Start Aktuelles Japan aktuell: Vermutlich 1600 Arbeiter im AKW Fukushima hoher Radioaktivität ausgesetzt

Japan aktuell: Vermutlich 1600 Arbeiter im AKW Fukushima hoher Radioaktivität ausgesetzt

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Roboteraufnahme der Rohre im Reaktorgebäude am 26. Juli 2011. Foto: TEPCO
Roboteraufnahme der Rohre im Reaktorgebäude am 26. Juli 2011. Foto: TEPCO
Roboteraufnahme der Rohre im Reaktorgebäude am 26. Juli 2011. Foto: TEPCO
Roboteraufnahme der Rohre im Reaktorgebäude am 26. Juli 2011. Foto: TEPCO

Noch sind die Aufnahmen des Kamera-Roboters Quince aus dem AKW Fukushima aktuell, doch schon bald sollen Arbeiter einen Reaktor betreten, der aufgrund seiner Radioaktivitätswerte als kritisch gilt. Auch gibt es nun Zahlen zur Strahlendosis und den von von der Verstrahlung betroffenen Arbeiter. Neben den Fukushima News gibt es dann auch heute weitere Informationen im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. Juli 2011.

Fukushima-Arbeiter sollen stark radioaktiven Reaktor 3 betreten:Für den heutigen Mittwoch plant TEPCO, Arbeiter in das schwer verstrahlte Gebäude von Reaktor 3 das AKW Fukushima Daiichi zu schicken um dort die Rohrleitungen zu überprüfen. Grund hierfür ist vermutlich unter anderemd er Plan in Zukunft alle Reaktoren mit externer Kühlung zu versehen. Das meldet die NHK

Dokumente lassen Verstrahlung von 1600 Arbeitern vermuten: Ein Dokument des Industrieministeriums vom 25. April, dass im Juni auf Anfrage des „Japan Occupational Safety and Health Resource Center“ das sich mit Arbeitsschutz und Sicherheit befasst, veröffentlicht wurde belegt, dass offenbar etwa 1600 Arbeiter einer Strahlungsdosis über 50 Milisievert ausgesetzt waren, berichtet die Mainichi Shimbun.

Zwischenzeitlich ist diese Zahl der Arbeiter von TEPCO und beschäftigter Subunternehmer,  die mehr als 50 Milisivert ausgesetzt waren, auf  416 gestiegen.

Nach Angaben von TEPCO sind bis zum 13. Juli insgesamt sechs Arbeiter der Strahlung von über 250 Milisievert ausgesetzt gewesen, was der zulässige Höchstwert in einer akuten Notfallsituation  entspricht. Japans Atomaufsichtsbehörde NISA sagte, die Enthüllungen müssten noch von der Behörde bestätigt werden, so sei etwa zu klären, ob das Ministerium etwa Berechnungen vornahm um zu der Einschätzung zu gelangen.

Selbstverteidigungsstreitkräfte verlassen Präfektur Miyagi: Nach der Präfektur Iwate wird nun die Leitung der Präfektur Miyagi vermutlich am kommenden Montag die Selbstverteidigungsstreitkräfte offziell darum bitten, den bisherigen Einsatz der Hilfsaktionen zu beenden, so ein Bericht der Nachrichtenagentur Jiji.

Die Bodentruppen bargen während der Zeit ihres Einsatzes zwar 5735 Leichen, konnten jedoch insgesamt 9053 Menschen retten. Sie teilten etwa 6,66 Millionen Mahlzeiten aus und stellten Duschmöglichkeiten für 644000 Menschen bereit.

Präfektur Niigata verweigert AKW Neustarts trotz  Stresstests: Der Gouverneur der Präfektur Niigata, Hirohiko Izumida erklärte, er könne den Neustart drei heruntergefahrener Reaktoren 2 bis 4 am AKW Kashiwazaki-Kariwa nicht erlauben, selbst wenn diese die neusten Sicherheitstests der Regierung erfüllten, so die Mainichi Shimbun.

Illegale Verschiebung und Schmuggel von Fahrzeugen nach Erdbeben: Auch wenn offenbar gewaltsame Plünderungen in Japan nach dem Erdbeben ausblieben, so haben dennoch Kriminelle die Situation ausgenutzt. So meldet die Präfektur Miyagi 100 gestohlene Fahrzeuge, die ons Ausland verschifft werden. Beschädigte Fahrzeuge werden auseinandergenommen und funktionsfähige Teile ebenfalls illegal ausgeführt. In der Mehrheit der Fälle scheinen auch Nicht-Japaner involiert zu sein, so ein Bericht der Asahi Shimbun.

Fuji als Weltkulturerbe vorgeschlagen: Die Präfekturen Yamanashi und Shizuoka in deren Gebiet Japans bekanntestes Wahrzeichen, der Berg Fuji, steht, ersuchen nun die Regierung einen offiziellen Antrag zu stellen um diesen Vulkan in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO aufzunehmen. Das melden japanische Medien. Möglicherweise soll durch eine Aufnahme in die Liste wieder ein Anreiz für Touristen geschaffen werden, das Land zu besuchen.

Kostenloser Taiwan-Urlaub für Naturkatastrophenopfer: Insgesamt 15 Opfer der Naturkatastrophen vom 11. März sind nun in Taiwan angekommen. Es handelt sich bei ihnen um die erste Gruppe von 1000 Urlaubern, die auf der Insel einen von der Tourismusindustrie gesponserten zweiwöchigen Urlaub verbringen werden. Sie stammen  aus den Krisenpräfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi.

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