag ist schon jetzt klar, mit welchen Themen die Kandidaten versuchen werden, Stimmen für sich zu gewinnen. Vor allem die zügige und gründliche Dekontamination, der schnelle Wiederaufbau und die sichere Rückkehr sind, einem Artikel der Mainichi Shimbun zufolge, die Versprechen die den Wahlkampf  in den Städten und Gemeinden bestimmen.

Die Sicherheit der Atomtechnik, oder Überlegungen zu einem möglichen Verzicht der Präfektur auf derartige Anlagen, sucht man in dem Artikel jedoch vergebens – möglicherweise noch ein zu heißes Eisen um damit Versprechungen zu machen, verdienen doch viele Standorte durch die Atomindustrie Geld.

Fukushima-Reaktor 4: Reste der Belüftungsleitung im dritten Stock (Foto: TEPCO)
Reaktor 4: Reste der Belüftungsleitung im dritten Stock (Foto: TEPCO)

Japanische Helferin nach neuem Türkei-Erdbeben gerettet, ein japanischer Helfer tot: Unter den aus den Trümmern eines eingestürzten Hotels geborgenen Personen befindet sich mit Miyuki Konnai auch eine Japanerin. Ursprünglich Teil der Hilfsteams beim Türkei-Erdbeben im Oktober wurde sie nun Opfer des gestrigen Bebens, das sich ebenfalls in der Provinz Van ereignete. Sie selbst sei nicht lebensgefährlich verletzt und habe mit ihren Rettern gesprochen. Kollegen werden jedoch noch vermisst.

Neben Yumeko Ota und Atsushi Miyazaki gehörte sie ebenfalls zur gemeinnützigen „Japanese Association for Aid and Relief“ (AAR). Miyazaki wurde ebenfalls lebend aus dem Trümmern geborgen, verstarb jedoch später.

1 KOMMENTAR

  1. … und jetzt nochmal für alle: Es wurden schon Zeppeline mit Wasserstoff zum schweben gebracht-> weil er leichter ist als Luft: deshalb fliegt die 5. Etage besser weg als die 4. . Physik – nix weiter- ausser Tepco-Lügen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here