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Japan aktuell: Wasser-Countdown in Fukushima bedroht Umwelt

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Transport von Tanks am 09. Juni 2011 Foto: TEPCO
Fukushima: Tanks alleine keine Lösung mehr (09.06 2011) Foto: TEPCO
Transport von Tanks am 09. Juni 2011 Foto: TEPCO
Fukushima: Tanks alleine keine Lösung mehr (09.06 2011) Foto: TEPCO

Die mögliche Bedrohung von US-Nuklearanlagen durch Hochwasser und Buschfeuer ist nur eine weitere negative Nachricht die in der jüngsten Vergangenheit im Zusammenhang mit Atomanlagen zu lesen waren.
Der Blick nach Japan zeigt jedoch, dass die Fukushima News ebenfalls nichts Gutes verheissen – sollten die Pläne von TEPCO zur Schaffung einer Kombination aus Dekontamination und der Einspeisung in den Kühlkreislauf nicht bald gelingen, oder das Wasser auf andere Weise entsorgt werden, droht eine Ökokatastrophe.

Meldungen hierzu und andere Informationen zur Situation in Japan nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 28. Juni 2011.

00:00 Morgen ist Spreadnews wieder mit aktuellen Informationen für Sie da, berichten wir doch seit dem Erdbeben und Tsunami vom 11. März kontinuierlich über die Lage. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Müllverbrennung unter Strahlenprüfung: Nachdem in einer Müllverbrennungsanlange im Stadtbezirk Edogawa in Japans Haupstadt Tokyo die Grenzwerte für radioaktive Belastung überschritten wurden, hat  Justizminister Satsuki Eda, der auch für das Umweltressort zuständig ist erklärt, die Regierung werde auf Überprüfung von Müllverbrennungsanlagen in insgesamt 15 Präfekturen im Nordosten und Osten Japans bestehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jiji.

Tepco verzögerte weitere Explosionswarnung: Nach dem Eingeständnis, man habe eine voraussehbare Wasserstoffverpuffung in Reaktor 3 des AKW Fukushima Daiichi einen Tag vor dem Unglück nicht gemeldet, musst ein annähernd identischer Sachverhalt nun auch für den Reaktor 1 des Kernkraftwerks eingeräumt werden.

So habe der Anstieg der Radioaktivität kurz vor zehn Uhr Abends auf 260 Milisievert/Stunde nicht nur das Betreten des Reaktorgebäudes unmöglich gemacht, sondern vielmehr ein Leck aus dem Radioaktivität und Wasserstoff austritt höchst wahrscheinlich erscheinen lassen. Dennoch habe TEPCO erst gegen Mitternacht die japanische Atomaufsicht informiert, so eine Meldung der Asahi Shimbun.

Präfektur Fukushima beginnt Messungen interner Strahlenbelastung: Einem Artikel der Yomiuri Shimbun zufolge, hat die Präfekturalverwaltung von Fukushima nun damit begonnen, Einwohner auch auf interne Strahlenbelastung zu testen Zu den ersten Testpersonen gehören Einwohner der Orte Namie, Iitate sowie Yamakiya, einem Ortsteil von Kawamata.

Countdown zur Ökokatastrophe: Nachdem der Kühlversuch mit dekontaminiertem Wasser aufgrund von undichten Stellen im Rohrsystem bereits nach 90 Minuten wieder abgebrochen werden musste und die Reparaturarbeiten nach Angaben der Asahi Shimbun am frühen Dienstag begannen, droht Gefahr für die Umwelt.

Sollte sich die Entsorgung radioaktiv belasteten Wassers aus den Gebäuden nicht lösen lassen, wäre nicht nur der Zeitplan von TEPCO, der eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Dekontamination und Kühlung bis zum 17. Juli vorsieht gefährdet.

Nach Expertenmeinung würde bereits um den 5. Juli der Wasserstand in den Gebäuden das Erdgeschoss erreichen und große Mengen hochgradig radioaktiven Wassers würden ins Grundwasser, das Erdreich  und die umgebenden Küstengebiete gelangen. Mit dieser Aussage werden zuvor getroffene Prognosen offenbar korrigiert.

Übergangshäuser machen einsam: Besonders ältere Menschen die zuvor in Auffanglagern und Notunterkünften lebten, vermissen nach Angaben der Mainichi Shimbun seit dem Umzug in Übergangshäuser den Kontakt mit Menschen, auch das Gemeinschaftsgefühl, dass sich unter den widrigen Umständen in den Notunterkünften gebildet habe, wird von vielen der befragten Senioren vermisst.

3 KOMMENTARE

  1. Sehr merkwürdig, wo es bereits letzten Monat hieß, dass am 20. Juni die Tanks voll sein würden. Seitdem wurde aber so gut wie kein Wasser gefiltert.

  2. Lesen wir nur über das langsame Sterben unserer Erde? Oder stellen wir auch unseren Energiebedarf und allgemeinen Konsum in Frage? Durch den Umbau unseres Hauses sparen wir über 90% an Heizenergie. Strom sparen wir durch neues Bewusstsein über 50%.

  3. Ein Einfamilienhaus das Energie spart ist ein Tropfen auf den heissen Stein – die wahren Energieverschwender kümmert das nicht…

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