Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO testet Dekontaminationsanlage für radioaktiv belastetes Wasser am AKW Fukushima

Japan aktuell: TEPCO testet Dekontaminationsanlage für radioaktiv belastetes Wasser am AKW Fukushima

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Tepco: Unterbau der Wasseraufbereitungsanlage am 19-06-2011
Tepco: Unterbau der Wasseraufbereitungsanlage am 19-06-2011
Tepco: Unterbau der Wasseraufbereitungsanlage am 9. Juni 2011 Foto: Tepco
Tepco: Unterbau der Wasseraufbereitungsanlage am 9. Juni 2011. Foto: Tepco

Die Aufmerksamkeit der Medien ruht heute vor allem auf dem Verlauf der Tests an der Dekontaminationsanlage für radioaktive Abwässer der Atomruine Fukushima Daiichi. Sollten die Testläufe erfolgreich sein, könnte stark radioaktiv belastetes Wasser stattdessen im externen Kühlsystem für die Reaktoren genutzt werden.

Weitere Fukushima News und und sonstige Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in Japan können Sie nun nachvollziehen – im heutigen Spreadnews Japan-Ticker vom 14. Juni 2011.

Radioaktives Cäsium in Zwergwalen:
In zwei Zwergwalen die in Kushiro auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido gefangen wurden, konnte radioaktives Cäsium nachgewiesen werden, so eine Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo

Übergangshäuser bleiben unbeliebt: Insgesamt 20 Prozent der Personen, die per Los ein Übergangshaus gewonnen hatten, schrecken nun davor zurück, diese zu beziehen – es bestehen Bedenken dort genug Nahrung zu erhalten. Zuvor war bereits die ungünstige Lage vieler Gebäude kritisiert worden, diese  befänden sich zu weit von wichtiger Infrastruktur wie Krankenhäusern entfernt.

Auch das nur ein geringer Teil der Häuser über einen Wasseranschluss verfügt, macht sie bislang wenig attraktiv. Aktuell sind 996 der insgesamt 2000 in der Region geplanten Übergangshäuser bezugsfertig. Das meldet die Nachrichtenagentur Jiji.

Totengeld für Vermisste: Die Auszahlung von finanziellen Unterstützungen für die Angehörigen von Todesopfern der Naturkatastrophen ist in den betroffenen Gebieten mit Schwierigkeiten verbunden, es besteht die Sorge vor missbräuchlichem Bezug durch Meldung verstorbener Angehöriger die gar keine Familenmitglieder sind.

Angehörige von Todesopfern der Naturkatastrophe haben ein Anrecht auf finanzielle Unterstützung, allerdings schrecken einige Menschen davor zurück, ihre vermissten Familienmitgliedern für tot zu erklären. Die Anwendung der im April getroffenen Regelung, derzufolge Personen die seit drei Monaten als vermisst gelten, für tot erklärt werden, soll jedoch den Menschen finanzielle Hilfe ermöglichen.

Spendendiebstähle in ganz Japan: Um die Situation der Menschen, die durch Erdbeben und Tsunami teilweise alles verloren haben zu verbessern, rufen internationale Hilfsorganisationen zu Spenden auf. Doch neben diese großen Aufrufen sind es auch zahlreiche kleine Gruppen wie etwa Vereine, die Geld für die Opfer der Naturkatastrophe sammeln wollen.

Tokyo: Mitglieder des YMCA sammeln Spenden. Foto: KJ
Tokyo: Mitglieder des YMCA sammeln Spenden. Foto: KJ

In zahlreichen Geschäften in ganz Japan stehen daher Spendenboxen für die Kunden bereit.

Diese Boxen sind es, die nach einem Bericht der Yomiuri Shimbun nun verstärkt das Ziel von Dieben werden. Bislang gibt es insgesamt 274 gemeldete Fälle von Diebstählen der Spendenboxen.

 

Zahlen zu Toten und Vermissten: Nach Angaben der nationalen Polizeibehörde  gelten  nach dem Tohoku-Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami  nun 7931 Personen offiziell als vermisst, die Zahl bestätigter Todesopfer liegt bei 15.424 Personen.

Test der Wasser-Dekontaminationsanlage: Wie angekündigt, wird TEPCO heute eine Reihe von Tests durchführen um die Dekontaminationsanlage für das radioaktiv belastete Wasser aus den Kellern der Gebäude so bald wie möglich in Betrieb nehmen zu können.

Sollten die heutigen Tests am Dekontaminator erfolgreich verlaufen, könnte das System, mit dem das Wasser recycled werden soll um dann als Teil eines externen Kühlsystems für den Reaktor zu dienen, bereits am Freitag den Betrieb aufnehmen, so die Nachrichtenagentur Kyodo.

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