Start Aktuelles Japan aktuell: TEPCO verschiebt Testlauf im AKW Fukushima

Japan aktuell: TEPCO verschiebt Testlauf im AKW Fukushima

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Das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan. (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Brennstäbe-Bergung begonnen
Tepco: Das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan. Foto: Tepco
Fukushima: Neues Dekontaminationssystem muss warten. Foto: TEPCO

Ob die Neuerungen für die Dekontaminationseinheit der Kühlanlage den gewünschten Erfolg bringen werden, wird sich später zeigen als gedacht, verschob TEPCO aus Prioritätsgründen doch den Testlauf. Zu den sonstigen Auswirkungen die das AKW Fukushima aktuell hat, gehören Atomproteste und Misstrauen gegenüber Lebensmitteln. Weitere Fukushima News und sonstige Meldungen im Spreadnews Japan-Ticker vom 05. August 2011.

Kashiwazaki-Kariwa Standardüberprüfung: Am morgigen Samstag soll eine 60 Tage dauernde Standardprüfung von Reaktor 1 am Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa (Präf.  Niigata) beginnen, das teilte der Betreiber TEPCO heute mit. Das Herunterfahren zu Inspektionszwecken soll am Freitag beginnen und Samstagmorgen abgeschlossen sein, berichtet die Nachrichtenagentur Jiji.

Während des Checks am Kraftwerk das jeweils zur Hälfte Elektrizität an TEPCO und Tohoku Electric liefert, sollen auch Schutzmaßnahmen vor Schäden durch mögliche Tsunami getroffen werden.

Minamisoma weist Atomunterstützung zurück: Die Stadt Minamisoma hat die Anmeldung im Mai für den Bezug von Subventionen, die Gemeinden in denen Atomkraftwerke stehen zustehen abgelehnt. Auch im Oktober, dem zweiten Termin für die Beantragung der Fördermittel, will man verstreichen lassen.

Die Stadt, die von den Folgen der Atomkatastrophe stark betroffen ist, möchte mit diesem Vorgehen ein Zeichen für die künftige Ablehnung der Atomkraft setzen. Das meldet die Asahi Shimbun. Von 1986 bis heute bezog die Stadt fünfhundert Millionen Yen (ca. vier Millionen Euro).

TEPCO verschiebt Testlauf: Der für dieses Wochenende geplante Testlauf der neuen Bestandteile zur Dekontaminierung radioaktiv stark belasteten Wassers, wird einem Bericht der Nachrichtenagentur Jiji nun auf Mitte August verschoben. Dies geschehe, da die Dekontaminierung von Wasser im Gebäude einer Entsorgungsanlage auf dem Gelände Priorität habe. Zudem sei am Donnerstagabend in einem weiteren Gebäude der Entsorgungsanlage ein Leck von bislang 700 Litern entdeckt worden, dabei sei jedoch kein Wasser nach draußen gelangt und das Leck später geschlossen worden.

Ansturm auf alten Reis: Aus Angst, der diesjährig geerntete Reis könnte mit radioaktivem Cäsium oder auf andere Art kontaminiert sein, beginnt nun ein wahrer Run auf die in Läden verbliebenen Vorräte. Vielerorts sind Läden leergekauft, vor allem da Japaner, die sonst Wert auf frische Ware legen nun überraschend derartige Ladenhüter kaufen, führt zu Engpässen in kleineren Läden, allerdings berichten auch Supermarktfilialen von einer „Reispanik“. Das berichten übereinstimmend die Mainichi Shimbun, sowie ein Augenzeuge.

Atommüll in US-Basis Sasebo aufbewahrt: Das japanischen Außenministerium teilte den Bewohnern der Stadt Sasebo mit, das Abfälle die eine geringe radioaktive Belastung aufwiesen in der nahegelegenen US-Militärbasis der „United States Fleet Activities Sasebo“ gelagert würden. Dazu zählten etwa Tücher die zur Dekontamination der Flugzeuge genutzt waren.

Die Stadtverwaltung zeigte sich verärgert, man habe sie zuvor darüber informieren müssen, stattdessen habe man die Information erst am Donnerstagnachmittag erhalten. Das japanische Aussenministerium  erklärte, dass Japan für den Umgang mit den radioaktiv belasteten Abfällen verantwortlich sei, zudem stelle die geringe Strahlung keine Gesundheitsgefahr dar. Das meldet die Nachrichtenagentur Jiji.

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