Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO pumpt Stickstoff in Fukushima-Reaktor 1

Japan aktuell: TEPCO pumpt Stickstoff in Fukushima-Reaktor 1

1180
2
TEILEN
AKW Fukushima Reaktor 01 am 12. März 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Reaktor 1 am 12. März 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima Reaktor 01 am 12. März 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Reaktor 1 am 12. März 2011 (Foto: TEPCO)

Kleine Dinge können eine Menge aussagen, das beweist die erste Meldung zum AKW Fukushima heute. Neben den Reaktorkatastrophen sind es jedoch auch die Folgen des Tohoku-Erdbebens, die das Land immer noch prägen – und auch die jüngste Naturkatastrophe zeigt, dass weiterhin an eine Zukunft mit dem erwarteten Nankai-Großbeben gedacht werden muss.

Hält sich TEPCO, Betreiber des Kernkraftwerks in der Präfektur Fukushima aktuell auch mit spektakulären Meldungen zurück, bieten die verbleibenden Meldungen zumindest Möglichkeiten zur Spekulation um den Zustand der Anlage.

Somit neben den Fukushima News auch heute wieder interessante Neuigkeiten, im Spreadnews Japan-Ticker vom 2. April 2013.

.Unsere heutigen Themen:

  • TEPCO pumpt Stickstoff in Reaktor 1
  • Polizisten bleiben dauerhaft in Katastrophengebiet
  • Erdbeben der Stärke 6,0 vor Ostküste Japans
  • Handabdruck-Kirschbaum blüht in Katastrophenpräfektur
  • Welt-Autismus-Tag lässt Tokyo Skytree und Tokyo Tower blau erstrahlen

TEPCO pumpt Stickstoff in Reaktor 1: TEPCO berichtete in den vergangenen Tagen ausschließlich über Standardmaßnahmen an der Anlage, die nicht bemerkenswert sind. Eine heute gemachte Meldung hat jedoch mehr Aussagekraft als es zunächst scheint.

TEPCO berichtet heute, dass um 9:59 Uhr damit begonnen wurde, Stickstoff in die Druckkontrollkammer von Reaktor 1 zu pumpen – nach eigenen Angaben um den bislang verbliebenen Wasserstoff zu neutralisieren und die Auswirkung der Radiolyse – der Zersetzung des Wassers in Sauerstoff und Wasserstoff – bestätigen zu können.

Das bedeutet also, das TEPCO einräumt, dass dort durch Radiolyse weiterhin explosionsgefährlicher Wasserstoff entsteht, der in einer möglichst geringen Konzentration gehalten werden muss – weshalb die Einspeisung von Stickstoff diesmal auch höher ausfällt, als bei der letzten Zufuhr am 26. Februar.

Polizisten bleiben dauerhaft in Katastrophengebiet: Insgesamt 750 Polizeibeamte waren im Februar zu einem 14 Monate dauernden Einsatz in die Katastrophengebiete geschickt worden. Nun haben sich 21 der Beamten freiwillig dazu bereit erklärt, dort in örtlichen Polizeiwachen zu arbeiten um die Sicherheit des Gebiets zu gewährleisten.

Die Aufgaben der Polizeibeamten bestehen bislang im wesentlichen darin, Gespräche mit den Bewohnern der Übergangshäuser zu führen und ihnen so die Möglichkeit zu bieten, über die belastenden Ereignisse zu sprechen, berichtet die Mainichi Shimbun.

Die Präfektur Iwate stehen nun 15 Einsatzkräfte der Polizei des Großraums Tokyo (MPD) und der Präfektur Miyagi sechs zusätzliche Beamte, die zum Teil ebenfalls aus dem MPD, zum Teil auch von der Präfekturalpolizei Osaka stammen, für die dortigen Aufgaben zur Verfügung.

Erdbeben der Stärke 6,0 vor Ostküste Japans: Um 4:53 Uhr ereignete sich 107 Kilometer vor Miyako (Präf. Iwate) ein Erdbeben der Stärke 6,0. Weder die japanische Wetterbehörde noch internationale Stellen gaben eine Tsunami-Warnung heraus. Über mögliche Schäden oder Verletzungen war zunächst nichts bekannt.

Handabdruck-Kirschbaum blüht in Katastrophenpräfektur: Am gestrigen 1. April berichteten japanische Medien über ein Erblühen der besonderen Art. In Ogatsu, eine Bezirk von Ishinomaki (Präf. Miyagi) kann ein Kirschbaum betrachtet werden, dessen Blüten aus Handabdrücken bestehen.

Etwa 200 Personen aus allen Teil Japans trafen sich an den letzten beiden Märztagen und drückten ihre Handabdrücke in roter und pinker Farbe an die 40 Meter lange und vier Meter hohe Wand, um dem dort aufgemalten Kirschbaum zu seinen Blüten zu verhelfen.

Die Kunstaktion auf der Wand – der „Ogatsu kibo no campus„, die neben dem Kirschbaum auch geschriebene Wünsche, Hoffnungen und positive Botschaften umfasst, soll den betroffenen Menschen eine Möglichkeit zum Selbstausdruck geben und gleichzeitig Hoffnung vermitteln. Über das Projekt berichteten Mainichi Shimbun und Asahi Shimbun.

Welt-Autismus-Tag lässt Tokyo Skytree und Tokyo Tower blau erstrahlen: Anlässlich des im Jahr 2008 von den Vereinten Nationen eingeführten Welt-Autismus-Tags am 2. April werden seit 2010  beim Projekt „Light It Up Blue“ (lightitupblue.org) weltweit öffentliche Gebäude blau angestrahlt.>

Logo des Welt-Autismus-Tages der Vereinten Nationen (Copyright: U.N.)
Logo des Welt-Autismus-Tages der Vereinten Nationen (Copyright: U.N.)

In diesem Jahr wurden etwa 5.000 Gebäude in 80 Ländern auf der ganzen Welt derartig farbig illuminiert um ein stärkeres Bewusstsein für Autismus zu fördern.

Alleine in Japan wurden neben den beiden größten Kennzeichen von Japans Haupstadt Tokyo auch der Tsutenkaku Tower in Osaka, sowie über 40 Türme und Gebäude angestrahlt – darunter etwa auch eine Buddha. Hierüber berichtete etwa die jiji.

Insbesondere unmittelbar nach den Tohoku-Katastrophen 2011 war es schwer gewesen, Personen mit besonderen Bedürfnissen eine adäquate Unterstützung zu leisten und der Aufenthalt in Übergangshäusern mit geringer Privatsphäre ist für viele dieser Menschen besonders belastend.

2 KOMMENTARE

  1. Auch wir in Deutschland, in unsere kleine Stadt 74653 Künzelsau haben das altem Rathaus Gebäude blau beleuchtet, die Presse war informiert, unsere Regionale Zeitung hat sich dafür interessiert…leider alle andere waren wahrscheinlich beschäftigt über die Welt zu berichten anstatt für das was hier bei uns passiert….traurig…traurig!

    • „Auch wir in Deutschland, in unsere kleine Stadt 74653 Künzelsau haben das altem Rathaus Gebäude blau beleuchtet“…..WEN INTERESSIERT DAS ???

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here