Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO veröffentlicht Fotos von Grundwasser-Kontrollpunkten

Japan aktuell: TEPCO veröffentlicht Fotos von Grundwasser-Kontrollpunkten

918
0
TEILEN
AKW Fukushima: Grundwasser-Kontrollpunkt 1-1 vom 16. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Grundwasserkontrollposten im Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Grundwasser-Kontrollpunkt 1-1 vom 16. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Grundwasser-Kontrollpunkt 1-1 vom 16. Juli 2013 (Foto: TEPCO)

Japan meldet aufgrund einer Hitzewelle mehr als viertausend Krankenhausfälle und in der Hauptstadt Tokyo kam es zu bislang 41 Hitzetoten.

Dagegen geht es am AKW Fukushima aktuell keineswegs hoch her, fast scheint es, als gäbe es neben den Öffnungen an den Grundwasser-Kontrollpunkten dort auch eine Art Sommerloch.

TEPCO gewährt daher am AKW Fukushima heute einen vergleichsweise unspektakulären Einblick, wie sich diese Kontrollpunkte, die in den vergangenen Tagen von besonderer Bedeutung waren, tatsächlich darstellen.

Einzelheiten zu diesen und weiteren Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Juli 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • TEPCO veröffentlicht Bilder von Grundwasser-Kontrollpunkten
  • AKW-Betreiber legt Beschwerde gegen Kontrollanordnung ein
  • Prüfung der Neustart-Anträge beginnt

TEPCO veröffentlicht Bilder von Grundwasser-Kontrollpunkten: Am heutigen Dienstag veröffentlichte der Kraftwerksbetreiber TEPCO eine Reihe von Aufnahmen, auf denen die Messpunkte zu sehen sind, an denen die Grundwasserproben zur Analyse entnommen werden. Begleitende Erklärungen gab es hierzu nicht.

AKW Fukushima: Grundwasser-Kontrollpunkte 2 (o.) und 3 (u.) am 16. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Grundwasser-Kontrollpunkte 2 (o.) und 3 (u.) am 16. Juli 2013 (Foto: TEPCO)

Auf den Bildern sind im Wesentlichen die Rohrgerüste zu sehen, sowie die roten Leitkegel, die auf die Strukturen aufmerksam machen, um Unfälle zu verhindern.

Die Kontrollpunkte werden von TEPCO numerisch gegliedert: 1-1, 1-2, 1-3 und 1-4 sowie 2 und 3.

Auch wenn die Entnahme von Grundwasserproben an diesen Kontrollpunkten die Öffentlichkeit informieren soll, hat die Informationspolitik von TEPCO weiterhin Mängel.

So wird etwa grundsätzlich nicht mitgeteilt, wie viele Proben entnommen wurden und es ist nicht bekannt, ob die veröffentlichten Werte tatsächlich der Probe mit der höchsten Belastung entsprechen.

AKW-Betreiber legt Beschwerde gegen Kontrollanordnung ein: Japan Atomic Power, Betreiber des AKW Tsuruga (Präf. Fukui) wehrt sich gegen eine offizielle Anordnung der Atomaufsichtsbehörde NRA, die Auswirkungen eines möglichen Erdbebens auf das Abklingbecken des Kernkraftwerks zu untersuchen.

Unter Berufung auf ein Gesetz, das es der Öffentlichkeit ermöglicht, Maßnahmen von Behörden anzufechten, reichte das Unternehmen eine Beschwerde bei der Atomaufsichtsbehörde ein.

Die im Mai 2013 erlassene Aufforderung war erfolgt, nachdem die NRA eine aktive Verwerfung unter dem Kraftwerk für sehr wahrscheinlich angesehen hatte.

Es ist das erste Mal seit der Einführung der NRA im September 2012, dass ein Unternehmen dieses Rechtsmittel gegen die Kontrollbehörde nutzt. Etwa 1.700 abgebrannte Brennelemente befinden sich im Abklingbecken von Reaktor 2, jedoch keine aktiven Brennelemente.

Trotz des eigenen Widerstands und der Aufforderung, die Anordnung fallen zu lassen, wird das Unternehmen bis zum Stichtag am 31. Juli zumindest einen Bericht über die möglichen Auswirkungen eines Kühlwasserverlusts aus anderen Ursachen einreichen, da es sich das Unternehmen nicht leisten könnte, Strafmaßnahmen zu riskieren, indem man überhaupt keinen Bericht abliefere.

Während die Atomaufsicht bereits zuvor erklärt hatte, man werde die Einschätzung nur bei ausreichender Vorlage überzeugender Beweise revidieren, will das eine Erlaubnis zum Neustart der Reaktoren des Kraftwerks erwirken.

Andernfalls ist eine Stilllegung aufgrund von Verstößen gegen die verschärften Sicherheitsregeln wahrscheinlich. Über die Beschwerde berichteten Kyodo, jiji und NHK.

Prüfung der Neustart-Anträge beginnt: Am heutigen Dienstag trafen sich Mitglieder der Atomaufsichtsbehörde NRA mit Vertretern der Kraftwerksbetreiber Kyushu Electric und Hokkaido Electric, um über die Umsetzung der strengeren Sicherheitsbestimmungen, die Voraussetzung für einen Neustart darstellen, zu sprechen.

Atomkraftwerk-Symbol (Grafik: Hendrik Tammen cc-by)
AKW-Neustarts: Antragsprüfung begonnen (Grafik: Hendrik Tammen cc-by)

Mit dem Gespräch beginnt die Prüfung der Anträge von Elektrizitätskonzernen durch die Aufsichtsbehörde.

Kyushu Electric setzte die Behörde über den Schweregrad der Erdbeben und Tsunami in Kenntnis, denen die Anlagen standhalten könnten und berichtete vom Plan, zunächst eine temporäre Notfallzentrale einzurichten.

Der Elektrizitätskonzern strebt eine Genehmigung für den Neustart von zwei Reaktoren am AKW Sendai (Präf. Kagoshima) an.

Die NRA erklärte, zum einen müsse man nun die Befehlskette für den Notfall und die Kapazität der temporären Zentrale nachvollziehen.

Zum anderen bestehe im Fall eines Vulkanausbruchs die Möglichkeit, dass bis zu 15 Zentimetern an vulkanischer Asche anfallen könnten, was nach den neuen Sicherheitsrichtlinien ebenfalls ein Kriterium darstellt.

Im Anschluss an dieses Gespräch erfolgten ähnliche Besprechungen mit Kansai Electric und Shikoku Electric, die der Atomaufsichtsbehörde ihre Kataloge an Sicherheitsmaßnahmen vorlegten. Nach Angaben der NHK planen bislang vier Betreiber Reaktorneustarts an sechs Kernkraftwerken.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here