Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO veröffentlicht 600 Fukushima-Fotos

Japan aktuell: TEPCO veröffentlicht 600 Fukushima-Fotos

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Gelände an der Seeseite von Fukushima-Reaktor 1 am 23. März 2011 (Foto: TEPCO)
Gelände an der Seeseite von Fukushima-Reaktor 1 am 23. März 2011 (Foto: TEPCO)
Gelände an der Seeseite von Fukushima-Reaktor 1 am 23. März 2011 (Foto: TEPCO)
Gelände an der Seeseite von Fukushima-Reaktor 1 am 23. März 2011 (Foto: TEPCO)

Wenn wir vom AKW Fukushima heute Fotos präsentieren, ist dies zunächst nicht ungewöhnlich.

In Anbetracht der Tatsache, das TEPCO jedoch nun über 600 Fotos veröffentlicht hat und die Übersetzung von Begleittexten noch Zeit benötigt, veröffentlichen wir heute neben den Meldungen einige dieser Aufnahmen.

Doch neben diesen Bilddokumenten gibt es im Zusammenhang mit dem AKW Fukushima aktuell auch weitere Informationen, so dass es heute wieder sowohl Fukushima News, als auch sonstige Meldungen gibt. Das Ganze wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 12. September 2012.

Unsere heutigen Themen:

  • TEPCO veröffentlicht über 600 Fukushima-Fotos
  • TEPCO setzt unabhängigen Beratungsausschuss ein
  • Unternehmen wie Google und Twitter wollen Katastrophenhilfe erleichtern
  • Katastrophenrichtlinien sehen Übernachtungen in Unternehmen vor
  • Proteste gegen neue Atomaufsicht NRA
  • Wunderkiefer zu Konservierungszwecken gefällt
  • Japan, China und der Senkaku-Konflikt
    • Japan lehnt Umkehrung des Kaufs ab
    • China droht mit Militär
    • Anti-Japanischer Protest in China
    • Einzelne Flaschenwürfe auf Botschaft in Peking
    • Stürmung des Generalkonsulats verhindert
    • Eierwürfe in Taiwan
    • Taiwan beruft Gesandten zurück
    • Taiwans Ex-Präsident sieht kein Territorialinteresse

TEPCO veröffentlicht über 600 Fukushima-Fotos:  Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi, der Elektrizitätskonzern TEPCO, veröffentlichte etwa 600 Fotos die im Zeitraum von 18 Tagen, ausgehend vom Beginn der Krise am 11. März 2011, aufgenommen worden waren.

Ein Untersuchungsausschuss zur Fukushima-Katastrophe habe auf die Existenz unveröffentlichter Aufnahmen hingewiesen, was Anlass für das Unternehmen war, Angestellte und Vertragspartner um Bereitstellung des fotografischen Materials zu bitten.

TEPCO entschuldigte den späten Zeitpunkt der Veröffentlichung mit internen Koordinationsproblemen. So seien die eingesandten Aufnahmen nicht sortiert gewesen. Gleichzeitig erklärte man jedoch, es sei nicht zu erwarten, dass die Aufnahmen einen unmittelbaren Einfluss auf das Ergebnis der Beurteilungen haben werde.

AKW Fukushima: Schäden auf dem Gelände unmittelbar nach dem Erdbeben (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Schäden auf dem Gelände unmittelbar nach dem Erdbeben (Foto: TEPCO)

Einige der Aufnahmen wurden von Angestellten auf der Flucht nach dem Erdbeben aufgenommen, während andere das Zurückziehen des Tsunami, oder Wasser in den Turbinengebäuden von zwei Reaktoren zeigen.

Auf anderen sind die Rohrkonstruktionen, oder die technischen Anlagen des Kernkraftwerks Fukushima zu sehen. Insbesondere die Aufnahmen von Geländeschäden, wie etwa Rissen und Erdspalten sind im Vergleich zu dem sonst von TEPCO gelieferten Material ungewöhnlich.

TEPCO setzt unabhängigen Beratungsausschuss ein: Ein vom Kraftwerksbetreiber TEPCO eingesetzter Ausschuss – das „Komitee zur Kontrolle der Atomreform“ nahm am Dienstag seine Arbeit auf. Bei der beratenden Instanz handelt es sich um einen Versuch des Konzerns das öffentliche Vertrauen wiederherzustellen.

Durch die Einsetzung von Mitgliedern wie Rechtsanwalt Masafumi Sakurai, der Mitglied des parlamentarischen Fukushima-Untersuchungsausschusses war und Dale Klein, ehemaliger Vorsitzender der US Nuclear Regulatory Commission, soll die Unabhängigkeit des Atomreformüberwachungskomitees demonstriert werden.

Am Hauptgebäude des AKW Fukushima unmittelbar nach dem Erdbeben (Foto: TEPCO)
Am Hauptgebäude des AKW Fukushima unmittelbar nach dem Erdbeben (Foto: TEPCO)

Wenn man sich die Aufgaben betrachtet – Beratung bei der Verbesserung der Sicherheitstechnologie, Weiterentwicklung für Technologien, die zur Stilllegung und Dekontamination der Kraftwerksanlage genutzt werden können – so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, das TEPCO demonstrativ versucht reinen Tisch zu machen.

Dabei dürfte die neue Unternehmensführung, allen voran TEPCO-Präsident Naomi Hirose und der Vorsitzende Kazuhiko Shimokobe vor allem den Neustart anderer Anlagen im Sinn haben. Als Teil des Sanierungsplans ist auch der Neustart der sieben Reaktoren am AKW Kashiwazaki-Kariwa im Frühling 2013 vorgesehen

Im Bereich um den Fukushima-Reaktor 4 am 28. März 2011 (Foto: TEPCO)
Im Bereich um den Fukushima-Reaktor 4 am 28. März 2011 (Foto: TEPCO)

Ob die Kontrolle durch das Atomreformkontrollkomitee und das zusätzlich eingerichtete „Untersuchungs- und Verifikationsprojektteam“ mit internationalen Experten im Bereich von Technologie und Recht, das Berichte von Regierungs- und Parlamentskomitees auswerten soll, ausreicht, um die Ablehnung durch Anwohner zu beschwichtigen, bleibt abzuwarten.

Über die neusten Bestrebungen von TEPCO berichteten etwa NHK und Asahi Shimbun.

Unternehmen wie Google und Twitter wollen Katastrophenhilfe erleichtern: Die japanischen Ableger der Internetkonzerne Google und Twitter wollen nun mehr liefern als Suchergebnisse und private Kurznachrichten, sondern kündigten am heutigen Mittwoch an, ihren Teil beizutragen, um Wege zu ermitteln, durch die Katastrophenopfern effektiver geholfen werden kann.

Überschwemmung in einem Turbinengebäude am 17. März 2011 (Foto: TEPCO)
Überschwemmung in einem Turbinengebäude am 17. März 2011 (Foto: TEPCO)

Dabei schließen sie sich einer Arbeitsgruppe mit weiteren acht Unternehmen an, zu denen unter anderem auch der Automobilhersteller Honda, der Kartendienstanbieter Zenrin DataCom und der Katastrophen-Informationsdienst Rescuenow zählen. Auch die Medien, in Gestalt von Rundfunkdienstleister NHK und der Tageszeitung Asahi Shimbun beteiligen sich an dem Projekt.

Gemeinsam will man Daten auswerten, aus denen sich Informationen über den Verlauf der Evakuierung, Verkehrsbehinderungen und Stromausfälle im Zeitraum einer Woche nach Beginn der Katastrophe ziehen lassen.  Während Google und Twitter allgemeine Informationen beisteuern könnten, wertet Zenrin die GPS-Daten von Mobilgeräten aus.

Gelände an der Seeseite der Fukushima-Reaktoren 5 und-6 am 17. März 2011 (Foto: TEPCO)
Gelände an der Seeseite der Fukushima-Reaktoren 5 und-6 am 17. März 2011 (Foto: TEPCO)

Die Unternehmen wollen unter Mitwirkung von Forschern die Daten auswerten und die jeweiligen Ergebnisse auf einem Treffen im Oktober vorzulegen.

Nach Angaben der Kyodo ist dieser Schritt eine Reaktion auf die gestiegene Erwartung, große Datenbestände aus Mobilgeräten wie Smarphones und Navigationsgeräten für Autos für derartige Zwecke zu nutzen.

 

Katastrophenrichtlinien sehen Übernachtungen in Unternehmen vor: Für Fall eines Großbebens im Bereich von Japans Hauptstadt Tokyo, sollen Unternehmen sowohl ausreichend Lebensmittel und Wasser für drei Tage (neun Mahlzeiten, neun Liter) einlagern und ihren Angestellten für diese Dauer eine Übernachtung am Arbeitsplatz ermöglichen.

Dies sind Punkte der Katastrophenrichtlinien, die von einem Regierungsausschuss zusammengetragen wurden.

Aufnahme des AKW Fukushima am 12. März 2011 (Foto: TEPCO)
Aufnahme des AKW Fukushima am 12. März 2011 (Foto: TEPCO)

Während des Tohoku-Erdbebens 2011 saßen etwa 5,15 Millionen Menschen im Großraum Tokyo fest. Bei dem Großteil der Angestellten in Tokyo handelt es sich um Berufspendler. Im Fall eines Erdbebens unmittelbar unterhalb der Metropole sei mit 9,89 Millionen derart gestrandeter Personen zu rechnen. ´

In den am Montag vorgestellten, nicht verbindlichen Richtlinien, die bereits von der Tokyoter Verwaltung, dem Wirtschaftsverband Keidanren, einem Immobilienverband, sowie anderen Industrieorganisationen akzeptiert wurden, ist die Nahrungsmittellagerung sowie die Bereitstellung einer Decke für jeden Angestellten, vorgesehen.

Der Tsunami am AKW Fukushima am 11. März 2011 (Foto: TEPCO)
Der Tsunami am AKW Fukushima am 11. März 2011 (Foto: TEPCO)

Zusätzlich werden die Unternehmen gebeten weitere Hilfsgüter, deren Umfang etwa zehn Prozent der selbst benötigten Mittel entspricht, für Personen bereit zu halten, die keine Angestellten sind, jedoch aufgrund von Infrastrukturschäden vorübergehend dort Zuflucht suchen.

Gemeinden werden den Richtlinien folgend öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Bürogebäude als Notunterkunft anbieten, während die Eingangsbereiche beteiligter Unternehmen und Geschäfte als vorübergehene Unterkunft dienen sollen. Derartige Unterkünfte sollen etwa 3,3 Quadratmeter für zwei Personen einplanen.

Auch im Transportwesen plant man Notfallmaßnahmen. JR East will Bahnhofshallen und weitere Gebiete von etwa 200 Bahnhöfen, die im Bereich von 30 Kilometern um den Bahnhof Tokyo liegen, als Notunterkünfte zur Verfügung stellen. Diese können bis zu 60.000 Personen beherbergen.

Tiefe Risse in einem Hügel am AKW Fukushima (Foto: TEPCO)
Tiefe Risse in einem Hügel am AKW Fukushima (Foto: TEPCO)

Katastropheninformationen über Twitter, Facebook und weitere Webseiten, sollen die festsitzenden Personen über Entwicklungen informieren und ihnen den Weg zu nahe gelegenen Unterkünften weisen, da die Endbahnhöfe vermutlich überlaufen sein werden.

Nach dem Abebben des ersten Durcheinanders sollen Verkehrsunternehmen wie Buslinien und Taxidienste ältere, behinderte und schwangere Personen bevorzugt behandeln und nach Hause bringen.

Bis Ende August haben sich bislang 21.050 der „Konbini“ genannten 24-Stunden-Läden und Familienrestaurants entlang von Hauptstraßen als „Unterstützungspunkte“ für Personen registrieren lassen. Hier erhalten Menschen, die nach Hause zurückkehren, Wasser und können dort die sanitären Anlagen nutzen.

Über die Neuregelung berichtete die Yomiuri Shimbun.

Fukushima-Kraftwerksgelände am 23. März 2011 (Foto: TEPCO)
Quo vadis TEPCO? 23. März 2011 (Foto: TEPCO)

Proteste gegen neue Atomaufsicht NRA: Am gestrigen Dienstag protestierten mehrere Bürgerrechtsgruppen gegen die Schaffung der neuen Atomaufsichtsinstanz. Die neue Kommission, die ihre Vorgänger NISA und NSC ablösen soll, wird am kommenden Mittwoch ihre Arbeit aufnahmen.

Der Protest, über den verschiedene Medien wie etwa die NHK berichteten, richtet sich dabei vor allem gegen den künftigen Leiter der fünfköpfigen Aufsicht , Shunichi Tanaka. Dieser sei für diesen Posten nicht geeignet, da er bereits seit Jahren die Nutzung der Kernenergie befürwortet und bewirbt.

Am Dienstagnachmittag protestierten die Bürger mit Bannern vor dem Industrieministerium, bevor am Abend  hunderte von Teilnehmern eine Menschenkette um das Gebäude bildeten und ankündigten  in ihren Protesten fortzufahren, da es noch keine offizielle Bestätigung des Führungspostens gebe.

Für das Büro der neuen Kommission mit etwa 500 Mitarbeitern, hat die Regierung offenbar den früheren Leiter der Polizei Tokyo, Katsuhiko Ikeda (59)  vorgesehen, dies berichtet zumindest die Kyodo unter Berufung auf Regierungskreise. Offenbar hofft man, so die Transparenz der Instanz, sowie die Effektivität im Katastrophenfall zu verbessern. Das Team wird sich dabei voraussichtlich auch aus Mitgliedern der jetzt noch bestehenden Atomsicherheitsbehörde zusammensetzen.

Wunderkiefer zu Konservierungszwecken gefällt: Der als „Kiefer der Hoffnung“ (Kibo no Matsu) bezeichnete Baum in Rikuzentakata (Präf. Iwate), der als einziger eines ganzen Waldes von 70.000 Kiefern den Fluten des Tsunami standhielt und zum Symbol des Wiederaufbaus wurde, starb trotz aller Bemühungen, aufgrund der Salzwasserschäden an den Wurzeln.

Kiseki no ippon matsu - Die wundersame Kiefer der Hoffnung (Foto: Jacob Ehnmark cc-by)
Kiefer der Hoffnung in Rikuzentakata ist gefällt (Foto: Jacob Ehnmark cc-by)

Doch nicht nur auf den Gedenkmünzen soll der Baum weiterhin ein Symbol bleiben und so begannen am heutigen Mittwoch im Beisein von etwa hundert Zuschauern die sorgfältige Entfernung des Baums, um ihn später konservieren zu können.

Gegen 10:20 Uhr begann die Fällung des Baums. Bis zum Nachmittag war der Stamm von den Wurzeln getrennt, um den Baum am morgigen Donnerstag in einem Holzwerk in der Präfektur Aichi in neun Teile zu zerlegen und das Kernholz entfernen zu lassen, bevor er in einer Chemieanlage in Kyoto in eine Konservierungslösung getaucht wird.

In seiner ursprünglichen  Form wäre der abgestorbene Baum zu anfällig für Gewitter oder Taifun gewesen, so dass auch mit der Nachmodellierung von Blättern und Zweigen ein sichereres Denkmal geschaffen werden soll, das die Pinie so widerspiegelt, wie sie zu Lebzeiten aussah.

Die Kosten der Arbeiten, die bei etwa 150 Millionen Yen liegen, sollen auch durch Spenden gedeckt werden. Mit dem Stand vom Montag sind bislang 26,87 Millionen von insgesamt 654 Spendern eingegangen. Im Februar kommenden Jahres soll der Baum nach Abschluss der Arbeiten wieder an seinen alten Platz zurückkehren.

Der Bürgermeister von Rikuzentakata, Futoshi Toba, erklärte auf einer Veranstaltung, insbesondere angesichts der Stagnation des Wiederaufbaus sei es eine Pflicht, die Pinie als Symbol der Hoffnung für alle Katastrophengebiete zu nutzen. Über das Ereignis berichteten etwa die Nachrichtenagentur jiji und die Mainichi Shimbun.

Japan, China und der Senkaku-Konflikt: Nachdem die japanische Regierung drei der umstrittenen Senkaku-Inseln von einem Privateigentümer offiziell erwarb und den Kaufvertrag praktisch unterzeichnet wurde, bricht Kritik auf mehreren Ebenen über Japan herein. Die aktuellen Informationen in Kurzübersicht:

Japanische Nationalflagge (Originalfoto: Toshihiro Oimatsu cc-by)
Japanische Nationalflagge (Originalfoto: Toshihiro Oimatsu cc-by)

Japan lehnt Umkehrung des Kaufs ab: Japans Außenminister Koichiro Gemba lehnte am Mittwoch die Forderung der Volksrepublik China nach einer Aufhebung des Kaufvertrags ab und erklärte, ein derartiger Schritt käme nicht in Frage.

China droht mit Militär: Am Dienstag erklärte Geng Yansheng, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, man werde die Situation beobachten und sich das Recht veorbehalten, entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen. Japan habe alle Ausflüchte genutzt um seine Militärpotential zu steigern. Chinas Regierung und Armee ständen fest zur Verteidigung des nationalen Territoriums.

Anti-Japanischer Protest in China: Vor der japanischen Botschaft in Peking und in der Nähe von Japans Generalkonsulaten in Guangzhou und Shanghai kam es zu Protesten und Boykottaufrufen gegen japanische Waren. Die Botschaft in Peking wird schwer bewacht, Protestler nur in Gruppen von 50 bis 100 Personen vorgelassen.

Einzelne Flaschenwürfe auf Botschaft in Peking: Sowohl in Peking als auch in Shanghai wurden die Proteste stark von der Polizei unter Kontrolle gehalten, lediglich in Peking warfen einzelne Personen mit Wasser gefüllte Plastikflaschen auf das Botschaftsgelände. In Shanghai wurden Proteste gegen Japans vorgeblichen Militarismus rasch aufgelöst.

Stürmung des Generalkonsulats verhindert: In Hongkong namen die Senkaku-Besetzer an Protesten teil. Es folgten auch hier Boykottaufrufe. Es kam zu Flaggenverbrennungen. Ein Versuch das Generalkonsulat zu stürmen wurde durch Polizei und Sicherheitskräfte verhindert.

Eierwürfe in Taiwan: In Taiwan protestierten etwa 100 Aktivisten vor dem Verbindungsbüro in Taipeh, einige warfen mit Eiern. Später wurde ein Protestschreiben überreicht.

Taiwan beruft Gesandten zurück: Aus Protest gegen den Kauf von drei der Senkaku-Inseln, hat das taiwanesische Außenministerium den Leiter seines Verbindungsbüros in Japan, Shen Ssu-tsun, zurückgerufen. Er verliess Japan am Mittwochnachmittag. Gleichzeitig bestellte man in Taipeh Japans Verbindungsmann Sumio Tarui ein, um Protest einzulegen.

Taiwans Ex-Präsident sieht kein Territorialinteresse: Nach Ansicht des früheren taiwanesischen Präsidenten Lee Teng-hui existiere kein Souveränitätsdisput zwischen beiden Nationen. Gegenüber chinesischen und japanischen Reportern sagte er, seiner Ansicht nach hätten die Bürger kein echtes Interesse an den Inseln, es gehe vielmehr um Fischgründe.