Start Aktuelles Japan aktuell: Trinkwasser außerhalb von Tokyo verstrahlt und schweres Nachbeben nahe Sendai

Japan aktuell: Trinkwasser außerhalb von Tokyo verstrahlt und schweres Nachbeben nahe Sendai

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Karte zu Tsunami und Erdbeben nahe Sendai (Japan)
Japan aktuell: Neue Probleme in Krisengebieten
Japan aktuell:Schweres Nachbeben nahe Sendai, Verstrahltes Trinkwasser in Kawaguchi
Japan aktuell: Schweres Nachbeben nahe Sendai, verstrahltes Trinkwasser in Kawaguchi

Die Situation um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan ist weiterhin ernst, und in der Tat kann man den Technikern und Arbeitern die dort verzweifelt versuchen das schlimmste zu verhindern, nur wünschen,  dass die Präfektur Fukushima, deren Name „fuku-shima„soviel wie „Glücksinsel“ bedeutet, wenigstens zum Teil ihres Namens gerecht wird.

Spreadnews berichtet für Sie in einem Liveticker über die Situation vor Ort

 

22:43 Verstrahltes Gemüse aus Tokyo: Im Stadtteil Edogawa sei ein Kohlstrunk gefunden worden, der mit radioaktivem Cäsium in Höhe von 890 Becquerel  belastet ist. Der Grenzwert liegt bei 500. Allerdings handelte es sich um ein Produkt aus wissenschaftlicher Zucht und war nicht für den Handel vorgesehen.

18:07 Offenbar keine Strahlenkrankheit bei Arbeitern: Wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet zeigt keiner der beiden, bei der Arbeit im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi verstrahlten Arbeiter bislang Symptome einer Strahlenkrankheit, wie Übelkeit oder starken Schmerzen.

16.45 Uhr: Verstrahlte Nahrungsmittel aus Japan im Ausland: In Singapur wurden in Proben von Petersilie, japanischem Senf und Raps Spuren von Radioaktivität festgestellt, obwohl diese aus entfernter gelegenen Präfekturen stammen.  Aufgrund der radioaktiven Belastung verbietet Singapur nun auch den Import aus den Präfekturen Chiba und Ehime.

14:50 Radioaktive Belastung im Meer steigt: Nach Angaben der Betreiberfirma Tepco ist die Belastung mit Jod-131 an den Abflussrohren der Reaktoren 1-4 extrem, die Werte sind bis zum 150-fachen erhöht

14:30 Todeszahlen: Wie erwartet wurden erneut die offiziellen Zahlen der Toten und Verletzten angehoben. So werden offiziell bislang 9.811 Menschen als tot, weitere 17.541 als vermisst gemeldet.

13:17 Japanische AKW-Betreiber warten mit Neustart: Sowohl bei „Chubu Electric Power“, als auch bei „Kyushu Electric Power“ verzögert sich der Neustart älterer Atomanlagen. Während bei Chubu zunächst ein Notfall-Training stattfinden soll, ist die Wiederaufnahme des Betriebs bei Kyushu unklar.

12:35 Günstige Winde für Tokyo: Die Prognosen der Wetterdienste bleiben im Wesentlichen gleich optimistisch. Abgesehen von einer erwarteten Strömungsänderung am Freitag, wehe der Wind den Großteil der radioaktiven Belastung von der Hauptstadt weg aufs Meer hinaus.

9:30 Starkes Nachbeben im Krisengebiet: Ein Erdbeben dessen Stärke vorläufig mit 6,1 angegeben wird, hat den Nordosten von Japans Hauptinsel Honshu erschüttert und damit genau jene Region getroffen, die mit am stärksten von Tsunami und Erdbeben betroffen war. Das Epizentrum lag etwa 150km nordöstlich der Stadt Sendai.

7:36 Drei Arbeiter in Fukushima schwer verstrahlt: Offenbar am Reaktor 3 waren drei Arbeiter sehr großen Mengen an Radioaktivität ausgesetzt. Zwei von ihnen wurden aufgrund von Verbrennungen durch Beta-Strahlung an den Beinen in ein Krankenhaus transportiert. Anscheinend waren sie mit kontaminiertem Wasser in Kontakt gekommen, dass durch die Schutzanzüge gesickert war, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

p5:55 Leichte Erhöhung der Radioaktivität: Im Bereich um das Atomkraftwerk ist der Grad an Strahlung leicht angestiegen, dies belegen offenbar Messungen in den Städten Fukushima (75km nordwestlich des AKW), in Minamisoma (30km nördlich des Kraftwerks) und Iwaki (50km südlich des Kraftwerkkomplexes)

5:35 Radioaktivität im Trinkwasser von Tokyo gesunken: Die Menge an radioaktivem Jod liegen in Japans Hauptstadt nun wieder unter dem Risikowert für Säuglinge.

4:15 Radioaktivität in Trinkwasser von Kawaguchi und Chiba: In der Kläranlage der Stadt Kawaguchi in der Präfektur Saitama, unweit von Tokyo wurde am Dienstag radioaktives Jod gemessen, dessen Werte die Höchstwerte für Säuglinge überschreiten (120 Becquerel pro 1kg Wasser). Der Wert sei jedoch wieder normalisiert. Auch in der Präfektur Chiba wurde am Dienstag Radioaktivität im Trinkwasser gemessen (220 Becquerel pro 1kg Wasser).

3:55 Regierungssprecher dämpft Optimismus: In einer Pressekonferenz äußerte sich Regierungssprecher Yukio Edano weniger zuversichtlich als zuvor und sprach davon, man dürfe „nicht zu optimistisch sein“.

3:15 Warnung vor Meerwasserkühlung: Während die Erhitzung von Reaktor 2 heute eine  weitere Kühlung von außen notwendig macht, warnt der US-Konzern General Electric, von dem das Grundkonzept der Siedewasserreaktoren in Fukushima stammt,  vor der Verwendung von Meerwasser. Das enthaltene Salz könnte die Brennstäbe verkrusten und die eigentlich gewünschte Kühlung sogar erschweren

02:03 Arbeiten an Reaktor 3 fortgesetzt: Nach einer Evakuierung aufgrund von schwarzem Rauch über den Reaktoren haben die Techniker die Arbeit vor Ort wieder aufgenommen

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