Start Aktuelles Japan aktuell: Unerwartet geringe Kühlwasser-Menge legt geschmolzene Brennstäbe in Fukushima nahe

Japan aktuell: Unerwartet geringe Kühlwasser-Menge legt geschmolzene Brennstäbe in Fukushima nahe

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Foto: Inspektion des Wasserstands in Fukushima
TEPCO: Inspektion des Wasserstands in Fukushima
Inspektion des Wasserstands in Fukushima. Foto: Tepco
Inspektion des Wasserstands in Fukushima. Foto: Tepco

Die durch Messungen des Wasserstands gewonnene, aktuelle Erkenntnis, dass die Schäden an den Brennstäben in Reaktor 1 des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi vermutlich stärker sind als bislang vermutet, ist nur eine der Meldungen, mit denen die japanische Nuklearanlage bereits in den vergangenen Monaten immer wieder Anlass zu weiteren Sorgen war.

Diese Informationen machen wieder einmal deutlich, dass die Sicherheit des Kernkraftwerks trotz aller Beteuerungen der Betreiberfirma TEPCO nicht gewährleistet werden kann. Lesen Sie mehr im Spreadnews Japan-Ticker vom 12. Mai 2011

00:00 Trotz aller bösen Überraschungen die Freitag der 13. dem Aberglauben nach mit sich bringen soll, sind wir unerschrocken auch morgen wieder für Sie da. Kommen Sie gut durch die Nacht.

12:55 Kompletter Tierbestand soll getötet werden: Regierungssprecher Yukio Edano gab am heutigen Donnerstag an, die Regierung habe beschlossen, das gesamte Nutzvieh und Vögel wie Gänse und Hühner innerhalb der 20-km Sperrzone zu keulen, da es keine Möglichkeit gebe, sie zu füttern. Die Präfekturalverwaltung hatte bislang lediglich Tiere aus hygienischen Gründen getötet, die bereits in schlechtem Zustand waren.

Kontaminiertes Gebiet umfasst 800 km2: Die Asahi Shimbun meldet, auf einer Strahlungskarte die vom Wissenschaftsministerium und dem US-Energieministerium erstellt wurde, wird die radioaktiv verseuchte Fläche auf 800 Quadratkilometer bemessen. Als Grundlage zur Definition der „Kontamination“ diente dabei der Wert , der bereits als Evakuierungsmaß beim Tschernobyl-Reaktorunglück festgelegt worden war.

08:11 Zweite Gruppe der Kurzzeit-Heimkehrer: Nachdem eine erste Gruppe von 92 Personen aus dem Sperrgebiet zurückkehrte und ältere Personen über die schweren Schutzanzüge und die kurze Zeitspanne geklagt hatten, sind nach japanischen Medienberichten nun 70 Einwohner von Katsurao (27 Personen) und Kawauchi (42 Personen) unterwegs um in einem Zwei-Stunden-Zeitfenster wichtige Gegenstände in einer ausgeteilten Plastiktüte zu bergen.

08:00 Experten warnen vor Wasserflutung: Erneut haben sich Experten, darunter auch die Naturschutzorganisation Greenpeace, gegen eine Auffüllung des Druckbehälters mit Wasser ausgesprochen. Bei starken Erdbeben, könnte der Behälter durch den Wasserdruck bersten, zumal einige mögliche Lecks im AKW immer noch nicht gefunden seien.

07:44 Fukushima-Schäden größer als berichtet: Die Schäden im AKW Fukushima Daiichi sind vermutlich schwerer als zunächst angenommen. So sei nach Berichten japanischer Presseagenturen, bei Messungen der Wasserspiegel in Reaktor 1 so niedrig gewesen, dass es wahrscheinlich ist, das große Teile der Brennstäbe schwer beschädigt und geschmolzen seien, als sie zeitweise gänzlich unbedeckt waren. Das Wasser im unteren Bereich des Druckbehälters kühle jedoch auch die geschmolzenen Teile, so TEPCO.

07:00 Radioaktives Wasser floss ins Meer: Der gestern gemeldete Austritt von stark radioaktiv belastetem Wasser aus Reaktor 3 im AKW Fukushima ist offenbar tatsächlich ins Meer geflossen, bereits gestern konnte das Leck jedoch abgedichtet werden. Das meldete die Nachrichtenagentur Jiji.

1 KOMMENTAR

  1. Da schmilz also alles munter vor sich hin und erzählt uns stänig was von kleinen Fortschritten? Das ist dieselbe Taktik wie bei der finanzkrise, nicht wahr?

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