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Japan aktuell: Ventilprobleme im Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa

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Nach den schweren Schäden am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi hatte es in den vergangenen Monaten Berichte über Probleme in den Kernkraftwerken verschiedener Präfekturen gegeben. Betroffen waren Fukushima Daini, Tokai (Präfektur Ibaraki) und Onagawa (Präf. Miyagi) sowie die Wiederaufbereitungsanlage Rokassho (Präf. Aomori). Zuletzt war es Anfang Mai im Atomkraftwerk Tsuruga (Präf. Fukui) zu einem Störfall gekommen.

Heute wurden technische Probleme aus dem weltweit leistungsstärksten Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa (Präfektur Niigata) gemeldet, bei dem es bereits in der Vergangenheit Zwischenfälle gegeben hatte.

Wir informieren Sie im Spreadnews Japan-Ticker vom 06. Mai 2011


00:00 Hier endet der heutige Spreadnews Japan-Ticker, wir halten Sie jedoch weiter auf dem Laufenden. Kommen Sie gut durch die Nacht.

18:00 Schnelle Abschaltung fraglich: Weitere Berichte sprechen von einer Verzögerung, die Entscheidung sei noch nicht endgültig getroffen.

17:36 Chubu Electric will Kraftwerk aussetzen: Der Betreiber des Atomkraftwerks Hamaoka hat der Aufforderung von Premierminister Naoto Kan offenbar entsprochen und will das Kraftwerk zumindest vorübergehend abschalten.

14:24 Chubu Electric will nicht entscheiden: Der japanische Fernsehsender NHK meldet, Chubu Electric weise eine Entscheidung über den Fortbestand der Anlage, wie sie vom Premierminister gefordert wird, zurück.

13:52 Präfekturführung für Abschaltung: Der Gouverneur der Präfektur Shizuoka sieht die Forderung von Premierminister Naoto Kan zur Abschaltung des Kernkraftwerks Hamaoka positiv und begrüßt die Entscheidung.

12:39 Keine Stellungnahme von Chubu Electric: Bislang gibt es keine Antwort des Stromkonzerns auf die Aufforderung der Regierung, den Betrieb des Kraftwerks Hamaoka einzustellen.

12:14 – 12:19 Regierung will Hamaoka aus Sicherheit abgeschaltet wissen:
Japans Premierminister Naoto Kan rief aus Sicherheitsgründen  zur Einstellung des Betriebs der Anlage in Hamaoka auf, auch wenn dies zu Energieengpässen führen könne.  Bereits beim Bau des Kraftwerks in der Präfektur Shizuoka hatte es Proteste gegeben, da das dortige Gebiet besondere Erdbebenhäufigkeit aufweist.

11:55 Bitte um Reaktorabschaltung am AKW Hamaoka: Die Regierung bittet Chubu Electrics, den Betreiber des Kernkraftwerks Hamaoka, offenbar die Reaktoren 4 und 5 abzuschalten. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. 

11:49 Regierung gegen Hamaoka Reaktor 3: Die Regierung gibt kein Ok zum Neustart von Reaktor Nummer 3  des Atomkraftwerks Hamaoka. Bereits im Januar 2009 waren die Reaktorblöcke 1 und 2 abgeschaltet worden.

Mangel an Freiwilligen in Fukushima: Nach der anfänglichen Unterstützung haben Subunternehmen nun Probleme noch ausreichend Freiwillige für die Arbeit im Bereich des AKW Fukushima Daiichi zu finden. Viele Arbeiter hätten Angst vor Gesundheitsschäden und Personen die dort gearbeitet hatten, lehnten eine Rückkehr aufgrund „schlechter Arbeitsbedingungen“ ab, so die japanische Asahi Shimbun.

Pleiten durch Naturkatastrophen: Wie japanische Medien melden, sind aufgrund der Folgen von Erdbeben und Tsunami bislang 66 Unternehmen in Japan bankrott gegangen. Lediglich sechs davon sind durch direkte Schäden entstanden.

Tsuruga-Sicherheitscheck am Samstag: Die Untersuchung nach dem manuelle Herunterfahren zur Sicherheitsüberprüfung am AKW Tsuruga soll am Samstag stattfinden. Wenige Tage zuvor war dort ein mögliches Leck festgestellt worden, darauf hatten steigende Werte radioaktiver Substanzen im Kühlwasser hingewiesen.

Luftkühlung soll bis Ende Mai stehen: Nach Angaben der Asahi Shimbun will TEPCO bis Ende des Monats das neue Kühlsystem in Reaktor Nummer 1 von Fukushima Daiichi installiert haben. Am 8. Mai soll der Aufbau des Luftkühlung begonnen werden, am 16. die Installation des Wärmetauschers und der Rohrleitungen beginnen.

Ventilproblem in Kashiwazaki-Kariwa: Das Problem war bei einer Überprüfung der elektrischen Ventile entdeckt worden, nachdem bereits am Donnerstagabend ein anderes Ventil manuell geschlossen werden musste. Das meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Bereits 2007 war es nach einem Erdbeben zu einem Brand und Austritt einer geringen Menge radioaktiv belasteten Wassers gekommen.

Probleme im AKW Kashiwazaki-Kariwa: Erneut wird eine Störung aus der Nuklearanlage Kashiwazaki-Kariwa (Präf. Niigata) gemeldet. Nach einer Rauchentwicklung im April, funktionierte nun  ein wichtiges Ventil des Kühlsystems nicht richtig, das im Notfall für das Hineinpumpen von Kühlwasser in den Reaktor verantwortlich ist. Der Austritt radioaktiver Substanzen sei unwahrscheinlich

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