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Japan aktuell: Weitere Probleme mit Wassersystem am AKW Fukushima

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Tepco Entsalzungsanlage am 31. Mai 2011. Foto: TEPCO
Entsalzungsanlage am 31. Mai 2011. Foto: TEPCO
Tepco Entsalzungsanlage am 31. Mai 2011. Foto: TEPCO
Entsalzungsanlage am 31. Mai 2011. Foto: TEPCO

Ausgerechnet die Wasseraufbereitungsanlage, deren störungsfreier Betrieb als wichtige Grundvoraussetzung für eine Stabilisierung der Gesamtlage am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi gilt, hatte am Wochenende erneut technische Probleme. Somit ist die Situation am AKW Fukushima aktuell Thema zum Wochenbeginn.

Neben den üblichen Fukushima News finden Sie jedoch auch heute weitere Meldung zur Situation – im Spreadnews Japan-Ticker vom 25. Juli 2011.

Erdbeben erschüttern Japan: Erst berichtete die Yomiuri Shimbun am Samstag über ein Erdbeben der Stärke 6,4 dessen Epizentrum sich in 46km Tiefe vor der Küste der Präfektur Miyagi befand und die Region Tohoku erschütterte. Am heutigen Montag melden die Nachrichtenagentur Kyodo und die NHK ein Beben der Stärke 6,2, das die Präfekturen Fukushima und Miyagi erschütterte. In keinem der beiden Fälle wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben, auch der Betrieb am AKW Fukushima Daiichi sei ohne Störungen verlaufen.

Das Epizentrum des heutigen Erdbebens habe sich in 40km Tief vor der Küste der Präfektur Fukushima befunden und weitere leichtere Beben seien fast im ganzen Land zu spüren gewesen, so die NHK.

Kühlanlage und Dekontamination in Fukushima weiter mit Problemen: Das gesamte Wasserverarbeitungssystem am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi bereitet seit Freitag erneut Probleme, wie Berichte von NHK und Kyodo deutlich zeigen.

Abnahme des Wasserdurchflusses: Im Normalbetrieb leitet die Anlage pro Stunde je 3,8 Kubikmeter Wasser durch die Reaktoren 1 und 2. Doch am Wochenende nahm an beiden Reaktoren der Wasserdurchfluss ohne ersichtlichen Grund ab.

Im Reaktor 2 sank die Menge des durchfliessenden Wassers am Freitag auf 3,4m3 und am Samstag auf 3,2 Kubikmeter pro Stunde. An Reaktor 1 verringerte sie sich am Sonntagmorgen  auf 3,3 Kubikmeter pro Stunde

Problem mit der Entsalzung: Am Sonntag musste der Betrieb für siebeneinhalb Stunden unterbrochen werden, da ein Alarm Schwierigkeiten an der Entsalzungseinheit für radioaktives Wasser meldete. Erst durch den Einbau eines Ersatzgeräts konnte die Entsalzung wieder aufgenommen werden. Allerdings kann die Ersatzeinheit nur die Hälfte der bisherigen Wassermenge entsalzen.

Problem mit Wassermenge: Aufgrund des Stopps der externen Kühlung, musste Frischwasser aus einem nahe gelegenen Damm eingespeist werden. Vermutlich in Folge nahm die Menge an stark radioaktiv kontaminiertem Wasser zu.

Keine hohe Strahlendosis bei Einwohnern: Einem Artikeld er Yomiuri Shimbun zufolge habe bei keinem der 122 Ende Juni getesteten Personen aus der Präfektur Fukushima, darunter auch Einwohner der Stadt Namie, die Dosis an Radioaktivität gesundheitsschädliche Werte erreicht, obwohl in der Hälfte der Urinproben geringe Mengen von radioaktivem Cäsium nachgewiesen werden konnten. Auf eine jährliche Belastung umgerechnet betrage die Belastung der getesteten Personen weniger als ein Milisievert pro Jahr.

Spaßmission in Krisengebieten:Ja ist denn heute schon Weihnachten“ mag sich mancher gewundert haben und tatsächlich ist es das erste Mal, dass der offiziell von der finnischen Regierung anerkannte Weihnachtsmann außerhalb seiner Arbeitszeit unterwegs ist. In spezieller Sommerkleidung erschien er, mit einem von der Fluggesellschaft Finnair gespendeten Ticket auf dem Flughafen Tokyo Narita und machte sich auf den Weg, die zahlreichen traurigen Kinder in Japans Krisengebieten etwas aufzumuntern. Das meldet die Nachrichtenagentur Jiji.

Aufmuntern will auch der 63-jährige Ichiro Oishi aus Kawagoe (Präf.  Saitama), wenn der Besitzer eines Nudelrestaurants in seine Rolle als Clown schlüpft und in 140 Auftritten in Auffanglagern und Notunterkünften mit seinem Späßen und dem kunstvollen Verknoten von Ballons vor allem die Kinder dort zum staunen und lachen bringt, so eine Meldung der Yomiuri Shimbun.

Arbeiter klagen über Arbeitsbedingungen: Bei einem Treffen von 1500 Angestellten der Subunternehmen die auch am AKW Fukushima Daiichi tätig sind, bemängelten diese harte Arbeitsbedingungen.

So berichtete etwa ein Angestellter, man habe sie gezwungen ohne Erklärung über mögliche Risiken durch radioaktivität an den Wasserbearbeitungsanlagen zu arbeiten, auch Hilfsmittel gegen Hitzschläge habe es nicht gegeben.

Andere Arbeiter die beim Bau von Notunterkünften und Übergangshäusern in den Präfekturen Iwate und Miyagi beschäftigt waren, haben bislang lediglich ein Drittel des ihnen versprochenen Lohns erhalten, so ein Bericht der NHK.

1 KOMMENTAR

  1. Kann nicht jemand den Leuten von Tepco sagen, sie mögen doch die Webcam für den Live-Stream an anderer Stelle montieren.
    Alles was man sieht ist ein Kran, der sich sporadisch bewegt, Wassertropfen auf der Linse und viele Rohre und das Gewaber der Verpixellung.
    Ein Fortschritt der Arbeiten ist nicht zu erkennen.
    Auch Arbeiter sind nicht zu sehen oder auch nur zu ahnen.
    Es wäre nett, wenn jemand das an Tepco weiterleiten könnte.
    Mit freundlichem Gruß
    Marina

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