Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO-Roboter auf der Suche nach Wasserlecks im AKW Fukushima

Japan aktuell: TEPCO-Roboter auf der Suche nach Wasserlecks im AKW Fukushima

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Aufnahme von Survey Walker: Untergeschoss des Torus-Raums mit Blickrichtung-Sicherheitsbehälter (Foto: TEPCO)
Aufnahme von Survey Walker: Untergeschoss des Torus-Raums mit Blickrichtung-Sicherheitsbehälter (Foto: TEPCO)
Aufnahme von Survey Walker: Untergeschoss des Torus-Raums von Reaktor 2 mit Blickrichtung-Sicherheitsbehälter (Foto: TEPCO)
Aufnahme von Survey Walker: Untergeschoss des Torus-Raums mit Blickrichtung-Sicherheitsbehälter (Foto: TEPCO)

Nach einem ersten Einsatz des Roboters „Survey Runner“ am gestrigen Mittwoch, wertet TEPCO, die Betreiberfirma des AKW Fukushima aktuell aus, welche Schlüsse aus den Aufnahmen gezogen werden können und ist dabei bereits zu Ergebnissen gelangt.

Allerdings gibt es offenbar kaum weitere Fukushima News und abgesehen von der Tatsache, dass auf Wunsch der Regierung nun Kazuhiko Shimokobe neuer Präsident des Energieanbieters werden wird, scheinen somit die Aufmerksamkeit ganz auf dem vom Roboter erfassten Material zu liegen. Natürlich halten wir unsere Leser auch heute informiert – im Spreadnews Japan-Ticker vom 19. April 2012.

TEPCO-Roboter entdeckt mögliche Hinweise auf Wasserleck:   Die NHK berichtete gestern über erste Angaben des Konzerns zu den gemachten Kameraufnahmen des Robotereinsatzes. Bislang habe der Roboter keine Wasserlecks, oder Spuren davon an den Einstiegsschächten in den nördlichen und südöstlichen Bereichen der Kondensationskammer entdeckt, obwohl dort Lecks vermutet worden waren. Das Gerät habe zudem etwa 90 Prozent des oberen Bereichs der rettungsringförmigen Kammer untersucht und keine ernsthaften Schäden oder Deformationen festgestellt.

TEPCO hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Angaben dazu gemacht, ob es dem Survey Runner gelungen war, Bilder von den Rohrleitungen zwischen Kondensationskammer und Sicherheitsbehälter zu machen. Auch dort vermutet das Unternehmen mögliche Wasserlecks.

Aufnahmen des Survey Walker: Untersuchter Bereich (Foto: TEPCO)
Aufnahmen des Survey Walker: Untersuchter Bereich (Foto: TEPCO)

Die jüngsten Fotos von TEPCO die vom Roboter in Reaktor 3 gemacht wurden, sind deutlich interessanter.  In einer vorangegangenen Videountersuchung aufgrund des Wasseraustrritts am Flansch des Durchgangs habe man einen Spalt zwischen der Betonabdeckung und dem Reaktorgebäude selbst festgestellt und dort eine Kamera einführen können – wie auf dem nebestehenden Foto zu sehen.

An der von 13:27 Uhr bis 13:48 Uhr Ortszeit durchgeführten Aktion waren zwei Angestellte beteiligt. Deren Strahlungsbelastung wird im Datenblatt des Betreibers mit  8,01 Sievert (Sv) angegeben  ursprünglich hatte man eine Belastung von 15 Millisievert (mSv) kalkuliert.

Das Ergebnis der heutigen Untersuchung: Die Überprüfung der Situation um den Flansch des Durchgangs-Sicherheitsbehälters ergab bei der Untersuchung des Bodens tatsächlich Hinweise auf ein mögliches Wasserleck. Nun müsse eine genauere Auswertung erfolgen, so TEPCO.

3 KOMMENTARE

  1. „Deren Strahlungsbelastung wird im Datenblatt des Betreibers mit 8,01 Sievert (Sv) angegeben “

    Ist das ein Schreibfehler oder lese ich da richtig?

    Liegt die tödliche Dosis nicht bei 7 Sv ???

    • Zunächst einmal vielen Dank für den aufmerksamen Kommentar.

      Aufgrund der Tatsache, dass uns diese Angaben ebenfalls zweifelhaft erschienen, wiesen wir ausdrücklich darauf hin, dass es sich um die Informationen handelt, die in dieser Form von TEPCO veröffentlicht wurden.

      Wir halten einen Tippfehler des Betreibers für wahrscheinlich

      Mit freundlichen Grüßen

      Die Spreadnews-Redaktion

  2. Vermutlich hofft man, dass ein Tippfehler angenommen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass der Wert echt ist. Siehe YouTube „Holger Strohm Fukushima“.

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