Start Aktuelles Japan aktuell: Umweltministerium plant Zweigstelle in Fukushima

Japan aktuell: Umweltministerium plant Zweigstelle in Fukushima

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Während Japans neuer Premierminister Yoshihiko Noda nun neue Kabinettminister vorstellte und engere Verbindungen mit den USA bei einem Treffen mit US-Präsident Obama gegen Ende des Monats verhandeln will, sind die Auswirkungen des Unglücks am AKW Fukushima aktuell immer noch präsent, dies zeigt sich auch in der neuen  Gewichtung auf bestimmte Maßnahmen, die in den bis zum fünften September andauernden nationalen Katastrophenübungen gelegt wird.

So bestehen die Fukushima News an diesem Tag auch weniger aus sensationellen Meldungen, sondern lassen die zunächst weniger sichtbaren Auswirkungen der Katastrophe auf die Bevölkerung erkennen.

Gerade diese wenig spektakulären Meldungen sind es auch, die das Schicksal der dortigen Menschen aus den meisten ausländischen Medien verdrängen, scheinen sie doch nicht bemerkenswert genug. Wir jedoch berichten weiterhin – auch in diesem Spreadnews Japan-Ticker vom 2. September 2011.

Weiterer Arbeiter Strahlung ausgesetzt: Nach den beiden Arbeiten die beim Austausch von Filtern mit  radioaktiv belastetem Wasser in Kontakt kamen, wurde nun auch Werte zur Belastung eines dritten Arbeiters bekannt. Wie die NISA am gestrigen Donnerstag mitteilte, hatte dieser keine wasserdichte Schutzkleidung getragen und war einer Belastung von 0,89 Milisievert ausgesetzt. Dabei wurde keine interne Belastung festgestellt. Das meldet die Nachrichtenagentur Jiji.

Umweltbehörde plant Zweigstelle in Fukushima: Das Umweltministerium will, einem Artikel der Yomiuri Shimbun zufolge, in der Stadt Fukushima eine Zweigstelle mit 100 Beschäftigten einrichten. Diese soll  vor allem die Beseitigung von radioaktiv belasteten Trümmern, Schutt und Erdreich im Sperrgebiet und den Evakuierungsgebieten beaufsichtigen.

Verspäteter Beginn an Schulen in Fukushima: Nachdem die Dekontaminationsarbeiten an den Schulen in der Präfektur angedauert hatten, wurde nun mit einwöchiger Verspätung der Unterricht aufgenommen, so die Yomiuri Shimbun. In 63 der 72 Schulen der Grund- und Mittelstufe fanden die üblichen Zeremonien statt, ungewöhnlich waren lediglich die Betonung der Sicherheit der Schule im Bezug auf Radioaktivität  – und die Verteilung von 26,300 Dosimetern durch die Stadt Fukushima.

Katastrophenübungen fortgesetzt: Die Katastrophenübungen in Japan werden bis zum fünften September fortgesetzt. Erstmals war auch die in Japan stationierte US Marine mit einem Rettungshelikopter zum Transport von Hilfsgütern, sowie die US-Feuerlöschkräfte in gemeinsamem Einsatz mit ihren japanischen Kollegen.

Präfekturen übten die Evakuierung von Küstenregionen mit Hilfe von Lautsprecherdurchsagen und das richtige Verhalten bei einer Tsunami-Warnung. In Gebirgsregionen wurde der Kontaktverlust zur Außenwelt durch das Erdbeben simuliert. Auch an AKW fanden Tests und Übungen statt. Medienberichten zufolge wurden die Übungen, die Erkenntnisse aus der jüngsten  Naturkatastrophe berücksichtigen, von den Bürgern als ernster und realistischer als in den Vorjahren beurteilt.

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