Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO setzt vermehrt auf Roboter

Japan aktuell: TEPCO setzt vermehrt auf Roboter

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Roboter Talon-A
Tepco plant weiteren Robotereinsatz
US-Roboter Talon
US-Roboter Talon als Helfer geplant. Foto: TEPCO

Die Geschehnisse der jüngsten Vergangenheit um den Störfall im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, der sich nach dem Tohoku-Erdbeben 2011 ereignete sind wenig positiv. Nachdem die internationale Berichterstattung während der Ostertage eher gering war, im Folgenden einige Ereignisse der vergangenen Tage

 

 

16:58 Goldene Woche als Hilfseinsatz: Viele Japaner verzichten auf die Erholung durch Urlaub in der so genannten Goldenen Woche und Leisten freiwillig Hilfe bei Aufräumarbeiten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

16:48 Kinder in radioaktiven Gebieten Nach Angaben der Mainichi Shimbun halten sich in der Ortschaft Iitate (Präf. Fukushima), immer noch 45 Kinder in Gebieten mit erhöhter Radioaktivität auf. Die Regierung rät zum Schutz der Kinder zum Verlassen der  Gebiete

15:00 Asbestgefahr steigt: Mit dem Fortschritt der Aufräumarbeiten in den Katastrophengebieten steigt die Gefahr für die Helfer, Asbeststaub einzuatmen. Das berichtet die Japan Times

13:00 TEPCO will mehr Roboter einsetzen: Was Kritiker von Beginn an forderten, wird nun umgesetzt. Die Betreiberfirma will drei weitere Roboter zur Überprüfung der Nuklearanlage einsetzen und damit auch Arbeiter entlasten. Neben zwei US-Robotern vom Typ Talon die vor allem zur Strahlenmessung dienen, werde auch ein in Japan entwickelter Quince-Roboter  eingesetzt, der besonders für Einsätze in Trümmergelände geeignete ist und die Pumpensteuerung übernehmen soll

Meldungen der letzten Tage:

Reaktor 1 mit möglichem radioaktivem Leck: Steigende Strahlungswerte lassen den Austritt von Radioaktivität vermuten, Arbeiter dürfen den Bereich nicht betreten. Überprüfungen mit Robotern zeigten jedoch keine Auffälligkeiten.

28. April Gedenken durch Origami-Kraniche: International gedenkt man der Opfer der Naturkatastrophen durch das falten von Papierkranichen (Senbazuru). Diese Art des  Origami wurde durch das Mädchen Sadako Sasaki, das als Hibakusha (Atombomben-Opfer) von Hiroshima bekannt, die sich im Vertrauen auf eine Sage, dadurch Heilung ihrer Leukämie erhoffte.

28. April Buddhistische Totenriten: Am 28. April und damit 49 Tage nach dem Erdbeben endeten die buddhistischen Totenriten mit dem Schlagen der großen Glocke. Dieser Zeitpunkt  nach dem Tod einer Person soll von besonderer Bedeutung sein und Einfluss auf deren Wiedergeburt haben. Auch der Dalai Lama beteiligte sich an den Gebeten.

27. April Abtragen von Erdschichten: Kinder aus Schulen und Kindergärten in der Ortschaft Koriyama, die etwa 50km vom AKW entfernt liegt, sollen durch die Entfernung von radioaktiv belasteten Erdschichten auf Spielplätzen zumindest kurze Zeit im Freien spielen können.

27. April
Arbeiterin verstrahlt:
Bereits im März wurde bei einer Arbeiterin eine Strahlendosis festgestellt die den Höchstwert um das dreifache überschritt. Über die genaue Ursache ist bislang nichts bekannt, möglicherweise habe sie radioaktiv belasteten Staub eingeatmet.

25. April Entschädigung für Tötung von Tieren: Für Vieh, das in der Sperrzone zurückgelassen oder auf Regierungsbefehl getötet werden musste, fordern Landwirte finanzielle Entschädigungen von der der Betreiberfirma der Nuklearanlage.

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