Start Aktuelles Japan aktuell: Testlauf verzögert Brennelemente-Bergung an Fukushima-Reaktor 4

Japan aktuell: Testlauf verzögert Brennelemente-Bergung an Fukushima-Reaktor 4

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AKW Fukushima: Baugleicher Transportbehälter für die Brenelemente am 1. November 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 4: Baugleicher Transportbehälter für die Brenelemente am 1. November 2013 (Foto: TEPCO)

Die von Untergangsjüngern erwartete Katastrophe bei der Bergung von Brennelementen aus Reaktor 4 muss warten – so der Wille einer Sicherheitsorganisation.

Aus diesem Grund wird vom AKW Fukushima heute gemeldet, dass zunächst ein Testlauf erforderlich sei, bevor die Arbeiten beginnen.

Auch der 30. Taifun dieser Saison ist für die Arbeiten in Fukushima aktuell nicht von Bedeutung. Einzelheiten zu den Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 5. November 2013.

  • Geforderter Testlauf verzögert Brennelemente-Bergung an Reaktor 4
  • Ölleck an Nutzfahrzeug am AKW Fukushima
  • Atomkraftkritischer Politiker lehnt Rücktritt ab

Gefordeter Testlauf verzögert Brennelemente-Bergung an Reaktor 4: Nachdem die Japanische Atomsicherheitsorganisation JNES vor der Bergung der Brennelemente aus dem Abklingbecken einen Testlauf fordert, wird sich der Beginn der tatsächlichen Arbeiten um bis zu zwei Wochen verschieben.

Fukushima-Reaktor 4: Simulation des Brennelemente-Transports verzögert sich (Video: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 4: Simulation des Brennelemente-Transports verzögert sich (Video: TEPCO)

Ursprünglich hatte Kraftwerksbetreiber TEPCO sogar angekündigt, die Arbeiten könnten womöglich sogar früher als geplant beginnen (Spreadnews berichtete am 23. Oktober 2013).

Im Rahmen des ersten Testlaufs soll der Transfer eines Transportbehälters für Brennelemente aus dem Bereich des Lagerbeckens in das Becken eines anderen Gebäudes in 100 Metern Entfernung erfolgen. Hierdurch sollen mögliche Probleme und Schwierigkeiten vor Durchführung der echten Maßnahme ermittelt werden.

Zuvor hatte die JNES im Auftrag der Atomaufsichtsbehörde NRA bereits die Anlagen, die bei der Umlagerung der Brennelemente zum Einsatz kommen sollen, auf Sicherheitsmängel kontrolliert. Doch die Behörden haben noch weitere Forderungen an den Kraftwerksbetreiber.

So soll TEPCO die eigenen Pläne vor ihrer Umsetzung durch ein Team von in- und ausländischen Experten bewerten lassen.

Die Expertengruppe wurden durch das Internationale Forschungsinstitut IRID, mit Sitz in Tokyo zusammengestellt. Die Organisation wurde durch Regierungsbehörden, Herstellern von Atomkraftwerken und Elektrizitätskonzernen gegründet.

Gegenwärtig befinden sich in Reaktor 4 insgesamt 1.535 abgebrannte, sowie 200 ungenutzte Brennelemente. Über die zeitliche Verschiebung aufgrund des geforderten Testlaufs berichtete die Kyodo.

Ölleck an Nutzfahrzeug: Am gestrigen Montag entdeckten Angestellte eines Partnerunternehmens gegen 22:45 Uhr, dass an einem Nutzfahrzeug für stark belastete Trümmer an Reaktor 3 Leichtöl ausgetreten war. Der Austritt von Diesel an dem unbemannten Kipper sei gestoppt worden, derzeit werde noch die Ursache des Lecks ermittelt.

Gegen 23:10 Uhr wurde die Feuerwehr Tomioka über den Fund informiert. Das Leichtöl wurde durch Adsorptionsmatten aufgenommen. Auf der Straße zum Gebäude zur Abfalllagerung von Feststoffen wurde ein Neutralisationsmittel ausgesprüht.

Atomkraftkritischer Politiker lehnt Rücktritt ab: Taro Yamamoto, Abgeordneter im japanischen Oberhaus, erklärte am heutigen Dienstag, er lehne einen Rücktritt trotz der öffentlichen Kritik an seinem Vorgehen ab und hege auch keine entsprechenden Pläne.

Japanisches Parlamentsgebäude (Foto: Kim Ahlström cc-by)
Abgeordneter Yamamoto lehnt Rücktritt ab (Symbolfoto: Kim Ahlström cc-by)

Yamamoto war in die Kritik geraten, nachdem er eine jährliche Herbstfeier des Tenno genutzt hatte, um ihm ein Schreiben zu überreichen, in dem die angeblichen Gesundheitsfolgen der Fukushima-Katastrophe geschildert worden.

Bei einem Treffen mit Vertretern der Presse hatte sich Yamamoto dafür entschuldigt, derartiges Aufsehen erregt und den Tenno gestört zu haben.

Der Politiker hatte jedoch bereits zuvor erklärt, er habe nicht die Absicht gehabt, das Symbol des Staates für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Über die Ablehnung des Rücktritts berichtete die jiji.

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