Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO räumt Kernschmelze in zwei weiteren Fukushima-Reaktoren ein

Japan aktuell: TEPCO räumt Kernschmelze in zwei weiteren Fukushima-Reaktoren ein

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Tepco: Luftprobentests über Reaktor Teil 04. Foto: Tepco
Tepco: Luftprobentests über Reaktor Teil 04. Foto: Tepco
Tepco: Luftprobentests Reaktor am 24.05.2011. Foto: Tepco
Fukushima: Luftprobentests über Reaktor am 24.05.2011. Foto: Tepco

Wenig überraschend musste die Betreiberfirma TEPCO auch am heutigen Tag Eingeständnisse machen und zugeben, dass die Kernschmelzen in den Reaktoren 2 und 3 bereits in 60-100 Stunden nach dem Zwischenfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi stattfanden – eine Aussage, die Experten längst getroffen hatten.

Zwischenzeitlich gehen Tests und Arbeiten am immer noch stark strahlenden AKW Fukushima Daiichi weiter, nachdem zuletzt hohe Werte von Radioaktivität auch außerhalb der gesetzlichen Sperrzone festgestellt worden waren.

Von besonderem Interesse sind daher Luftproben und Materialtests aus unmittelbarer Nähe der Anlage und im Inneren der Gebäude, was vermutlich neben Robotern auch den erneuten Einsatz von menschlichen Arbeitern erforderlich machen wird.

Weitere aktuelle Informationen über die gegenwärtige Situation in den Krisengebieten auf Japans Hauptinsel Honshu im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. Mai 2011.

00:00 Morgen ist Spreadnews wieder für Sie da – mit News rund um die Situation in Japan und weiteren Themen. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Wärmetauscher an Reaktor 2 installiert: Wie TEPCO meldet, habe man im AKW Fukushima erfolgreich einen Wärmetauscher in einem Gebäude nahe von Reaktor 2 angebracht, das berichten japanische Medien. Bis Ende des Monats soll das System laufen und dann durch zirkulierendes Wasser im kommenden Monat die Wassertemperatur auf 41°C herunterkühlen.

AKW Higashidori vor möglicher Wiederaufnahme: Nach Ansicht der Regierung gibt es keine Sicherheitsbedenken gegen eine Wiederinbetriebnahme des von Tohoku Electric betriebenen Kernkraftwerks Higashidori (Präfektur Aomori). Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Eltern reagieren auf neue Kinder-Grenzwerte: Nachdem zuletzt die Erhöhung der Grenzwerte für Kinder auf 20 Milisievert bei besorgten Eltern zu heftigen Protesten geführt hatte, greifen Eltern nun bei kostenlosen Dosimetern zu, so die Mainichi Shimbun. Aus Angst vor Radioaktivität,  lassen Eltern ihre Kinder in Fukushima nicht im Freien spielen, neben Atemmasken tragen Kinder trotz der Sommertage oft auch lange Kleidung und Handschuhe.

Lediglich 30 Prozent der Spenden kommen an: Bislang haben lediglich 30% der finanziellen Hilfen die Opfer in den besonders schwer getroffenen Präfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi erreicht. Während in Fukushima immerhin noch 67% der Empfänger ihre Spenden erhalten sind es in Iwate nur sieben und Miyagi lediglich fünf Prozent. Ursachen sind mangelndes Personal und komplizierte Anmeldeverfahren. Das meldete die Yomiuri Shimbun am Montag

Opfer im häuslichen Pflegedienst: Mindesten 44 Mitarbeiter örtlicher Sozialdienste, die in den von Erdbeben und Tsunami besonders schwer getroffenen Präfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi arbeiteten und sich dort um allein lebende, alte oder behinderte Menschen kümmerten, sind tot oder werden vermisst. Die Arbeit ihrer Kollegen wird nun um so mehr benötigt, da auch ältere Menschen nach ihre Evakuierung in Übergangshäuser ziehen. Dies melden japanische Medien.

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