Start Aktuelles Japan aktuell: Über Jahrzehnte kein Ende der Sperrzone um Fukushima

Japan aktuell: Über Jahrzehnte kein Ende der Sperrzone um Fukushima

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Tepco: Entsalzungseinheiten in Fukushima am 17. August 2011-08-17
Schwere Strahlung in Fukushima: Auch Entsalzung hält sie nicht auf (Foto: TEPCO)
Tepco: Entsalzungseinheiten in Fukushima am 17. August 2011-08-17
Schwere Strahlung in Fukushima: Auch Entsalzung hält sie nicht auf (Foto: TEPCO)

Gutes, schlechtes und vergleichsweise triviales, so lässt sich der Wochenstart der aus Fukushima aktuell zu uns dringenden Nachrichten und Fukushima News zusammenfassen. Neben technischen Erfolgen stehen heute auch menschliche Tiefschläge in der Liste der Meldungen aus dem Umfeld des AKW Fukushima Daiichi. Mehr nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. August 2011.

 

Tempel-Sonnenblumen gegen Strahlung und Verzweiflung: Während japanische Forscher noch die Wirksamkeit von Sonnenblumen gegen radioaktive Belastung testen, gibt der Tempel Joenji entsprechende Samen aus – nicht nur als potentielles Hilfsmittel, sondern auch als Zeichen der Hoffnung und Möglichkeit für die freiwilligen Helfer eine Beschäftigung zu haben, die vor Resignation und Passivität schützt.

Sperrzone von 3km wird jahrelang nicht bewohnbar sein: Mindestens ein 3km Umkreis um das AKW Fukushima Daiichi herum wird auf lange sich selbst dann unbewohnbar bleiben, sollte man die staatliche 20km Sperrzone aufheben. Premierminister Naoto Kan habe am Samstag bei Treffen mit den Verantwortlichen der betreffenden Gebiete mehr Informationen preisgeben und sich für die zeitliche Ausdehnung entschuldigt, hiess es in mehreren japanischen Medien.

TEPCO gelingt außergewöhnlicher Filterungserfolg: TEPCO erklärte, man habe bereits am Freitag durch die Kombination des bisherigen Systems mit der neuen Dekontaminationseinheit von Toshiba eine außergewöhnlich gute Filterleistung bei radioaktivem Cäsium erzielt. Wasser mit Werten von einer Million Becquerel pro Kubikzentimeter sei auf ein Millionstel des Ausgangswertes gesenkt worden. Man wolle die neue Einheit nun als zusätzliche Unterstützung des bisherigen Systems nutzen, es jedoch nicht fest integrieren – möglicherweise um die Fehleranfälligkeit möglichst gering zu halten.

Professor entwickelt neue Dekontaminationsmethode für Erdboden: Immer wieder melden japanische Medien neue Forschungserfolge bei neuen Entwicklungen, die bei der Bewältigung der Krise helfen könnten. Manchmal gibt es auch in verschiedenen Medien Mehrfachnennungen – und praktisch nie erfährt man, ob diese neuen Methoden tatsächlich irgendwann Anwendung finden.

Möglicherweise das gleiche gilt für ein Verfahren, dass von einer Forschungsgruppe an der Universität Kyoto, unter Leitung von Haruhiko Toyohara entwickelt wurde. Durch die Kombination eines Siebs mit einer Scheuerbürste konnte der ursprüngliche Gehalt an radioaktivem Cäsium um 88% verringert und durch eine Art Bindemittel in dem ausgespülten Wasser weiter gesenkt werden. Das System soll nach Angaben der Asahi Shimbun im September auf einem Treffen der japanischen Gesellschaft für Fischereiwissenschaft vorgestellt werden.

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