Start Aktuelles Japan aktuell: Weiterer Tritium-Rekord am AKW Fukushima

Japan aktuell: Weiterer Tritium-Rekord am AKW Fukushima

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Trefoil: Radioaktivitäts-Warnsymbol
AKW Fukushima: Strahlung an Anlagengrenze übersteigt zulässigen Wert (Grafik: pd)
Trefoil: Radioaktivitäts-Warnsymbol
Radioaktives Tritium bleibt anhaltendes Problem (Grafik: pd)

TEPCO scheint zu Beginn der Woche zunächst keine bemerkenswerten Angaben zu machen – tatsächlich hängt dem Betreiber des AKW Fukushima aktuell ein weiterer Negativrekord vergangener Woche nach.

Unterdessen haben es einige Atomkraftgegner schwer, sich einen Überblick bei derzeitigen Wahlen zu verschaffen und so ihre Stimme gegen die Atomkraft abzugeben.

Einzelheiten zu den Fukushima News nun wie gewohnt im Spreadnews Japan-Ticker vom 15. Juli 2013.

Unsere Themen zu Wochenbeginn:

  • Wiederholt Tritium-Rekordwerte in Fukushima-Grundwasser
  • Ältere Fukushima-Flüchtlinge mit Wahlbenachteiligung
  • TEPCO warnt vor Betrügern

Wiederholt Tritium-Rekordwerte in Fukushima-Grundwasser: Am vergangenen Freitag waren die neusten Tritiumwerte bekannt gegeben worden – und dabei gleich ein neuer Rekord erreicht. Wurden am 28. Juni noch 430.000 Becquerel und in Folge am 5. Juli noch 600.000 Becquerel an radioaktivem Tritium nachgewiesen, betrug der Wert vom 8. Juli nun 630.000 Becquerel.

Der Messpunkt ist lediglich vier bis fünf Meter von der Küste der Kraftwerksanlage entfernt, berichtete die jiji. Ob die jüngst getroffenen Maßnahmen, wie etwa die künstliche Erhärtung des Bodens durch Chemikalien tatsächlich erfolgsversprechend ist, wird von der Atomaufsicht NRA bezweifelt. Vielmehr wird befürchtet, dass das kontaminierte Grundwasser sich neue, bislang unentdeckte Wege, suchen könnte.

Ältere Fukushima-Flüchtlinge mit Wahlbenachteiligung: Während die Wahlen zum japanischen Oberhaus in vollem Gange sind, sehen sich vor allem Personen mittleren bis fortgeschrittenen Alters, die nach den Tohoku-Katastrophen die Präfektur Fukushima verlassen mussten, benachteiligt.

Übergangshaussiedlung (Copyright: Andreas Teichert/DTRG e.V.)
Übergangshaussiedlung (Copyright: Andreas Teichert/DTRG e.V.)

Obwohl sie konkrete Anliegen haben und Politiker wählen wollen, die ihrer Vorstellung von Atompolitik entsprechen, verirrt sich kaum einer der Kandidaten in die Siedlungen der Übergangshäuser, abseits der großen Städte innerhalb der Präfektur.

Zwar besteht seit einer Gesetzesänderung theoretisch die Möglichkeit, sich im Internet über die Inhalte der Wahlprogramme zu informieren – doch unter den 75 Prozent der Teilnehmer einer Befragung durch die jiji, die erklärt hatten, sich nicht online über die Wahlen zu informieren, gehören auch ältere Menschen, die im Umgang mit Computern nicht versiert genug sind.

TEPCO warnt vor Betrügern: TEPCO warnt weiterhin vor Betrügern, die versuchen, durch Vortäuschung falscher Tatsachen an Bargeld zu gelangen, oder dieses zu erschwindeln. Die Kriminellen kommen beispielsweise ohne schriftliche Vorankündigung, geben sich als Mitarbeiter von TEPCO aus und behaupten, es müssten Geräte inspiziert, oder ersetzt werden.

TEPCO-Zentrale in Tokyo (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)
TEPCO warnt vor Betrügern (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)

So erhalten sie Zutritt zur Wohnung, wo sie dann Bargeld oder Wertgegenstände entwenden. Eine weitere Methode besteht darin, unter dem Vorwand, es sei im Zusammenhang mit der Stromabrechnung zu Unregelmäßigkeiten gekommen in den Besitz von Bankdaten zu gelangen.

Auch Behauptungen, durch den Austausch von elektrischen Geräten wie Boilern, oder die Nutzung von Solartechnik könnten die Stromkosten gesenkt werden, dienen den Betrügern dazu, durch den überteuerten „Kauf“ der Geräte an Geld zu gelangen. TEPCO warnt vor diesen Tricks und fordert Kunden auf, das Unternehmen zu kontaktieren, falls ihnen etwas verdächtig vorkommen sollte.

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